Alle Beiträge von Minge

Prolog: Dekarbonisierung NEIN – Klimarettung JA !

Zunächst eine ganz persönliche Bemerkung: Seit meinem Studium der Ingenieurwissenschaften verfolge ich das Thema Energie. Das hatte auch praktische Gründe, denn fast jede physikalische Formel berücksichtigt das entscheidende Naturgesetz von der Erhaltung der Energie.
Es erleichtert einem das Verständnis einer Formel. Das hat mich immer fasziniert.
Leider legt in den Schulen, das heißt Gymnasium, Gesamt- und Fachschulen, Berufsschulen und so weiter, niemand viel Wert auf die drei wichtigen Grundsätze der Thermodynamik.
Obwohl diese als Voraussetzung für alles physikalische und chemische zu sehen sind. Wie gesagt der erste Hauptsatz beschreibt die Tatsache, dass niemals in einem geschlossenen System Energie verloren gehen kann.
Mindestens alle 14 Tage in meiner Zeit als wissenschaftlicher Gruppenleiter im WDR, bekam ich ein Schreiben, wo jemand mir ein Perpetuum mobile vorstellen wollte. Da ist auch viel Geld vergeudet worden. Der Fehler war, dass man immer von den Kräften ausgegangen ist. Das berühmte Rad von Leonardo da Vinci lässt sich nur begreifen wenn man diesen ersten Hauptsatz der Thermodynamik als Voraussetzung nimmt.

Der zweite Hauptsatz der Thermodynamik, wird meist überhaupt nicht verstanden, die Formel ist zwar simpel aber was dahinter steckt wird selten gelehrt. Es geht nämlich darum dass aus Unordnung nicht ohne weiteres Ordnung entstehen kann. Wärme ist Unordnung par excellence, das heißt die Moleküle bewegen sich völlig ungeordnet in ihrem Bereich.
Noch unverständlicher ist, wenn man den Fremdbegriff erwähnt, die sogenannte Entropie. Sie beschreibt den Grad der Unordnung den ein bestimmtes System besitzt. Nun ist leicht verständlich und auch emotional sofort präsent, dass aus Unordnung nicht ohne weiteres Ordnung entstehen kann.
Wenn ihr Kind ihren Schreibtisch abräumt, dann haben sie zwei Strategien. Sie warten darauf bis ich das selbst ordnet, oder aber sie machen sich die Mühe jedes einzelne Objekt vom Boden aufzuheben und wieder an den im gebührenden Platz zu legen.
Auf das Weltall bezogen bedeutet das, dass alles nach zunehmender Unordnung strebt. Also die Entropie nimmt immer weiter zu.

Interessanterweise ist auf der Erde ein Prozess im Gange, den man als Schöpfung bezeichnen könnte. Aus der Unzahl von Elementen die vor Milliarden Jahren entstanden sind. Das ist sehr übersichtlich im Periodensystem festgehalten.
Jeder Organismus, z.B. eine Pflanze, ist in der Lage chemische Verbindungen aufzugreifen. Dafür ist aber Energie erforderlich, und zwar nimmt die Pflanze diese aus der Sonne, mit Hilfe des Chlorophylls.
Auch die hören Lebewesen sind so entstanden. Stets ist es die DNA die wohl die Erfindung der komplexen Natur geschaffen hat.
Es ist die sogenannte Doppelhelix die vor allen Dingen beim Aufbau der DNA notwendig ist. Dafür benötigen die Menschen Energie die mit unserer Nahrung aufgenommen wird und die uns sogar ermöglicht, mechanische Arbeit zu leisten.

Energie ist also die Fähigkeit Arbeit zu erbringen, z.B. einen Tisch hochheben zu können. Erst wenn wir die Leistung einsetzen und den Tisch bewegen dann wird Arbeit erforderlich. Die Leistung wird in Watt oder Kilowatt ausgedrückt, die Arbeit allerdings in Kilowattstunden. Diese Stunden bedeuten über welchen Zeitraum die Leistung erbracht wurde. Das ist dann ein Mengenbegriff, den wir – wenn wir sie aus dem elektrischen Netz beziehen – auch bezahlen müssen.

Bleiben wir bei der menschlichen Arbeit. Sie bedeutet, dass bestimmte Moleküle in eine exakte Richtung bewegt werden. Dabei wird uns ungewollt warm, das heißt um mit unseren Nährstoffen, die völlig ungeordnet sind, Bewegung zu erzeugen wird eine bestimmte Wärmeenergie frei.
Und dieses Spiel zwischen Wärme und Bewegungsenergie, auch kinetische Energie genannt, bestimmt im Grunde genommen alles was wir unter Physik und manchmal auch unter Chemie verstehen. Die Unterscheidung zwischen ordentlicher und chaotischer Energie ist ein wichtiges Kriterium zum Verständnis dieses ganzen Komplexes. Eins können wir festhalten. Die unordentliche Wärmeenergie ist wesentlich aufwendiger als die ordentliche Bewegungsenergie. Nur ein kleines Beispiel: Wenn Sie morgens einen Liter Tee oder Kaffeewasser im elektrischen Kocher zubereiten, dann können Sie mit der gleichen Energiemenge vier bis fünf normalgewichtige Menschen mit Gepäck 100 Meter hoch in einem Aufzug bewegen also ca. 33 bis 35 Stockwerke.

Der enorme Energieaufwand zur Erzeugung von Wärme wird immer unterschätzt. Wenn wir Wärme umwandeln wollen in Bewegungsenergie, dann kommt der zweite Hauptsatz der Thermodynamik ins Spiel. Bei der Umwandlung von Unordnung in Ordnung, entsteht ein erheblicher Energieaufwand, der z.B. in Wärmekraftwerken in den Kühltürmen ungenutzt in die Atmosphäre entweicht. Durch sogenannte Kraft-Wärme-Kopplung kann man diese Wärme aber dann z.B. zum Heizen von Wohnungen durch sogenannte Fernwärme einsetzen.
Dafür muss das Kraftwerk aber relativ nah an den Verbrauchern gebaut sein. Denn bei mehr als 30 km wird es unwirtschaftlich die Wärme durch isolierte Rohre zu verteilen.

Weil es eben so schwierig ist Unordnung in Ordnung zu bringen, konnten die Menschen in der Vergangenheit nicht über Maschinen verfügen die Ihnen die Arbeit erleichtern könnten. Sie haben zwar auch versucht Tiere also Elefanten, Büffel, Pferde und so weiter als „Arbeitsgeräte“ einzusetzen. Diese waren jedoch verständlicherweise schnell überfordert.
Allerdings haben dann bestimmte Kreise ihre Macht ausgenutzt um Menschen, die bestenfalls 0,5 bis 0,7 Kilowatt leisten können, als Sklaven zu verheizen.

Die riesigen Kunstwerke die wir aus dem Altertum bewundern, wurden meist mit extremer Sklavenarbeit errichtet, dazu gehören die Pyramiden der Ägypter, der Mayas und der Azteken.
Besonders grausam war nach der Entdeckung Amerikas durch die Europäer die Verschiffung Millionen von Afrikanern durch Zusammenarbeit zwischen Arabern und Europäern. Die Hälfte dieser Menschen kam auf den Segelschiffen um, mit denen sie regelrecht verfrachtet wurden. Erstaunlich, dass in einer solchen Zeit die Philosophen die Menschenrechte entdeckten. Das waren Menschen die durch brutale Machtausübung, Arbeit auf Baumwoll- und Zuckerrohr-Feldern verrichten sollten, ohne für ihre Arbeit entlohnt zu werden. Bei gleichzeitig katastrophaler Ernährung.

Aber auch die Europäer mit ihren Kolonien übten Verbrechen aus, die heute als Völkermord bezeichnet werden können. Auch hier waren es wieder die Einwohner die als Sklaven verheizt wurden, ohne Mitleid und Mitgefühl.
Aber auch in Europa, wo die meisten Staaten die Sklaverei abgeschafft hatten, gab es nur für Adlige und eine wirtschaftliche Oberschicht auf Kosten der normalen Armenbevölkerung ein menschenwürdiges Auskommen. Zumindest die Handwerker und Kaufleute konnten sich durch ihre Zünfte einigermaßen von diesen Verhältnissen befreien. Es entstanden Manufakturen mit Arbeitsplätzen, die ein einigermaßen angemessenes Auskommen ermöglichten.

Auch die ersten Fabriken entstanden dort wo man z.B. die Wasserkraft nutzen konnte. Sie beruht ja auf der Schwerkraft bzw. Gravitation und war eine sogenannte ordentliche Energie. Das heißt, sie konnte mit Mühlrädern direkt genutzt werden. Gleiches gilt für die Ausnutzung der Bewegungsenergie des Windes bei den vielen Windmühlen. An Ort und Stelle, entstand auch eine Art Industrie die den Menschen Arbeit und Brot lieferte. Jedoch, die Energie ließ sich nicht transportieren.

Das wurde erst möglich, als James Watt die Dampfmaschine erfand. Also ein Verbrennungsmotor, der die unordentliche Wärme verwandeln konnte in ordentliche Bewegung und mechanische Arbeit. James Watt verleihe ich übrigens nicht nur posthum den Nobelpreis in Physik sondern auch den Friedensnobelpreis. Ich bin ganz sicher dass ohne seine Erfindung die Sklaverei heute noch, Moral hin Moral her, nicht von den zivilisierten Völkern abgeschafft wäre. Deshalb der Friedensnobelpreis. Die Maschinenarbeit wurde einfach unverhältnismäßig preiswerter als einen Sklaven ernähren zu müssen. Die Dampfmaschine machte die Industrialisierung möglich die vor allen Dingen dort entstand wo fossile Energie zur Verfügung stand. Also Braun- oder Steinkohle. Riesige Industrie-Reviere entstanden zunächst in England, anschließend in Deutschland. Besonders im Ruhrgebiet mit Hunderttausenden von Arbeitsplätzen. Die Konsequenzen sind bekannt. Die Industriearbeiter lebten zunächst unter sklavenähnlichen Arbeitsverhältnissen. Karl Marx verdanken sie es, dass aufgrund seines berühmten Spruchs: „Proletarier alle Länder vereinigt euch“, Parteien und Gewerkschaften entstanden sind die auch der Arbeiterschaft Druckmittel verschafften.

Dann wurde eine neue Energie salonfähig: Die Elektrizität. Mit ihr wurde es möglich Energie überall dort verfügbar zu machen wo sie ohne große mechanische Installation benötigt wurde. Dank der Erfindung des elektrischen Motors. Aber auch über Wärmekraftmaschinen konnte man mit Hilfe eines Generators beliebig viel elektrische Energie mit hohem Leistungsvermögen erzeugen. In Form von transformierter Hochspannung konnte die elektrische Energie über weite Strecken transportiert werden. Die elektrische Energie ist ähnlich wie die mechanische Energie eine ordentliche Energie, denn die Ladungsträger im Draht bewegen sich alle in die gleiche Richtung. Der Elektrizität verdanken wir auch in unserem Privatleben enorme Erleichterungen. Gedankenlos können wir heute alle möglichen mechanischen Haushaltshilfen nutzen: Staubsauger, Waschmaschine und so weiter.

Ebenso Werkzeugmaschinen die nach dem Motto, selbst ist die Frau oder der Mann zum Teil den Handwerker ersetzen. Um der Bequemlichkeit Willen haben sich auch der Elektroherd und viele wärmeerzeugende Einrichtungen durchgesetzt. Obwohl es nicht besonders sinnvoll ist unordentliche Wärme mit ordentlicher Energie zu erzeugen.

Die Solarwelt entsteht – Mit einer Einführung von Jean Pütz

Ich empfehle den folgenden Artikel, allerdings mit Einschränkungen. Diese ganze Problematik habe ich ausführlich in meinem Facebook -Account beschrieben.  Wenn Sie Interesse haben, hier der Link, den ich vor ca. 6 Wochen gepostet habe. Darin habe ich das genauso beschrieben. Allerdings möchte ich das sonst hervorragende Portal Gabor Steingarts kritisieren:

Es reicht nicht aus, Wirtschaftsfachmann zu sein, Forderungen zu stellen und viel viel Geld zu investieren, wenn sich irgendwo ein Problem auftut. Auch Sachkenntnis ist erforderlich, und zwar ist in diesem Artikel überhaupt nicht die neueste Entwicklung in  der Photovoltaik berücksichtigt. Mit der Silizium-basierten Methode ist China so weit voraus, dass wir nur hinterher hecheln können, egal wieviel Steuergelder geopfert werden. Das wir sich erst dann ändern, wenn die enormen Möglichkeiten einer neuen Technik zu industrieller Perfektion gebracht wird. Diese Technik heißt: Perowskit. Allein im Karlsruher Institut für Technologie ist die Technik soweit fortgeschritten, dass daraus die völlig Silizium-freien und effektiveren Solarpaneele produktionsreif sind. Dies ist eine Chance, Deutschland wieder zum Marktführer zu machen, so fern nicht auch da wieder die Chinesen die Nase vorn haben. Die Zeit drängt, wie heißt es so schön: packen wir es an.

Auf dieser meiner Homepage finden Sie bereits schon bereits unter dem Stichwort ‚Perowskit oder Perowskit-Technologie ausführliche Erklärungen. Was die Wirtschaft anbelangt, empfehle ich Ihnen den folgen Artikel. Schön wäre es, wenn dass funktionieren würde, aber ich setze auf Perowskit.

Jean Pütz

(Pioneer) – Deutschland war einst der glühendste Verfechter der Solarindustrie auf der Welt. Die Symbolfigur dieser Zeit war Ikarus.

  • 2010 wurde jedes zweite Panel, das irgendwo auf dem Erdball produziert wurde, in Deutschland verbaut.
  • Die Zellen, Module und Photovoltaikanlagen dazu stammten – dank üppiger Einspeisevergütungen – größtenteils aus heimischer Produktion.
  • Die Politik hat die Industrie in Geld gebadet.

Doch im grünen Schaumbad lief frühzeitig das Wasser ab. Vor etwa einem Jahrzehnt schloss die damalige schwarz-gelbe Regierung die Fördertöpfe. Billigimporte aus China hatten den Markt geschwemmt und den Staat auf die Bremse treten lassen. Solarworld und andere Firmen gingen pleite. Deren Bosse, Menschen also wie Sonnenkönig Frank Asbeck, saßen plötzlich auf dem Trockenen.

Der abrupte Ausstieg hat die Abhängigkeit von China erhöht. Chinesische Hersteller dominieren den Markt, die Technik und das Exportgeschäft. So wie das fossile Zeitalter eine Abhängigkeit von Russen, Arabern und Amerikanern schuf, beginnt das Solarzeitalter mit einer vergleichbaren Abhängigkeit: Die Sonne gehört zwar allen, aber die Rechnung für die Empfangsgeräte kommt aus China.

Die Bundesregierung drängt nun auf eine Trendwende, spricht von „Freiheitsenergien“ (Christian Lindner) und einer „Technik, die abhebt“ (Robert Habeck). Das Ziel: eine heimische Photovoltaikindustrie soll entstehen – auch als Bollwerk gegen die billige China-Technik.

Unterstützung kommt jetzt von namhaften Wissenschaftlern. In einer Art energiepolitischen Unabhängigkeitserklärung fordern sie mehr Tempo beim Ausbau der Erneuerbaren Energien – und ein Comeback der Solarindustrie. Zu den Unterzeichnern der Studie („European Power Sovereignty through Renewables by 2030“) gehören renommierte Ökonomen wie Prof. Christian von Hirschhausen von der TU Berlin, DIW-Forscherin Prof. Claudia Kemfert sowie Klimaforscher wie Prof. Jürgen Kropp vom Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung und Prof. Hans Joachim Schellnhuber, der dieses Potsdam-Institut einst gegründet hatte.

Ihre Forderungen – die sie in einer Pioneer exklusiv vorliegenden Studie niedergeschrieben haben – sind so eindringlich wie mahnend: Europa müsse bei der Energietechnik unabhängiger werden. Hier die Argumente der lauter werdenden Solar-Fraktion, zu der sich auch Industrielle wie Ex-Volkswagen-Chef Herbert Diess gesellt haben:

Europas Abhängigkeit von fossilen Energien (Öl, Gas, Uran) droht bald von einer solaren Technikabhängigkeit abgelöst zu werden. 2021 kamen knapp 75 Prozent aller weltweit verbauten Solarmodule aus China. Bei den Solarzellen, aus denen die Module gefertigt werden, sind es mehr als 85 Prozent. Und bei Wafern, einem Vorprodukt der Zellen, stammen fast 97 Prozent aus China.

Ohne ehrgeizige Pläne zur Revitalisierung der eigenen Industrien, so der Tenor der Wissenschaftler in der von der Investmentgesellschaft Aquila Group finanzierten Studie, gebe es eine „nicht-negierbare Wahrscheinlichkeit, dass die Energieabhängigkeit bei russischem Gas von einer chinesischen Industrieabhängigkeit abgelöst wird“.

Gewonnen wäre dadurch nichts. Europas Billigenergieimporte würden nur neu etikettiert: aus Exporteur Putin wird Exporteur Xi.

Europa hat es selbst in der Hand, die Abhängigkeit zu reduzieren. Wirtschaftsminister Robert Habeck hat dazu gerade einen Aufruf gestartet: Unternehmen, die Solarzellen, Module und Photovoltaikanlagen wieder in Deutschland produzieren wollen, sollen sich melden. Die Resonanz sei überwältigend, heißt es aus dem Ministerium.

Einer der Interessenten ist Peter Pauli. Der Schweizer ist CEO der deutschen Firma Solar Foundry. Er hatte Europa „eigentlich schon abgeschrieben“. Die EU sei „zu fragmentiert und kompliziert“. Die USA würden bessere Bedingungen zum Aufbau einer Fabrik für Solartechnik bieten. Doch in Europa spüre er nun wieder eine Aufbruchstimmung.

Paulis Konsortium rund um die Solar Foundry plant eine Pilotfabrik mit einer Produktionskapazität von fünf Gigawatt für Zellen, Module und Solaranlagen in Deutschland – die gesamte Wertschöpfungskette. Die von ihnen angewendete Technik sei dreimal produktiver als der herkömmliche Standard. Die pro Jahr produzierten Paneele würden sich theoretisch über 25 Quadratkilometer Fläche verteilen. Das sei „erst der Anfang“, sagt Pauli.

Auch Herbert Diess, Ex-Chef des Volkswagen-Konzerns, hält das für möglich. Der Ex-Automanager will mithelfen, die Solarindustrie nach Europa zurückzuholen. Es gebe „eine sehr wettbewerbsfähige Forschungslandschaft“ und „eine starke Werkzeugmaschinenindustrie“, sagt er. „Wir haben noch eine Basis.“ Nun bedürfe es „eines großen Programms, um die Industrie zum Leben zu erwecken“, sagte er.

Die solare Wiederaufforstung hat ein Preisschild. Ohne Subventionen wird kein Unternehmen hierzulande investieren. Auch Pauli nicht. Sein Konsortium plant Investitionen in Höhe von 1,1 Milliarden Euro: „Meine Benchmark sind die USA“, sagt er. Dort werde jeder Dollar in die Solarindustrie mit dem Faktor 1,5 bezuschusst.

Die Studie der Klimawissenschaftler hat die Kosten dieser Solaroffensive ermittelt: Um die komplette Energieunabhängigkeit in Europa bis 2030 zu erreichen, seien europaweit 140 Milliarden Euro pro Jahr nötig, sagen Schellnhuber und Co. Danach würden die Ausgaben auf rund 100 Milliarden Euro pro Jahr sinken. Gut ein Fünftel der Ausgaben fielen anfangs auf Photovoltaikanlagen, der solare Anteil steige dann mit den Jahren. Das ist viel Geld.

Aber: Die gestiegenen Strompreise im Zuge des Ukraine-Krieges haben die Konsumenten fast 800 Milliarden Euro gekostet, sagt die Studie.

Fazit: Man muss nicht allen Argumenten der Klimaforscher zustimmen, zumal viele von ihnen auch als Aktivisten der Klimaschutzbewegung unterwegs sind. Doch Herbert Diess und andere, die zu den Rationalisten gehören, sind unverdächtig. Ihre Euphorie ist unternehmerisch grundiert, nicht aktivistisch.

Flexbonus soll Solarstrom-Spitzen nutzbar machen

(Pioneer) – Das Energie-Think-Tank Energy Brainpool hat in einer Analyse für den Solaranlagen-Installateur Enpal ein Instrument entwickelt, mit dem die aktuell hohen Einspeisespitzen von Solaranlagen etwa zur Mittagszeit an Sonnentagen nutzbar gemacht werden könnten.

Die Autoren schlagen in der Untersuchung, die unserem Kollegen Thorsten Denkler vorliegt, einen sogenannten Flexbonus vor. Damit soll die Einspeisung von überschüssigem PV-Strom in private Speicher gefördert werden.

Im Idealfall würden die Speicher einmal am Tag über den Eigenverbrauch geleert. Und dann in der Zeit der Einspeisespitze wieder aufgefüllt.

Nach Ansicht der Autoren könne ein solcher Flexbonus dazu führen, dass weniger Solarstrom ungenutzt bleibt.

Bisher müssen Solaranlagen vom Netz genommen werden, wenn um die Mittagszeit herum zu viel Solarstrom produziert wird.

Die Studie finden Sie hier

Wasserstofffusion in der Sonne

(Helmholtz) – Die nukleare Astrophysik untersucht die Entstehung der Elemente im Universum seit Anbeginn der Zeit. Ihre Modelle verwenden Parameter, die die Forschenden aus Messdaten gewinnen. Eine wichtige Rolle spielen dabei Kernreaktionen, die im Inneren der Sterne ablaufen. Ein Team des Helmholtz-Zentrums Dresden-Rossendorf (HZDR) hat nun gemeinsam mit Forschenden aus Italien, Ungarn und Schottland am Dresdner Felsenkeller- Beschleuniger erneut eine der zentralen Reaktionen untersucht – mit einem überraschenden Ergebnis, wie sie im Fachmagazin Physical Review C (berichten.

 „Wir haben eine altbekannte Kernreaktion unter die Lupe genommen, die für die Elemententstehung in massereichen Sternen bedeutsam und darüber hinaus eine der frühesten ist, die im Labor mit Beschleunigern untersucht wurde: Die Kollision eines Wasserstoffkerns mit einem Kohlenstoffkern, in deren Folge das Isotop Stickstoff-13 entsteht und Gammastrahlung freigesetzt wird. Sie ist der erste Schritt des sogenannten CNO-Zyklus, auch als Bethe-Weizsäcker-Zyklus bekannt. Wir waren vor allem am Wirkungsquerschnitt dieser Reaktion interessiert, der Auskunft über die Wahrscheinlichkeit ihres Auftretens gibt“, sagt Prof. Daniel Bemmerer vom HZDR-Institut für Strahlenphysik.

Diesen Parameter hat ein Team aus italienischen, ungarischen, schottischen und deutschen Wissenschaftler*innen im Untertagelabor Felsenkeller nun mit bisher beispielloser Präzision bestimmt. Das überraschende Ergebnis: der bisher akzeptierte Wert muss um rund 25 Prozent nach unten korrigiert werden. Das Ergebnis legt nahe, dass das Einbrennen des CNO-Zyklus länger gedauert hat als bisher gedacht und die Emission solarer 13N-Neutrinos im Mittel näher am Zentrum der Sonne stattfindet als vermutet. Die neuen Daten erlauben zudem genauere theoretische Vorhersagen für das Verhältnis der Kohlenstoff-Isotope 12C/13C in Sternen, die wiederum helfen, Modelle für die Vorgänge in deren Innerem zu überprüfen und zu verbessern.

Die Sonne ins Labor holen – en miniature
Sterne beziehen ihre Energie aus der Fusion von Wasserstoff zu Helium. In Abhängigkeit der Masse des Himmelskörpers sind dafür unterschiedliche Prozesse bekannt. So läuft in massearmen Sternen wie unserer Sonne vor allem die sogenannte Proton-Proton-Kette ab. In massereichen Sternen pressen die starken Gravitationskräfte die Wasserstoffkerne jedoch so sehr zusammen, dass hier deutlich höhere Temperaturen herrschen. Dadurch können die Wasserstoffkerne zusätzlich mit Kohlenstoffkernen reagieren. Obwohl diese keine zwei Prozent der interstellaren Materie ausmachen, aus der Sterne entstehen, reicht diese Konzentration aus, um den CNO-Zyklus in Gang zu bringen und am Laufen zu halten. Sie wirken dabei als Katalysator: Sie beschleunigen die Reaktion, ohne jedoch selbst dabei verbraucht zu werden. Die Netto-Reaktion ist am Ende die gleiche wie beim Proton-Proton-Zyklus: die Fusion von Wasserstoff zu Helium. Doch in Sternen mit CNO-Zyklus läuft diese Reaktion wesentlich schneller ab.

„Als Targets verwenden wir Scheiben aus Tantal, auf die Kohlenstoff aufgedampft ist. Darauf schießen wir Protonen, die aus unserem 5-MV-Pelletron-Beschleuniger stammen und einen relativ weiten Energiebereich überstreichen. Die bei der Reaktion entstehenden Gammaquanten können wir mit 20 empfindlichen Reinstgermanium-Detektoren nachweisen“, schildert Bemmerer das experimentelle Vorgehen.

Das gemeinsam vom HZDR und der TU Dresden betriebene Untertagelabor Felsenkeller im Plauenschen Grund ist für solche Messungen optimal. Eine 45 Meter dicke Felsschicht im Stollen des ehemaligen Eislagers der Dresdner Felsenkeller-Brauerei schützt die Detektoren vor kosmischer Strahlung, deren Hintergrundsignale die Ergebnisse verfälschen können. Die aktuelle Arbeit ist darüber hinaus ein gutes Beispiel für die innereuropäische Zusammenarbeit in der Astrophysik-Community: Ein Doktorand der Universität Padua forschte während des Experiments für sechs Monate am Felsenkeller. Die Teilnahme weiterer Messgäste aus Italien, Ungarn und Schottland wurde von der EU im Rahmen des Projekts „ChETEC-INFRA“ finanziell unterstützt.

Neue Lösung revolutioniert – CO2-Recycling aus Abgasen

(pte)-Forscher des Oak Ridge National Laboratory (ORNL) haben eine Lösung für das größte Problem des Einfangs von CO2 aus den Rauchgasen von Kraftwerken oder aus der Luft gefunden: Die Abtrennung des CO2 aus der Waschflüssigkeit, die das Klimagas herausfiltert.

Das geschieht bisher durch Erwärmung der Flüssigkeit, die ab einer bestimmten Temperatur das CO2 wieder freigibt, sodass es eingefangen und eingelagert werden kann, womit das Gas dauerhaft aus der Atmosphäre entfernt wird. Beim CO2-Einfang aus der Luft kann das Klimagas auch zur Herstellung klimaneutraler Kraftstoffe genutzt werden. Die Erhitzung ist jedoch so energieintensiv, dass sie nicht den Hauch einer Chance hat, wirtschaftlich zu werden.

„Fänger“ wird durch Licht sauer
Die neue Methode des Chemikers Yingzhong Ma und seinem Team nutzt Licht, um das CO2 aus der Lösung freizusetzen. Die ORNL-Forscher setzen eine CO2-Einfangflüssigkeit ein, die saurer wird, wenn sie mit sichtbarem oder ultraviolettem Licht beschienen wird. Dann macht sich ein Teil der Moleküle, aus denen die Flüssigkeit besteht, auf die Wanderschaft.

Sie beschreibt einen Halbkreis um den Rest des Moleküls und fixiert sich am neuen Standort. Dabei wird ein Proton, also der Kern eines Wasserstoffatoms, frei, das den pH-Wert absenkt. Die Flüssigkeit wird saurer. Letztlich entsteht Kohlensäure, die Limonaden und Mineralwasser prickelnde Eigenschaften verleihen. Letztlich verlässt das CO2 die Kohlensäure, sodass sie eingefangen werden kann.

Mit Sonnenlicht statt Solarwärme
„Wir haben den Weg für photochemisch gesteuerte Ansätze zur CO2-Freisetzung und Sorptionsregeneration mithilfe von Sonnenlicht freigemacht“, so der zum Team gehörende Chemiker Uvinduni Premadasa. Zwar hat es auch schon Versuche gegeben, CO2 aus einem Sorbens mit solarer Wärme auszutreiben und so die Energiekosten zu senken. Doch der Aufwand ist zu groß. Sonnenlicht lässt sich dagegen ohne sonderlichen technischen Aufwand nutzen.

NEURALINK – Elon Musk kommerzialisiert das Gehirn – Mit einer Einleitung von Jean Pütz

Elon Musk, der von mir so genannte geniale Scharlatan, versucht mit seinem virtuellen Hunderten von Milliarden Dollar die westliche kapitalistische Welt nach und nach zu beherrschen. Zunächst hat er mit seinen genialen PR-Methoden der automobilen Welt weiß gemacht, seinem batterie-schweren Elektro-Auto gehöre die Zukunft und hat sogar erreicht, dass die deutsche Automobil-Industrie eine Art Selbstmord betreibt, indem sie voll auf seine Einflüsterungen eingegangen ist. Sie war Weltmarktführer in der Qualität von Verbrenner-Autos, und rangiert jetzt schon unter ‚ferner liefen‘. Sie erzielt zwar immer noch eine ansehnliche Rendite, doch nicht mit den E-Autos, sondern mit SUVs Marke Volkswagen, Audi, BMW und Daimler. Aber wenn die Welt sich weiterhin von Elon Musk bezirzen lässt, in dem der Glaube geführt wird, diese speziellen Elektroautos könnten das Klima retten, dann ist dieses letzte Aufbäumen der Verbrenner ein Pyrrhussieg. Die Automobil-Industrie hat bisher den Ruf extremer Qualität und war verantwortlich dafür, dass Deutschland Jahrzehntelang als Export-Weltmeister fungierte. Keiner hat gemerkt, dass davon unser extremer Wohlstand und die Marke ‚Made in Germany‘ weltweit abhängig war. Ich sage voraus, mit einer Zeitverzögerung von fünf Jahren ist alles futsch. Dabei hatte das alles nichts mit Klimaschutz zu tun, denn Elon Musks Elektroauto und vergleichbare Konkurrenten haben eine Ökobilanz, die sogar noch schlechter ist als bei manchem Verbrenner.

Weil auch die Politiker das nicht begriffen haben, hat unser Staat Hunderte Milliarden von Euros der Automobil-Industrie sinnlos nachgeworfen. Beteiligt daran sind auch kalifornische Klimafonds. Sie haben auch unsere NYOs und Klimaaktivisten gefördert, so dass sie die öffentliche Meinung in eine Richtung getrieben haben, die dem Klima nicht hilft, aber Deutschland enorm schädigt. Auf das Automobil bezogen wurde erreicht, dass der größte Konkurrent der Industrie in den USA weggefegt wurde. Ich bin sicher, dass Musk die spezielle psychologische Abhängigkeit der Deutschen für solche Theorien einkalkuliert hat. Seine geschickten Verlockungen der Brandenburger Regierung, gegen jegliche Ökologie eine Tesla-Fabrik zu errichten, trotz Wassermangel und Frevel an der Natur, sprechen Bände. Viele Versprechungen wurden nicht gehalten, sein E-Auto hat nur deswegen in Deutschland eine Chance, weil die Bundesregierung den Verkauf zunächst mit 9.000,00 € und ab diesem Jahr immer noch mit 6.000,00 €  Zuschuss unterstützt.

Dabei existieren 8 Prototypen eines E-Autos nach der Methode serielles Hybrid, welches von vornherein klimaneutral fahren kann, mit geringstem Energie-Verbrauch, egal ob elektrisch oder flüssig in Form von regenerativem Treibstoff, das sogar preiswerter produziert werden kann als heutige Verbrenner. Also kein Auto nur für reiche Bürger, sondern für jedermann mit kleinem Geldbeutel, welches auch die vielen Investitionen in die Infrastruktur für stromfressende öffentliche und private Ladesäulen unnötig macht. Musk ist für diese Entwicklung mit verantwortlich.

Auch der Eroberung des Weltraums hat er sich mit seinen ‚SpaceX-Raketen‘, die durchaus erfolgreich sind, weil er ja über Milliarden von Dollar verfügt – oder geliehen hat – verschrieben. Allerdings mit den fossilen Energien, die pro Flug erforderlich sind,  können ganze Städte mit Energie versorgt werden. Ein Zeichen dafür, dass ihm die Klimarettung schnuppe ist. Hauptsache er beeindruckt die Welt, um sie noch besser zu manipulieren.

Und jetzt hat er ein Projekt gestartet, welches in frei nach Goethes Faust zu Zauberlehrling werden lässt. Ob er die Geister, die er da ruft, beherrschen kann, ist die Frage. Er will seine Macht auf das menschliche Gehirn ausüben. Wenn Sie mich fragen, ist das der Albtraum, der selbst die Science Fiction-Forscher erschüttert.

Mit meiner Kritik an Musk bin ich nicht allein. Das meiner Meinung nach objektivste Nachrichten-Portal Deutschlands hat sich mit dem Problem Musk ausführlich beschäftigt. Klicken Sie dazu auf den folgenden Link

Wenn Sie noch Lust haben und neugierig geworden sind auf das, was sich Musk im Zugriff auf unser Gehirn ausgedacht hat, lesen Sie folgenden Kommentar, ebenfalls vom Nachrichten-Portal Gabor Steingards:

 

(Pioneer) – In diesem Sommer konnte Milliardär Elon Musk einen überaus prominenten Investor für sein Neurotechnologie-Startup Neuralink gewinnen: Peter Thiel, den er schon seit den Gründungszeiten von PayPal kennt –mittlerweile ebenfalls Milliardär.

Der US-Investor mit deutschen Wurzeln hat sich über einen seiner Fonds mit 280 Millionen Dollar an einer Finanzierungsrunde von Neuralink beteiligt. Und das wird vermutlich nur der Anfang sein, wenn Neuralink wie geplant bis zum Jahresende Erfolge präsentieren kann.

Das Ziel der Firma ist die Entwicklung eines Gehirn-Implantats mit medizinischem Nutzen. Querschnittslähmungen, Blindheit, Parkinson und Alzheimer sollen damit de facto heilbar werden. Elektronische Sensoren könnten künftig mittels Neuralink verloren gegangene oder fehlende Körperfunktionen ersetzen. Das Implantat ist der Mittler zwischen künstlichen Sinnesorganen und den Nervenzellen des Trägers.

Das Fernziel ist jedoch ein anderes, nämlich diese Implantate bei Gesunden einzusetzen – aber mit einem anderen Zweck: Die Fähigkeiten des Gehirns sollen so erweitert werden, dass sie zunehmend Computern ähneln. Der Mensch soll in die Lage versetzt werden, Fremdsprachen übersetzen zu können oder Texte zu diktieren ohne sie aussprechen zu müssen.

Was Startups wie Neuralink bei großen Finanzierungsrunden in den USA gelingt, davon können deutsche Gründer oft nur träumen. Im internationalen Vergleich ist kaum Geld für große Finanzierungsrunden da und die Bürokratie erschwert die Gründungen der Startups.

Dominanz Chinas in der Photovoltaik

Die Dominanz Chinas in der Photovoltaik macht in der Klimarettung genauso energetisch abhängig wie seiner Zeit von Russland.

Das gilt übrigens für fast alle Länder der Welt, insbesondere für die Entwicklungsländer – hat gegenüber der Autokratie die Demokratie keine Chance mehr??

Immer wenn bei uns oder sonst irgendwo auf der Welt die Forderung nach regenerativer Energie durch die Photovoltaik mit viel Subventionen gefordert wird, lachen sich die Chinesen in Fäustchen. Sie gewinnen dadurch auch einen enormen politischen Einfluss, aber unsere Politik übersieht diese Gefahr geflissentlich. Jedenfalls ist mir keine Pressekonferenz bekannt, die unsere Regierung zu diesem Thema veranstaltet hätte.

Diese existenzielle Bedrohung ist selbstgemacht. Deutschland war der Vorreiter der Produktion von Solarpanels in der Welt. Durch das ‚1000-Dächer-Programm‘ mit Milliarden Euros Subventionen, die noch heute den Stromkreis belasten, wurde durchaus sinnvoll die Gewinnung von Solarenergie sogar in unseren mittleren Breiten extrem initiiert. Die Firma Solarworld, mit ihrem Standort vorwiegend im sächsischen Freiberg, profitierte davon und entwickelte eine perfekte, teils schon vollautomatisierte Fabrik zur Produktion von Millionen Quadratmeter dieser Solarpanels. Der Chef wurde in Deutschland sogar als Sonnenkönig bezeichnet. Er bekam hohe Ehrungen auch wegen seines technologischen Vorbilds. Dann trat China auf die Weltbühne. Mit ungeheuren Subventionen zur Errichtung von hunderten von Fabriken nach Vorbild von ‚Solarworld‘, überschwemmten sie wegen der billigen Löhne den Markt und drückten den Weltmarktpreis auf ein Niveau, dass in Deutschland die Pleite dieser fortschrittlichen Firma provozierte. Mehr als 16.000 Arbeitsplätze waren futsch, das Versprechen, Klimaschutz würde Millionen von Arbeitsplätzen schaffen, war dahin.

Dadurch beherrschte China innerhalb kürzester Zeit den Weltmarkt, heute kommen 70% der notwendigen Photovoltaik-Anlagen aus dem ‘Land des Lächelns‘.

Immer wenn bei uns nach Solar-Energie gerufen wird, klingeln in China die Kassen. Das ist eine Abhängigkeit, die ebenfalls an die an Russland erinnert, in beiden Fällen geht es um Energie.

Durch eine geschickte deutsche bzw. europäische Politik hätte das verhindert werden können. Doch die mit ihren Förderungen irrationalen Klimaaktivisten erzeugten ein Meinungsklima, dem sich die Politik verpflichtet fühlte, möglichst schnell etwas dagegen zu tun, koste es was es wolle. Sie erwählten China zum Klimaretter, denn die extrem preiswerte Photovoltaik beruhigte die Aktivisten und die NYOs, die insbesondere bei den ‚Grünen‘ immer mehr Einfluss gewannen. Auch die schwarz-rote Regierung unter Merkel konnte sich dem nicht entziehen. Damals begann die von mir so genannte ‚Heureka-Politik‘. Das heißt, mit populistischen Maßnahmen ging man der Temperatur-Erhöhung an den Kragen, wenn die Natur und Technologie nicht liefern konnte, wurden Unmengen an Geld in Förderungen gesteckt.

Heureka rief man auch, als in Kalifornien mit Tesla ein Batterie-schweres Elektro-Auto seinen Ursprung nahm. Heute weiß man, dass es ökologisch wegen seiner schlechten Ökobilanz ein Flop ist. Es reichte, dem Volk weiß zu machen, dass, wenn hinten nichts raus kommt, diente das dem Klima. Auch die Ideologisierung der strikten Dekarbonisierung läuft sich tot, weil besonders Deutschland mit seiner Political Correctness‘ wirtschaftlich ins Abseits treibt. Dabei ist es möglich – wie ich in meinem vorigen Beitrag belegen konnte, demnächst mit Hilfe der Photovoltaik grünes Methanol zu erzeugen, welches preiswerter produziert werden kann, als die Förderung fossiler Energien kostet. Auch ohne Verbote und die Wirtschafts-bremsende Gesetze wird sich dann die Defossilisierung durchsetzen. Die globale, ökologische und soziale Marktwirtschaft machts möglich. .

Bei all diesen Bemühungen ist China einträchtig beteiligt, denn es beherrscht mit 70% den Markt der Photovoltaik weltweit. Das hätte mit etwas politischen Verstand verhindert werden können, mit einem sinnvollen europäischen Außenzoll, der faire Preise für unsere Solar-Industrie bewirkt hätte. Die Pleiten hätten verhindert werden können, die Arbeitsplätze wären erhalten geblieben und Europa hätte zumindest eine Eigenversorgung mit Solar-Panelen erreicht.

Weil das nicht der Fall ist, und die Produktion durch populistisch getriebene Politiker an Europa vorbei geht, bekomme ich immer dann Zahnschmerzen, wenn ich der Photovoltaik das Wort rede. China nutzt diese Tatsachen, um sich gegen die demokratischen Länder zu positionieren. Der Übergang vom Silicium zur wesentlich preiswerteren Perowskit-Technologie steht kurz vor dem Durchbruch. Deutschland steht in der Forschung an vorderster Stelle. Ich hoffe, die Chinesen nehmen uns nicht auch hier die Butter vom Brot.

Deswegen meine Forderung: nicht nur die Chip-Industrie und KI mit Milliarden zu fördern, sondern gleichzeitig der Photovoltaik in Deutschland eine Chance zu geben. Hier ein Link aus dem Internet, der die Ursachen des Untergangs der Photovoltaik-Industrie Deutschlands ganz gut beschreibt.

Ihr Jean Pütz

Folge 309: der Vernunft eine Chance

Klimaschutz für Realisten – ohne Dekarbonisierung?

(The Pioneer) – Die Erde erwärmt sich, ungeachtet der Pläne von Politik und Wirtschaft. Das Ziel, die Erderwärmung auf 1,5 Grad zu beschränken, darf angesichts des Booms der fossilen Energien und des ständigen Zubaus neuer Kohle- und Gaskraftwerke als gescheitert gelten. Die Schäden belaufen sich schon jetzt auf Milliardenhöhe.

Doch es gibt eine Alternative zu Hysterie und Alarmismus. Diese Alternative hört auf den Namen Klimaanpassung. Damit ist ein Vorgang gemeint, bei dem sich nicht das Klima dem Mensch anpasst, sondern der Mensch dem Klima.

Es geht um den realpolitischen Umgang mit Dürre und anderen Wetterextremen. Die Klimaveränderung wird dabei nicht geleugnet, sondern als bittere Tatsache hingenommen, mit der Wirtschaft, Politik und Gesellschaft umgehen müssen.

„Klimakatastrophe: Anleitung für Realisten“

heißt die Cover Story, die Luisa Nuhr, Lena Waltle und Clara Meyer-Horn recherchiert und aufgeschrieben haben. Realismus bedeutet in diesem Fall auch Optimismus, weil die Welt eben nicht der Verbrennung überlassen wird, sondern der natürliche Lebensraum von Mensch, Tier und Pflanze verteidigt wird.

 

2017: Pleite von Solarworld

Solarworld: Insolvenz mit Vorlauf
Sechs verlustreiche Jahre

Solarworld sieht sich als Opfer des jahrelangen Drucks aus China. Vor vier Jahren drohte der damals mit einer Milliarde Euro verschuldeten Firma schon einmal die Pleite. Das Eigenkapital nach Rekordverlusten von mehr als 600 Millionen Euro rutschte in den Minusbereich. Damals hatte Asbeck den Konzern gerettet, indem er sich mit den Gläubigern auf einen Schuldenschnitt verständigte. Sie verzichteten auf 60 Prozent ihrer Ansprüche und erhielten dafür Solarworld-Aktien. Für frisches Kapital sorgte ein Investor aus Katar.

Dem Insolvenzantrag gingen in dieser Woche sechs Verlustjahre voraus. Auch 2016 gab es tiefrote Zahlen. Da war der Weltmarktpreis für Solarmodule um rund ein Fünftel abgestürzt. Hintergrund wieder: die starken Überkapazitäten in China. Unternehmenschef Frank Asbeck hatte noch Ende März angekündigt, mit einem scharfen Sparprogramm bis 2019 wieder aus der Verlustzone kommen zu wollen. Mit dem Abbau von 400 Stellen – 300 davon in Deutschland – und zahlreichen Einzelmaßnahmen sollten die Kosten um ein Fünftel gesenkt werden.

Kritiker werfen dem Solarworld-Chef vor, auch hausgemachte Fehler hätten zum Niedergang wesentlich beigetragen. Das Unternehmen habe zu spät – sogar erst zu Beginn dieses Jahres – mit einem Sparprogramm auf die schrumpfenden Erträge reagiert. Da fehlte aber bereits das nötige Geld für einen Umbau: Ende 2016 lag das Eigenkapital der Konzernmutter nur noch bei 2,6 Millionen Euro. Außerdem haben Solarworld geschäftliche Chancen wie die Solarenergie-Beratung oder das Geschäft mit Speicherbatterien liegen lassen.

Weg vom Massenmarkt

Den Weg fort vom Geschäft mit Massenprodukten beschreiten andere deutsche Hersteller inzwischen nämlich recht erfolgreich. Ein Beispiel ist der kleinere Hersteller Solarwatt. 2012 musste das Dresdner Unternehmen mehr als einhundert Mitarbeiter entlassen und den Betrieb radikal umkrempeln. Heute, fünf Jahre später, verzeichnete der Solaranlagenhersteller steigende Umsätze, expandierte ins Ausland und stellt Mitarbeiter ein.

„Wir hatten damals die Erkenntnis, dass es kein ‚Weiter so‘ geben kann“, sagt der Chefkoch Detlef Neuhaus. Die Konsequenz: weg vom Massenmarkt für Module und große Solarparks, weg vom förderabhängigen Markt, stattdessen stärkere Konzentration auf Häuslebauer und Verbraucher. „Ein Produkt, das nur dann funktioniert, wenn es staatliche Förderung gibt, ist kein Zukunftsmodell.“

Heute setzt das Unternehmen auf Premiumprodukte und Komplettlösungen für Privathaushalte und Kleingewerbe: Neben Solaranlagen fürs Dach liefert Solarwatt selbst entwickelte Stromspeicher und intelligente Energiesteuerungen. Auch Neuhaus sieht im Massenmarkt keine Chance mehr für europäische Unternehmen, zu stark sei die Billigkonkurrenz aus Asien. „Da ist der Krieg ist seit mindestens drei, vier Jahren verloren.“

„Dies ist ein bitterer Schritt für Solarworld, den Vorstand und die Belegschaft und auch für die Solarindustrie in Deutschland“, ließ Frank Asbeck, Gründer und treibende Kraft von Solarworld, am Donnerstag mitteilen. Selten gab es einen tieferen Fall. Auf dem Höhepunkt des Solarbooms in Deutschland war eine Aktie von Asbecks Unternehmen 7192 Euro wert. Das war vor zehn Jahren. Am Donnerstag landete das Solarworld-Papier nach einem beispiellosen Absturz von um die 60 Prozent auf einem Tief von 68 Cent.

Auf dem Höhepunkt strahlte wahrlich die Sonne im oft wolkenbedeckten Deutschland – damals wurden hierzulande vier Fünftel aller weltweit produzierten Photovoltaikanlagen installiert, die gänzlich umweltfreundlichen Strom aus der Sonne gewinnen sollten. Die Solarwirtschaft war ein großes Pfund für die Energiewende in Deutschland. Und sie wurde gelobt und gefördert, dass die Milliarden nur so flossen. Und einer, der schnell erkannte, was es da zu holen gab, war: Frank Asbeck.

Die Bundesregierung verpflichtet seinerzeit die Verbraucher in Deutschland per Gesetz dazu, den Produzenten von Solarenergie eine sogenannte Einspeisevergütung zu zahlen. Es war die höchste weltweit. Die Besitzer von Solaranlagen ließen die Sonne Strom produzieren, speisten den in die Energienetze ein, und sie gründeten von garantierten, hohen Abnahmepreisen. In dieser Blütezeit der Branche unterstützen die Solarpioniere ihrerseits auch noch von großzügiger Förderung der Bundesländer für den Bau immer neuer Fabriken. Durch öffentliche Gelder unterstützt setzt sich eine neue Technologie durch, hergestellt in Deutschland.

Erfolg durch millionenschwere Förderung

Unter den Pionieren war Frank Asbeck mit seiner Solarworld einer der ersten und einflussreichsten. Gegründet wurde das Unternehmen 1999 und produzierte zuletzt mit rund 3300 Mitarbeitern, hauptsächlich in Deutschland und den USA. Mehr als hundert Millionen Euro an direkter Förderung erhielt der Solarpionier über die Jahre. Zwischenzeitlich strotzte der Konzern derart vor Selbstbewusstsein, dass Asbeck ankündigte, man wolle den deutschen Autobauer Opel, als dieser auf dem Sterbebett lag, übernehmen. Das war 2008. Mitte des Jahrzehnts hatte das deutsche Erneuerbare-Energie-Gesetz Unternehmen wie Solarworld zu einer kurzen Blüte verholfen.

Wenig später kam der erste Einbruch. Nicht zuletzt hatte die chinesische Konkurrenz erkannt, wie viel Geld mit der neuen Solar-Technologie zu verdienen war. Zentral angeschoben und mit jeder Menge Staatskapital wurden in China gigantische Produktionskapazitäten aus dem Boden gestempelt. Chinesische Billigprodukte überschwemmten den Weltmarkt, viele deutsche Produzenten hatten kaum eine Chance.

Gleichzeitig endete in Deutschland die großzügige Förderpraxis für die neue Technologie. Reihenweise mussten Solar-Betriebe der ersten Stunde schließen. Vor allem in Ostdeutschland, wo die Branche besonders wichtig war: Mit Firmen wie Odersun, Ersol, Q-cells oder FirstSolar verloren Tausende Beschäftigte ihre Arbeit. Die Branche reagierte, aber sie reagierte weniger mit Innovation als mit dem Ruf nach Schutz vor, wie sie es sah, unlauterer Konkurrenz.

Chinesisches Dumping

Mitte dieser Woche wiederholte ein Sprecher der Branchenvereinigung EU ProSun die mittlerweile alten Vorwürfe gegen China: „Seit nunmehr fünf Jahren beklagen wir in der EU massives Dumping chinesischer Solarhersteller. Über 100 Insolvenzen und Werksschließungen mussten wir in der europäischen Solarindustrie verzeichnen“, erklärte Verbandspräsident Milan Nitzschke am Mittwoch. „Chinesische Staatsbanken haben inzwischen einen dreistelligen Milliardenbetrag in eine Produktionskapazität gesteckt, mit der das Land allein den weltweiten Bedarf 1,3 mal decken kann.“

Europa zuerst – Der Trump-Faktor

Nitzschke äußerte sich ganz im Sinne von Solarworld-Chef Asbeck, der in den Billigpreisen der chinesischen Konkurrenz die Hauptursache für die eigene Pleite sieht: „Solarworld hat in den USA und in Europa den Kampf gegen illegales Preisdumping angeführt. Dieses Dumping hat jetzt jedoch erneut angenommen.“ „, so Asbeck in seiner neuesten Stellungnahme.

Tatsächlich erließ die Europäische Union nicht zuletzt auf Betreiben von Asbeck und anderen Branchengrößen Ende 2013 EU-Schutzzölle gegen Dumping-Angebote aus China. Allzu viel halb das nicht. Eine Stellungnahme des Europäischen Amts für Betrugsbekämpfung (Olaf) gegenüber dem „Handelsblatt“ spricht da Bände: „Wir können bestätigen, dass wir derzeit 15 laufende Untersuchungen in Bezug auf die Umgehung von Anti-Dumping und Ausgleichszöllen auf Solarpaneele aus China durchführen.“ Durch Schmuggel und allerlei Tricks werden die Schutzzölle umgangen. Allein zehn Deutsche und Chinesen sollen dabei laut „Handelsblatt“ 110 Millionen Euro an Zollgebühren und Steuern hinterzogen haben.