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Trinkwasserversorgung: Autarke Membranfilter dank Sonnenenergie

(mhe) – Mehr als eine Milliarde Menschen weltweit haben keinen Zugang zu sauberem Trinkwasser – dies ist nach wie vor eine Ursache hoher Kindersterblichkeit. Als Antwort auf diese globale Herausforderung haben Forschende des KIT das Konzept einer mit erneuerbaren Energien betriebenen Membranfiltration entwickelt: Mit modularen Anlagen wird dabei salziges Brackwasser in Trinkwasser umgewandelt, das den Standards der Weltgesundheitsorganisation WHO genügt. Solche Anlagen eignen sich ideal für den Einsatz in ländlichen und trockenen Regionen, insbesondere in Entwicklungsländern, da sie unabhängig von zentraler Infrastruktur funktionieren.

„Die von uns entwickelten Systeme nutzen druckgetriebene Membranverfahren, das ist eine bewährte Filtrationstechnologie zur Ultra- und Nanofiltration“, sagt Professorin Andrea Schäfer vom Institute for Advanced Membrane Technology des KIT, die sich bei der Entwicklung um die Wasseraufbereitung kümmert. „Entfernt werden neben Salz auch organische Stoffe, Pestizide, Fluorid, Uran und Arsen sowie Bakterien und Viren.“ Professor Bryce Richards vom Institut für Mikrostrukturtechnik des KIT ist für die Energieversorgung zuständig und betont: „Trinkwassermangel und fehlender Zugang zur Stromversorgung treten oft gemeinsam auf. Deshalb war eine autarke Energieversorgung ein zentraler Teil der Entwicklung.“ Die beiden Forschenden haben das Projekt seit 2001 mit viel Eigeninitiative sowie mit Unterstützung durch ihre Forschungsgruppen und Sponsoren vorangetrieben. Für ihr Engagement wurden sie von der Josef Wund Stiftung jetzt mit dem Undine Award ausgezeichnet. Das Preisgeld wollen Schäfer und Richards direkt in die Umsetzung ihres Projekts investieren: Als nächstes ist ein Living Lab als Langzeitstudie mit zehn Anlagen in Afrika geplant.

Methanol, Anwendung Vorteile Nachteile

Du fängst den Wind niemals ein, der Wind will nicht gebunden sein, rastlos weht er über Stadt und Land und hält nicht an. Ein Liedtext von Howard Carpendale, Fred Jay und Wilhelm Brech aus dem Jahre 1974. Man kann den Wind nicht einfangen, aber die Windenergie nutzen.

Energie aus Windkraft kann man natürlich nur gewinnen, wenn der Wind weht. Da gibt es ein kleines Problem: Oft entsteht die Energie, wenn man sie gar nicht benötigt und benötigt man Energie, dann geht kein Wind. Die überschüssige Energie muss also gespeichert und transportiert werden.

Nun gibt es seit mehreren Jahren bereits die Idee Wasserstoff als Energieträger zu benutzen. Also die Energie in Wasserstoff zu speichern. Da gibt es aber das nächste Problem! Wasserstoff lässt sich in der Elektrolyse zwar relativ gut erzeugen, ist anschließend aber weder als Gas noch als Flüssigkeit einfach genug handhaben.

Ein Umweg könnte der Metha-Cycle sein: Aus der Elektroenergie durch Windkrafträder oder Photovoltaikanlagen wird Wasserstoff erzeugt. Dieser wiederum wird mit CO2 in Methanol umgewandelt. Methanol kann man in geschlossenen Behältern speichern und transportieren. Gelinde gesagt, ein recht großer Umweg. Aber wo wir gerade beim Thema sind

Warum nutzt man nicht Methanol als Kraftstoff?

Der Methanol-Kraftstoff hat viele Bezeichnungen: M100, Methol, Spritol, Methyloxyhydrat, Methynol, Pyroholzether, Spiritol, Holzin, Holzalkohol, Holzspiritus, Karbinol, Holzgeist, Carbinol, Methylalkohol sind die gängigsten Synonyme für den Kraftstoff.

Die chemische Summenformel von Methanol ist CH₃OH, die Dichte beträgt 0,79 kg/l wir haben einen Heizwert von 4,4 kWh/ l und einen Brennwert von 5,0 kWh/l. Die Daten sind von reinem Methanol.

Reines Methanol hat tatsächlich zahlreiche Vorteile. Methanol ist leicht entzündlich und verbrennt an der Luft sauber (ohne sichtbare Flamme) zu Kohlendioxid und Wasser. Technisches Methanol reduziert durch einen höheren Wasseranteil die Heiz- und Brennwerte. Methanol verfügt über eine hohe Klopffestigkeit (ROZ 106-114). Das erlaubt ein höheres Verdichtungsverhältnis im Vergleich zu klassischen Benziner oder Diesel-Motoren.

Wegen den Vorteilen wird Methanol oft als westlicher Bestandteil von Rennkraftstoffen eingesetzt. Im Vergleich zu Benzinmotoren könnte eine bis zu 10 % höhere Motorleistung und ein etwa 15 % besserer thermischer Wirkungsgrad erzielt werden, der Kraftstoffverbrauch müsste sinken. Methanol könnte vom Prinzip her alle flüssigen Kraftstoffe, die heute in der Infrastruktur im Einsatz sind, langfristig ersetzen. Selbst Flugbenzin könnte man aus Methanol herstellen.

Methanol gibt es bereits als Kraftstoff!

Methanol (M100) ist als Kraftstoff in der EU bereits genormt und enthält mindestens 82% Methanol. In China ist man etwas weiter. Dort gibt es bereits M100-Tankstellen sowie die passenden Fahrzeuge, die nun in einem Feldversuch den Kraftstoff erproben. Die Herstellungskosten für den M100 Kraftstoff sind günstiger als bei den klassischen flüssigen Kraftstoff, auch die Herstellungskosten der Fahrzeuge könnten gesenkt werden. Der Kraftstoff Methanol ist darüberhinaus noch gut biologisch abbaubar.

Methanol kann also aus einer breiten Palette von Rohstoffen hergestellt werden, was es zu einem der flexibelsten chemischen Rohstoffe und Energiequellen macht. Methanol ist darüber hinaus der weltweit am häufigsten verschiffte chemische Rohstoff und gehört zu den fünf am häufigsten gehandelten Chemikalien der Welt. Es wird seit über 100 Jahren sicher gelagert, transportiert und gehandhabt. Methanol weist viele wünschenswerte Eigenschaften auf, die es zu einem ausgezeichneten Kraftstoff für Ottomotoren machen, darunter eine hohe Oktanzahl und eine verbesserte Effizienz.

Für Automobilhersteller enthält Methanol Sauerstoff für eine sauberere Kraftstoffverbrennung, eine niedrigere Siedetemperatur für eine bessere Kraftstoffverdampfung und eine höhere Mischoktanzahl für eine sanftere Verbrennung und eine bessere Motor-Innenkühlung.

Im Vergleich zu Benzin hat Methanol eine geringere Flüchtigkeit, Dampfdichte und Wärmefreisetzungsrate bei einem Poolbrand. Es erfordert auch eine höhere Konzentration, um ein brennbares Gemisch in der Luft zu bilden. Ein weiterer Vorteil von Methanol ist jedoch, dass dank seiner Mischbarkeit reine Methanolbrände mit Wasser gelöscht werden können. Methanol-Benzin-Mischungen werden auf der ganzen Welt verwendet, vor allem in China, wo die Nachfrage weiter steigt. Methanol ist eine Schlüsselkomponente bei der Herstellung von Biodiesel.

Wo viel Licht, da gibt es natürlich auch Schatten: Die Nachteile von Methanol

Methanol kann sehr gefährlich und giftig sein, vor allem wenn man es nicht sorgfältig und sicher handhabt. Das gilt übrigens auch für andere alternative Kraftstoffe sowie für Benzin und Diesel, aber die Einnahme von Methanol kann zur Erblindung oder bei höheren Dosen auch zum Tod durch Atemlähmung führen. Das Gefährliche ist, dass sich Methanol in Geruch und Geschmack nicht von Ethanol unterscheiden lässt. Deshalb funktioniert unsere eingebaute Gefahrenerkennung bei Methanol nicht.

Wo wir gerade bei einer Atemwegerkrankung sind: Methanol ist ein Industrieprodukt, welches giftig ist und aus dem Grund auch nicht in Handdesinfektionsmitteln und Flächendesinfektionsmitteln verwendet werden darf, wenn die Gefahr einer Exposition durch Hautkontakt, Einatmen oder Verschlucken besteht. Also vor Corona bzw. einer COVID-19 Infektion wird uns Methanol nicht schützen.

Tanken wir in der Zukunft anstatt Wasserstoff vielleicht Methanol?

Methanol könnte aber der Kraftstoff der Zukunft sein, bei Bedarf kann man aus dem Methanol wieder den Wasserstoff ziehen und anschließend zur Stromerzeugung nutzen. Die Energie ist ja nie weg, sie ist immer nur anders gespeichert. Im physikalischen Sinne kann Energie nicht verlorengehen, sie wird nur nicht genutzt.

Klingt zu schön um wahr zu sein, oder?

Es gibt bereits eine Testanlage zur Wasserstofferzeugung aus Methanol. Errichtet wurde diese an der Friedrich-Alexander-Universität (FAU) in Erlangen-Nürnberg. Die Brennstoffzelle als Teil des Demonstrators produzierte dauerhaft Strom mit einer Leistung bis zu 39 Watt. Das reicht zum Beispiel um eine Leuchtstofflampe aufleuchten zu lassen, vielleicht sollten wir doch über andere Kraftstoffe nachdenken?

Auf der IAA 1997 stand der Mercedes-Benz NECAR3, der von einer Methanol-Brennstoffzelle versorgt wurde. Bedingt durch den Platzbedarf des Methanol-Reformers hatte das Fahrzeug allerdings nur zwei Sitze. Ein Methanol-Reformer wird in der Brennstoffzellentechnik verwendet, um aus einem Methanol-Wasser-Gemisch unter Freisetzung von Kohlendioxid reinen Wasserstoff zu erzeugen. Mit dem Mercedes-Benz NECAR 3, der auf der A-Klasse der Baureihe 168 basierte, konnte eine Höchstgeschwindigkeit von 120 km/h erzielt werden. Die Idee kein Wasserstoff in Druckgastanks mitzuführen ist also ein alter Hut.

Ideenausverkauf gefährlich

Genau das ist in Deutschland im Zusammenhang mit dem profitträchtigen Handel mit China vernachlässigt worden, zum Teil mit wurden Patente, die Milliarden gekostet haben, den Chinesen kostenlos überlassen. Da erinnere ich nur an die Magnet-Schwebebahn ‚Transrapid‘, die mittlerweile in China zu einem das gesamte Land überdeckenden Mobilitäts-Netz ausgebaut wird – nur weil eine Grünen-Ideologie die Chancen verkannt hat. Demnächst kann China auf tausende von Inlandflügen umweltschonend verzichen.

Jean Pütz

(pts) – In einer Umfrage, die vor Kurzem von gfs.bern durchgeführt wurde, thematisierte Interpharma die Triebkräfte der Innovation in der Schweiz. Grossmehrheitlich ist die Bevölkerung davon überzeugt, dass ein starker Schutz des geistigen Eigentums die Innovationskraft der Unternehmen fördert. Die Schweiz muss sich daher bei der WTO weiterhin gegen jegliche Aufhebung von Patenten wehren.

Die Schweiz verfügt über keine eigenen Rohstoffvorkommen. Daher hat sie ihre Forschungskapazitäten weiterentwickelt und ist so im Laufe der Jahre zu einem der innovativsten Länder geworden. Ein erstklassiges Bildungssystem, Universitäten mit internationalem Renommee, offene Grenzen oder ein starker Schutz des geistigen Eigentums werden von über 8 von 10 befragten Personen als grundlegende Innovationstreiber in unserem Land erachtet.

Zudem gehen 80 Prozent der Schweizer Bevölkerung davon aus, dass der Schutz des geistigen Eigentums die Innovationskraft der Unternehmen begünstigt:

Die Schweiz muss sich weiterhin gegen eine Ausnahmeregelung für die COVID-19-Impfungen einsetzen.

Interpharma ist der Ansicht, dass die laufenden Verhandlungen bei der Welthandelsorganisation (WTO), die auf eine Schwächung der Rechte des geistigen Eigentums abzielen, in die falsche Richtung gehen und die Entwicklung künftiger Innovationen gefährden. Eine der wichtigsten Lehren aus der Pandemie ist nämlich, dass Innovation und Partnerschaften bei der Entwicklung der Impfstoffe und der Impfstoffversorgung eine grundlegende Rolle gespielt haben. Die Basis dafür bildet ein stabiles und solides System zum Schutz des geistigen Eigentums. Eine Schwächung dieses Systems hätte schädliche Folgen: Die Produktion und die erforderlichen Partnerschaften würden beeinträchtigt und die Forschung und die Entwicklung gebremst, was sich negativ auf die Investitionen im Hinblick auf eine künftige Pandemie auswirken würde.

Die Pharmaindustrie hat im Jahr nach der Zulassung der COVID-19-Impfstoffe 12 Milliarden Impfdosen hergestellt. Heute kann die Industrie pro Monat über eine Milliarde Impfdosen produzieren. Das Problem liegt nicht in der Produktion, sondern beim Transport der Impfstoffe und beim Verimpfen. Eine Aufhebung des Patentschutzes hätte keine einzige zusätzliche Impfung zur Folge, sondern würde im Gegenteil die Reaktion der wissenschaftlichen Gemeinschaft auf künftige Mutationen und Pandemien entscheidend beeinträchtigen. Die aktuellen Vorstösse müssen zugunsten von Massnahmen fallen gelassen werden, die zwar schwieriger umzusetzen sind, die aber das Leben der Bevölkerung effektiv verbessern würden: Unterstützung der Länder bei Vorbereitungsmassnahmen, Förderung einer gerechten Verteilung und Stimulation der Innovation.

Zisterne schont knappe Wasserreserven

Die Warnung in dieser Pressemitteilung kann ich nur unterstützen, allerdings frage ich mich, warum die Politik noch nicht auf eine naheliegende Lösung aufmerksam gemacht hat. Im Mittelalter und in der Neuzeit war es üblich, dass aus praktischen Gründen jedes Haus mit einer Zisterne ausgestattet wurde. Diese unselige Vermischung zwischen Abwasser und Regenwasser kann bei Stark-Regen ein großes Problem darstellen. eine Zisterne würde diesen Effekt vermindern. In Italien, selbst in extrem trockenen Gegenden, wurde fast alle Zisternen stillgelegt, als die zentrale Trinkwasser-Versorgung in der Infrastruktur üblich wurde. Das weiß ich aus persönlicher Erfahrung. Aber auch in Deutschland ließe sich enorme Wasserreserven sparen, wenn eine dritte Wasserleitung für Brauwasser z. B. für Toilettenspülung, Gartenbewässerung usw. üblich würde. Es verwundert einen schon, dass die grünen Politiker bisher nicht auf diese Idee gekommen sind, jedenfalls würde es sehr Schonung der knappen Wasserreserven dienen.

Jean Pütz

Grundwasser ist eine absolut lebensnotwendige Ressource, ein unsichtbarer Schatz, der auch langfristig qualitativ und mengenmäßig geschützt werden muss. Ein Paradigmenwechsel in der Landwirtschaft ist notwendig, um die wichtigste Trinkwasserressource in Deutschland vor zu hohen Einträgen von Nitrat und Pflanzenschutzmitteln zu bewahren. Der Klimawandel bedingt ein neues Grundwassermanagement, um auch langfristig Wasser in ausreichender Menge für Menschen, Landwirtschaft, Natur und Industrie zur Verfügung stellen zu können. „Für diesen Grundwasserschutz arbeitet die deutsche Wasserwirtschaft. Wir fordern das Düngerecht nachzubessern und den ökologischen Landbau weiter zu stärken. Wir stehen für zielführende Kooperationen mit der Landwirtschaft, eine hochwertige Abwasserbehandlung, ein intelligentes Regenwassermanagement und die technisch-wissenschaftliche Beratung der Politik“, betont Prof. Uli Paetzel, Präsident der Deutschen Vereinigung für Wasserwirtschaft, Abwasser und Abfall (DWA), anlässlich des UN-Tags des Wassers am 22. März. Die Vereinten Nationen haben den Tag des Wassers in diesem Jahr unter das Motto „Grundwasser. Der unsichtbare Schatz“ gestellt.

(DWA) – Ohne Grundwasser ist alles Nichts. Grundwasser ist in Deutschland die mit Abstand wichtigste Säule der Wasserversorgung, knapp 70 Prozent des Wassers der öffentlichen Versorgung werden aus Grund- und Quellwasser gewonnen. Sinken die Grundwasserstände, vertrocknen Wälder und der Landwirtschaft fehlt das Wasser für das Pflanzenwachstum. Auch die Industrie ist auf eine ausreichende Wasserversorgung angewiesen, wie aktuell die Diskussion um den Tesla-Standort Grünheide zeigt. Viele Flüsse und Bäche werden zudem über Grundwasser gespeist. Es ist daher einer der wichtigsten Aufgaben der Gesellschaft, die lebenswichtige Ressource Grundwasser zu schützen, vor Schadstoffeinträgen, aber auch vor den Folgen des Klimawandels.

Paradigmenwechsel in der Landwirtschaft notwendig

Hierfür ist ein Paradigmenwechsel in der Landwirtschaft unabdingbar. Weg von der industriellen Massentierhaltung, hin zu einer an die Naturräume angepassten, ökologischen und umweltschonenden Landwirtschaft. Zentrales Problem bleibt der in vielen Regionen deutlich zu hohe Tierbesatz bei zu geringer landwirtschaftlicher Fläche, was zu einem Entsorgungsproblem für Jauche und Gülle und damit zu sehr hohen Nährstoffüberschüssen auf den damit gedüngten Flächen führt. Die Tierhaltung muss flächengebunden sein, hier ist der Gesetzgeber gefordert.

Bereits heute müssen viele Wasserversorger Grundwasser kostenintensiv aufbereiten oder mit Wasser aus anderen Quellen mischen, um die Grenzwerte der Trinkwasserverordnung einzuhalten. Ohne eine Verschärfung der Vorgaben der Düngeverordnung werden diese kostenintensiven Maßnahmen zukünftig deutlich zunehmen, insbesondere wenn das natürliche Nitratabbauvermögen im Boden aufgebraucht ist. Die Kosten dieser Maßnahmen trägt nicht der Verursacher, sondern der Endverbraucher über seine Wasserrechnung.

Klimawandel beeinflusst Grundwasserstände

Die trockenen Sommer 2018 bis 2020 haben bereits deutlich aufgezeigt, dass der Klimawandel erhebliche Auswirkungen auf das Grundwasser hat. Lokal mussten Wasserversorger zum Wassersparen aufrufen und Nutzungseinschränkungen durchsetzen. In Sachsen liegt noch heute der Grundwasserstand fast flächendeckend deutlich unter den normalen Monatswerten. Eine aktuelle Studie der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe warnt insbesondere für die nördlichen und östlichen Bundesländer vor problematischen Grundwasserständen im Zuge des Klimawandels.

Notwendig ist ein bewussterer Umgang mit der Ressource Grundwasser. Bewässerungen müssen grundwasserangepasst organisiert werden, die Entnahme auch mengenmäßig kontrolliert werden. Zur Schonung der Grundwasserressourcen sollte die Wiederverwendung von nach hohen hygienischen Standards aufbereitetem Abwasser entsprechend der EU-Vorgaben auch in Deutschland bundesweit ermöglicht werden. Zudem plädiert die DWA für ein intelligentes Regenwassermanagement. Flächen müssen entsiegelt, Regenwasser, wenn qualitativ möglich, ortsnah versickert werden. Ziel muss die Orientierung am natürlichen Wasserhaushalt sein. Auch in Deutschland muss jetzt ein Umdenken stattfinden, damit der Schatz Grundwasser zukünftigen Generationen zur Verfügung steht. Dafür arbeiten wir.

Zum Tag des Wassers veranstaltet die DWA am 22. März einen interaktiven LiveStream, Welche Gefahren drohen dem Grundwasser? Wir wirkt sich der Klimawandel auf das Grundwasser aus? Und welche Folgen hat der Braunkohleausstieg auf die regionalen Wasserhaushalte? Ihre Fragen, unsere Experten. Schalten Sie sich zu.

Handwerk ist Hightech

(Luxemburger Wort) – Das Dasein als Handwerker ist körperlich anstrengend, langweilig, man macht sich die Hände schmutzig, wird schlecht bezahlt, es gibt kaum Aufstiegschancen und überhaupt sind Handwerkerberufe nichts wert.

Diese Vorurteile haben sich über die Jahrzehnte in den Köpfen der Menschen eingebrannt, mit ernst zu nehmenden Konsequenzen: Eltern raten ihren Kindern von einer handwerklichen Laufbahn ab und die Berufsausbildung ist mittlerweile ein Sammelbecken für schwache Schüler, denen nichts anderes übrig bleibt, als diesen Weg einzuschlagen. Dem gegenüber steht ein Sektor, der händeringend nach gut ausgebildeten Fachkräften sucht.

Das Image des Handwerks muss also dringend aufgewertet werden. Das sagt die CSV, die dazu eine Interpellation beantragt hatte. Dass diese es erst am Donnerstag, neun Monate nach dem Antrag, auf die parlamentarische Tagesordnung geschafft hat, ist nach Dafürhalten des arbeitspolitischen Sprechers Marc Spautz ein Zeichen für den geringen Stellenwert des Handwerks – auch in der Politik.

Das Handwerk habe in Luxemburg eine lange Tradition, sagte Spautz, aber die Zeiten hätten sich geändert. „Handwerk ist heute Hightech“, sagte Spautz, also anders als früher. Und spannender. Er plädierte für eine Image-Kampagne – bei Schülern ab der Grundschule und bei den Eltern, „um ihnen zu zeigen, dass das Handwerk interessant ist und Zukunfts- und Karrierechancen bietet“. Luxemburg müsse mehr Handwerker ausbilden, statt sich auf ausländische Fachkräfte zu verlassen.

Damit das gelingen kann, muss die Ausbildung aufgewertet und vor allem die Orientierung verbessert werden, meinte Spautz. Dass es bei der Orientierung hakt, hatte zuletzt auch der Generaldirektor der Handwerkskammer, Tom Wirion, im Gespräch mit dem „Luxemburger Wort“ klargemacht. Spautz plädierte – wie Tom Wirion – für eine Orientierung in der unteren Sekundarstufe nach Talenten, und er schlug die Einführung eines verpflichtenden Praktikums im Classique vor, „damit auch diese Schüler mit dem Handwerk in Kontakt kommen“.

Für sie müssten zusätzliche Ausbildungsperspektiven geschaffen werden, zum Beispiel durch eine Aufwertung des Technikerdiploms und durch neue Ausbildungsmodelle – Stichwort Doppelabschluss Abitur/DAP, wie er im Koalitionsprogramm vorgesehen, aber bis dato nicht umgesetzt worden ist. Neue Ausbildungsperspektiven, aber auch durch eine Ausweitung des Angebots an weiterführenden Studien (BTS, Bachelor) und eine Zusammenarbeit mit ausländischen Hochschulen und Universitäten.

An Bildungsminister Claude Meisch (DP) lancierte Spautz den Appell, das Image und den Stellenwert des Handwerks zu verbessern. Claude Lamberty (DP) fand, der Minister habe bereits viel auf den Weg gebracht, um das Handwerk und die Berufsausbildung aufzuwerten, allerdings brauche es einen Mentalitätswandel in der Gesellschaft, damit das Erlernen eines Handwerks wieder „erste Wahl“ wird.

Auch Tess Burton (LSAP) warnte vor einer „Orientierung nach unten“, denn: „Wir brauchen gut ausgebildete Fachkräfte, denn die Anforderungen im Handwerk werden immer komplexer.“

Charles Margue (Déi Gréng) zufolge hat die Gesellschaft ein gestörtes Verhältnis zum Handwerk: „Wir brauchen Handwerker, aber wir liefern nicht. Jedenfalls nicht genug.“ Auch er stellte fest, dass handwerkliche Berufe nicht die Anerkennung haben, die sie verdienen und lancierte einen Appell an die Eltern, sich zu informieren und ihre Kinder zu unterstützen, „wenn sie Interesse am Handwerk haben“. Margue und Burton bemängelten, dass es kaum Brücken vom Classique ins Handwerk gebe.

Margue fand es darüber hinaus „beunruhigend, dass Schüler in internationalen Schulen kaum bis gar nicht mit dem Wirtschaftszweig in Kontakt kommen“.

Fred Keup (ADR) bedauerte, dass viele junge Menschen mit einer Handwerkerausbildung sich wegen der höheren Gehälter für einen Job im öffentlichen Dienst entscheiden und schlug vor, Betriebe finanziell zu unterstützen, wenn Beschäftigte in den ersten drei Jahren den Betrieb verlassen.

Myriam Cecchetti (Déi Lénk) beklagte die hohe Misserfolgs- und Schulabbrecherquote in der Berufsausbildung, die bereits im Fondamental absehbar sei. Sie sieht die Lösung in einer Gesamtschule (tronc commun), die sich dem Lernrhythmus aller Schüler anpasst.

Sven Clement (Piraten) bedauerte seinerseits, dass Schüler sich zwischen Abitur und dem Erlernen eines Handwerks entscheiden müssten und forderte neue Optionen, um Abitur und Handwerk miteinander zu verbinden.

„Wir sind auf den hier vorgeschlagenen Pisten drauf“, meinte Bildungsminister Claude Meisch (DP). Zusammen mit den Berufs- und Arbeitnehmerkammer sowie dem Patronat sei er dabei, die Programme an die Berufsrealität anzupassen. Man habe neue Ausbildungen geschaffen, verstaubte reformiert und sie zum Teil mehrsprachig gemacht.

Auch sei man dabei, für alle Ausbildungen einen Zugang zu weiterführenden Studien zu schaffen. „Wir haben Ruhe in die Berufsausbildung gebracht“, meinte der Minister, „sodass wir jetzt ein positives Bild nach außen ausstrahlen und uns auf das Wesentliche konzentrieren können: die Weiterentwicklung und das Image der Berufsausbildung.“

Energie aus Schurkenstaaten für Deutschland

(Tagesschau) – Die Reise nach Katar war für den Wirtschaftsminister ein erster Erfolg – das Emirat will Gas liefern. Die bittere Nachricht: Für den kommenden Winter sei man dennoch weiter auf russisches Gas angewiesen, so Habeck im Bericht aus Berlin.

Nach seiner ersten Station in den Golfstaaten kann Wirtschaftsminister Robert Habeck erste Fortschritte vermelden: Mit dem Emir von Katar, Tamim bin Hamad Al Thani, vereinbarte der Grünen-Politiker eine langfristige Energiepartnerschaft. Damit ist die Bundesregierung ihrem Ziel einen Schritt näher, sich von russischen Gaslieferungen unabhängig zu machen. Im Bericht aus Berlin stellte Habeck aber auch klar: „Die bittere Nachricht ist: Wir brauchen noch russisches Gas.“

Denn wie die Partnerschaft mit Katar im Detail aussehen soll, ist noch nicht klar. Laut Habeck waren einige deutsche Firmen schon vor der Reise mit katarischen Unternehmen in Verhandlungen, diese hätten aber noch einen „politischen Push gebraucht und den konnten wir heute erzielen“, sagte der Vizekanzler im Bericht aus Berlin.

Keine Gespräche über Waffenlieferungen

Im Interview betonte er, dass es keine Koppelgeschäfte gegeben habe – also keine Gespräche etwa über Waffenlieferungen für die Kataris im Gegenzug. An keiner Stelle sei das von katarischer Seite angesprochen worden.

Wichtig sei für Katar eine langfristige Strategie Deutschlands: „Sie wollen eben nicht nur Lückenbüßer sein für eine verfehlte Energiepolitik in der Vergangenheit“, so Habeck.

Katar gilt als ein Baustein in Habecks Strategie – die kurzfristige, mittelfristige und langfristige Ziele umfasst. Kurzfristig sollen Flüssiggas-(LNG)-Lieferungen auch aus Katar dabei helfen, für den kommenden Winter die Gasversorgung in Deutschland zu sichern. Mittelfristig soll auch LNG-Gas aus Katar an geplanten deutschen LNG-Terminals, etwa in Brunsbüttel, anlanden – dazu braucht es Lieferverträge mit deutschen Unternehmen.

Fehler der letzten Jahrzehnte zu beheben, braucht Zeit

Langfristig aber, und das ist das größte Ziel, will Deutschland komplett raus aus fossilen Energien. Auch das betonte der Wirtschaftsminister im Bericht aus Berlin noch einmal. Das bedeute kurzfristig: „Wir brauchen eine Gasreduktionsstrategie.“ So sollten zum Beispiel keine neuen Gasheizungen mehr gefördert werden und es müsse deutlich mehr in die Gebäudedämmung investiert werden.

„Es ist nichts, was ich gern sage – aber wir werden vorübergehend noch russisches Gas brauchen“, sagte Habeck. Trotz aller Bemühungen bräuchte die Bundesregierung ein bisschen länger, denn „die strategischen Fehler der letzten Jahrzehnte lassen sich nicht innerhalb von drei Wochen ungeschehen machen“.

Ein baldiges Embargo für russisches Gas kommt laut Wirtschaftsminister nicht in Frage – denn die Auswirkungen würden nicht alle Bürger gleich treffen: In einzelnen Regionen würde es kalt werden, bestimmte Arbeitsprozesse zusammenbrechen. Aber alle könnten dazu beitragen, den Bedarf zu reduzieren und politisch müssten entsprechende Regeln gesetzt werden. Etwa mit dem gerade debattierten Entlastungspaket.

Gespräche über Wasserstoff in VAE

Im Gespräch ist ein Energiegeld, dessen genaue Umsetzung noch nicht geklärt ist – etwa, auf welchem Weg jeder Bürger das Geld erhält. Flankiert sein müsse das Projekt allerdings mit Effizienzmaßnahmen, die den Bürgern einen Anreiz für eine weitere Reduktion des Energieverbrauchs böten. Dem von Finanzminister Christian Lindner vorgeschlagenen Tankrabatt für alle erteilte Habeck eine Absage.

Habeck will noch heute in die Vereinigten Arabischen Emirate weiterreisen. Dort sind morgen Gespräche über grünen Wasserstoff geplant, der ohne CO2-Emissionen auf Basis erneuerbarer Energien hergestellt wird.

 

Frieden schaffen und auf Stolz und Hass verzichten

Vorschlag eines meiner Facebook-Abonnenten, der zum Denken anregt

Mark Borchert schrieb mir einen beachtenswerten Kommentar zu meinem Beitrag bei Facebook anlässlich des Russland Ukraine Kriegs, Ausrufezeichen der Titel war David gegen Goliath und David verliert.
Herr Jean Pütz
Ich kann sämtlichen Ihrer Worte zustimmen.
Natürlich möchte jeder sein Hab und Gut schützen und dieses nicht in Feindes Hand geben. Die Bürger der Ukraine haben ihren Stolz aber der wird leider dazu führen das dieses Land in Schutt und Asche gelegt wird und es noch mehr Tote gibt. Diese Toten sind vermeidbar denn als kleiner Koala Bär kann man nicht gegen einen Grizzly anstinken. Noch können die Ukrainer ihr Land und Volk retten. Auch wenn sie sich jetzt bis aufs letzte Hemd aufreiben, werden die Gespräche über die Zukunft der Ukraine von anderen Mächten geklärt.
Stolz kann einen auch töten und das ist den Menschen wohl nicht bewußt. Die Ukraine kann später nur als Pufferzone zwischen dem Westen und Osten fungieren und weder der Osten, noch der Westen dürfen die Ukraine für sich beanspruchen.
Ich hoffe das sich die führenden Ukrainer Gedanken machen und nicht noch weitere Leute in den Tot gehen müssen bevor sie merken, daß sie sich in einem Kampf befinden den sie jetzt nicht gewinnen können.

Neue Hoffnung für die Stammzelltherapie

(Helmholtz) – Kranke durch gesunde Zellen ersetzen: Das ist eines der wichtigsten Ziele der regenerativen Medizin. Besonders viel Hoffnung setzen Forschende auf das Konzept der Zellumprogrammierung, bei dem sie einen bestimmten Zelltyp in einen anderen verwandeln. Forschende von Helmholtz Munich haben es geschafft, die Effizienz der Zellumprogrammierung deutlich zu verbessern. Der neue Ansatz birgt großes Potenzial für Zellersatztherapien.

Ausgereifte menschliche Zellen haben eine besondere Einschränkung: Sie können nur neue Zellen des eigenen Typus hervorbringen. Eine Hautzelle kann beispielsweise niemals eine Muskelzelle bilden, sondern nur weitere Hautzellen. Daher eignen sich diese Zellen nicht für Zellersatztherapien. Im frühen Stadium der embryonalen Entwicklung gibt es jedoch Zellen, die alle Zelltypen unseres Körpers erzeugen können, einschließlich Stammzellen. Deshalb bezeichnet man diese Zellen als totipotente Zellen. Wissenschaftler:innen weltweit versuchen, diese Totipotenz im Labor mit Hilfe der Zellumprogrammierung nachzubauen, um damit neue Therapieansätze für kranke Menschen zu ermöglichen.

Für totipotente Zellen ticken die Uhren anders
Bislang kennen wir noch nicht alle Eigenschaften von totipotenten Zellen. Nun haben Forschende bei Helmholtz Munich eine neue Entdeckung gemacht: „Wir haben herausgefunden, dass in totipotenten Zellen, die wir auch als die Mutterzellen der Stammzellen bezeichnen, die DNA-Replikation in einem anderen Tempo abläuft als in anderen, weiterentwickelten Zellen. Tatsächlich ist die Geschwindigkeit deutlicher langsamer als in allen anderen von uns untersuchten Zelltypen“, erklärt Tsunetoshi Nakatani, Erstautor der neuen Studie.

Die DNA-Replikation zählt zu den wichtigsten biologischen Prozessen unserer Zellen. Im Laufe unseres Lebens erzeugt eine Zelle während jeder ihrer Zellteilungen eine exakte Kopie ihrer DNA, so dass die entstehenden Tochterzellen das identische genetische Material tragen. So wird die korrekte Weitergabe unseres Erbguts ermöglicht.

Darüber hinaus entdeckten die Wissenschaftler:innen, dass die Geschwindigkeit der DNA-Replikation auch in künstlich erzeugten totipotent-ähnlichen Zellen aus dem Labor wesentlich geringer als bei anderen Zelltypen ist. „Nach dieser Beobachtung, stellten wir uns die Frage: Wenn es uns gelingt, die Geschwindigkeit der DNA-Replikation bewusst zu verlangsamen, können wir dann weiterentwickelte Zellen besser in totipotente Zellen umprogrammieren?“, so Nakatani.

Langsameres Tempo führt zu verbesserter Zellumprogrammierung
Der Verdacht bestätigte sich: In einem groß angelegten Experiment stellten die Forschenden fest, dass eine Verlangsamung der DNA-Replikationsgeschwindigkeit (beispielsweise durch eine Begrenzung des Substrats, das die Zellen für die DNA-Synthese benötigen) die Effizienz der Zellumprogrammierung erhöht. Die Zellen konnten sich deutlich schneller in einen anderen Zelltyp umwandeln.

„Das sind faszinierende Ergebnisse“, sagt Studienleiterin Maria-Elena Torres-Padilla. „Wir haben in den letzten Jahren totipotente Zellen ausführlich studiert um herauszufinden, wie sie alle Zellen unseres Körpers erzeugen können. Dies ist eine unserer grundlegenden Forschungsstrategien im Bereich der regenerativen Medizin. Unser neues Konzept ist so simpel und dennoch so bahnbrechend – wir glauben, dass es der Stammzelltherapie zu großen Fortschritten verhelfen wird.“

Zu den Personen
Prof. Maria-Elena Torres-Padilla leitet bei Helmholtz Munich das Stem Cell Center und führt ihr eigenes Institut für Epigenetik und Stammzellen. Sie ist Professorin für Stammzellbiologie an der Ludwig-Maximilans-Universität München. Tsunetoshi Nakatani ist der Erstautor dieser Studie und arbeitet als Postdoc in Torres-Padillas Gruppe bei Helmholtz Munich.

Regenerative Energieversorgung in Deutschland und Europa

Eine regenerative Energieversorgung in Deutschland und Europa – ist das möglich?

Eine Pressemitteilung vom EU-Abgeordneten Dr. Christian Ehler, aktives Mitglied im Ausschuss für Industrie, Forschung und Energie, veranlasste mich, einen realistischen Vorschlag zur Lösung der Probleme zur Versorgung von Deutschland und Europa mit konkurrenzfähiger regenerativer Energie zu entwickeln, die ein Minimum an Investitionen in die Infrastruktur ermöglicht.

Sehr geehrter Dr. Ehler,

Wir kennen uns von einem Besuch in Brüssel mit der Delegation der Wissenschaftskonferenz – wpk.org. Dank für Ihre Überlegungen zur zukünftigen regenerativen Energieversorgung Europas. Da liegt vieles noch im Wolkenkuckucksheim, deshalb gestatten Sie mir einen konkreten Vorschlag zu machen.

Die wichtigste Basis-Energie für regenerative Versorgung der Zukunft ist tatsächlich der aus Sonne oder Wind gewonnene Wasserstoff. Aber in unseren Breiten ist zumindest der mit Fotovoltaik gewonnene nur ein Tropfen auf den heißen Stein. Außerdem ist H2 wegen der geringen Dimension seines Moleküls extrem flüchtig, lässt sich nur bei – 252°C verflüssigen, die Alternative der Speicherung unter hohem Druck ist im Alltagsgebrauch, z. B. der Verteilung über Tankstellen, wegen der Flüchtigkeit und dem hohen Druck sehr gefährlich. Außerdem bedarf es enormer Investitionen in die Infrastruktur. Deshalb habe ich ein Konzept entwickelt, welches diese Nachteile inkl. der extrem hohen Investitionen in die Bereitstellung des Wasserstoffs behebt. Die Wasserstoffproduktion über die Elektrolyse ist nur dann konkurrenzfähig, wenn der Strompreis nicht höher als 1 Cent/Dollar pro kWh beträgt. Das ist im Inland in unseren Breiten nicht erreichbar, egal wie kostengünstig Solarpaneele produziert werden können. Da sind einige Technologien, w. z. B. die Perkowskit-Solarzelle in der Pipeline.

Also Wunschdenken weg und dort riesige Wasserstoff-Produktionswerke errichten, wo die Sonne länger, intensiver und regelmäßiger scheint. Das ist in den Subtropen im Übergang zu den Tropen der Fall. Es betrifft also vorwiegend die ärmsten Länder auf diesem Globus, genannt die der 3. Welt, die außerdem besonders von den Folgen der Klimaänderung betroffen sind. Insbesondere am Rande von Wüsten gibt es genügend Nutzungsflächen für die Aufnahme von hunderten von Quadratkilometer-großen Fotovoltaik-Parks.

Soweit so gut, aber der Wasserstoff ist auch dort nicht der Weisheit letzter Schluss und generell händelbar oder nur unter großen Gefahren. Deshalb bitte ich inständig, an Ort und Stelle vorhandene Technologien zu nutzen ( von Deutschen Leibniz-Instituten  und vom MIT in den USA entwickelt), die dank genialer Katalyse-Filter unter geringem Einsatz elektrischer Energie und zu Hilfenahme von CO2 (Kohlensäure) in Methanol-Methyl-Alkohol umwandeln. Dieses grüne Methanol ist in der Lage, alle bisherigen fossilen Energieträger ohne große Investitionen in die Infrastruktur zu ersetzen. Die Zusatzkosten für seine Produktion an Ort und Stelle machen sich hundert Mal bezahlt, denn selbst für Transport und Verteilung von Methanol sind alle Voraussetzungen bereits vorhanden: Tankschiffe, Tanklaster, vorhandene Tankbehälter an Tankstellen. Aber auch zur Produktion von Elektrizität und Wärme zur Versorgung der Gebäude, in der chemischen Industrie und allen weiteren Industrie-Sparten, umgesetzt in lokalen Brennstoffzellen oder Kleinkraftwerken – alle Vorrichtungen sind weitgehend vorhanden und müssen nicht mit Milliarden-Investitionen neu errichtet werden – oder wenn, extrem Energie sparend.

Der größte Vorteil allerdings besteht auch darin, dass diese Produktionsstätten dezentral über den gesamten Globus verteilt werden können, was die heutige Monopolstellung der Länder, die derzeit fossile Energie liefern, auflöst. Im Nebeneffekt können überall dort, wo in Mitteleuropa und Amerika bisher die meisten Arbeitsplätze entstanden sind, Entwicklungshilfe auf Augenhöhe geleistet werden. Denn eins ist klar, der extreme Terrorismus hat nur dort eine Chance, wo die Familien nicht einmal ihre eigenen Kinder ernähren können. Also mehrere Fliegen mit einer Klappe.

Ein Kröte muss allerdings geschluckt werden: Woher soll  der für die Produktion aus Wasserstoff notwendige CO2 oder Kohlensäure kommen. Man könnte ihn aus der atmosphärischen Luft gewinnen, aber das ist sehr kostspielig, aber eine Alternative sozusagen CO2-reduzierende Senke aus der Lufthülle, die unseren Globus umschließt.

Viel rationaler wäre allerdings, ihn aus den noch in den nächsten 20 Jahren unentbehrlichen Kraftwerken abzusondern, am besten aus den mit Erdgas betriebenen Kraftwerken. Er könnte mit den gleichen Transportmöglichkeiten, die vorher Methanol geliefert haben, an die Produktionsstätten befördert werden. Das wäre ein intelligentes Recycling von CO2 und würde ein CO2-neutrales Handling mit allen Energieverbrauchern ermöglichen – wohlgemerkt, ohne enorme Investition in die Infrastruktur.

Dieses Konzept liegt so auf der Hand, dass es mich wundert, dass es bisher von den Wissenschaftlern der ganzen Welt noch nicht angedacht wurde.

Lieber Herr Ehlert, vielleicht machen Sie sich als einer der wenigen Politiker, die solche Systeme beurteilen können, die Mühe, dies einmal in Europa zur Diskussion zu stellen.

Übrigens auch eine Energie sparende Elektromobilität, die nicht nur auf mit schweren Batterien betriebene Autos beruht, ist  mit diesem Konzept möglich, alles greift ineinander.

Langfristig würde das auch die unsägliche Abhängigkeit von fossilen Energiequellen aus autoritären Staaten begrenzen und damit dem Frieden dienen.

Mit freundlichen Grüßen
Jean Pütz

Hier geht’s zur Pressemeldung zur Energieabhängigkeit

Wladimir Putin und sein Reichtum

(Manager Magazin) – Wie reich ist Wladimir Putin? Die Schätzungen reichen von einer schlichten 77-Quadratmeter-Wohnung bis hin zu einem Vermögen von 200 Milliarden US-Dollar. Fakt ist: Der Kreml-Chef ist so mächtig, dass er seinen Besitz beliebig vermehren und dessen Nachweis verschleiern kann. Putin liebt Luxus – seine inoffiziellen Besitztümer im Überblick.

 

Um etwas über den offiziellen Besitz des Wladimir Wladimirowitsch Putin (69) zu erfahren, hilft ein Blick in die Wahlliste zur Präsidentenwahl 2018. Eine Wohnung mit 77 Quadratmetern und eine Garage mit 18 Quadratmetern sind dort aufgelistet. Hinzu kommt nach Angaben des Kreml ein Jahresgehalt von umgerechnet rund 140.000 US-Dollar für den amtierenden Präsidenten. Von diesem Einkommen dürfte sich Putin auch ein oder zwei Autos für seine Garage geleistet haben.

So weit die offiziellen Angaben, die als unteres Ende für die Schätzungen von Putins Reichtum dienen. Am oberen Ende rangiert die Schätzung von Hedgefonds-Gründer und Russland-Kenner Bill Browder, der mit seinem Unternehmen „Hermitage Capital“ zeitweise größter Auslandsinvestor in Russland war. Browder schätzte das Privatvermögen von Wladimir Putin bei einer Anhörung vor dem US-Senat im Jahr 2017 auf 200 Milliarden Dollar: Putin sei damit einer der reichsten Menschen der Welt.

Wer Putins Vermögen bemessen will, braucht nicht in Grundbücher zu schauen oder Kontolisten einzusehen. Der Herrscher im Kreml ist so mächtig, dass er mühelos ein Heer von Oligarchen als Strohmänner einsetzen kann, um seinen wahren persönlichen Reichtum zu verschleiern. „Alles, was zu Russland gehört, betrachtet Putin als sein Eigentum“, sagte der im Exil lebende Oligarch Sergej Putatschew dem „Guardian“. „Jeder Versuch, seinen persönlichen Besitz festzustellen, wird daher fehlschlagen.“

Vor allem nach seiner Wiederwahl zum Staatspräsidenten 2012 habe Putin ein System aus Korruption und Mittelsmännern genutzt, um immer größere Vermögen in die eigene Tasche zu lenken. Eine Gruppe von engen Vertrauten – die meisten kennt Putin noch aus KGB-Zeiten – dient ihm dabei als wandelnde persönliche Brieftasche.