Alle Beiträge von Balu

Modulator verwandelt Millimeterwellen in Licht

Modulator verwandelt Millimeterwellen in Licht

ETHZ macht Überbrückung der "letzten Meile" bis zum Internetanschluss schneller und billiger

"Letzte Meile" zum heimischen Internetanschluss (Bild: ethz.ch, Yannick Salamin)

Zürich/Seattle (pte013/21.11.2018/10:30) – Forscher der ETH Zürich (ETHZ) http://ethz.ch haben zusammen mit Kollegen der University of Washington http://uw.edu einen neuen Lichtmodulator entwickelt, mit dem sich durch hochfrequente
Millimeterwellen übertragene Daten direkt in Lichtpulse für Glasfasern
umgewandeln lassen. Dadurch könnte die Überbrückung der sogenannten
"letzten Meile" bis zum heimischen Internetanschluss deutlich schneller
und billiger werden.

Ohne Elektronik und Batterien

Der neue Lichtmodulator kommt gänzlich ohne Elektronik und Batterien
aus. "Dadurch ist unser Modulator vollkommen unabhängig von externer
Stromversorgung und zudem extrem klein, so dass man ihn im Prinzip an
jedem Laternenpfahl anbringen kann. Von dort aus kann er dann über
Millimeterwellensignale Daten aus einzelnen Häusern empfangen und direkt
in die zentrale Glasfaser speisen", erklärt ETHZ-Doktorand Yannick
Salamin.

Der Modulator besteht aus einem weniger als einen Millimeter großen
Chip, der die Millimeterwellenantenne enthält. Diese empfängt die
Millimeterwellen und wandelt sie in eine elektrische Spannung um. Die
Spannung fällt dann in der Mitte des Chips über einem dünnen Spalt ab.
Dort befindet sich ein nur wenige Mikrometer langer und weniger als
hundert Nanometer enger Schlitz, der mit einem für elektrische Felder
besonders empfindlichen Material gefüllt ist.

In diesen Schlitz wird der Lichtstrahl der Glasfaser eingespeist. Dort
allerdings breitet sich das Licht – anders als in der Glasfaser oder in
der Luft – nicht mehr als elektromagnetische Welle, sondern als
sogenanntes Plasmon aus. Plasmonen sind Zwitterwesen aus
elektromagnetischen Feldern und Schwingungen elektrischer Ladung an der
Oberfläche eines Metalls. Dank dieser Eigenschaft kann man sie auf viel
engerem Raum einschließen als Lichtwellen.

Datenübertragung durch Trick

Eine direkte Datenübertragung wird durch einen Trick möglich. Denn das
Material im Schlitz sorgt dafür, dass auch kleinste von der Antenne
erzeugte elektrische Felder die Ausbreitung der Plasmonen stark
beeinflussen. Dieser Einfluss auf die Schwingungsphase der Wellen bleibt
erhalten, wenn die Plasmonen am Ende des Schlitzes wieder in
Lichtwellen umgewandelt werden. Auf diese Weise werden die in den
Millimeterwellen enthaltenen Daten-Bits direkt auf die Lichtwellen
übertragen – ohne Umwege über Elektronik und ohne Energiezufuhr von
außen.

Im Labortest mit 60 Gigahertz-Millimeterwellensignalen konnten die
Forscher bereits Datenübertragungsraten von bis zu zehn Gigabit pro
Sekunde über eine Entfernung von fünf Metern und 20 Gigabit pro Sekunde
über einen Meter demonstrieren. Außer dem winzigen Format und dem
geringen Energieverbrauch hat der Modulator noch andere Vorteile. "Die
direkte Übertragung von Millimeterwellen auf Lichtwellen macht unseren
Modulator besonders flexibel, was die Frequenzen und das genaue Format
der Datenkodierung angeht", so ETHZ-Forschungsleiter Jürg Leuthold.

Magneten verwandeln Wärme in Strom

Magneten verwandeln Wärme in Strom

Japanische Forscher entdecken Legierung mit großem Potenzial

Forscher-Grafiken illustrieren die Entdeckung (Grafik: Takahiro Tomita/U-Tokyo)
Forscher-Grafiken illustrieren die Entdeckung (Grafik: Takahiro Tomita/U-Tokyo)

Tokio/Wako (pte014/07.12.2017/11:30) –

Ein Forscherteam um Professor Satoru Nakatsuji von der University of Tokyo http://www.u-tokyo.ac.jp/en , zu dem auch Wissenschaftler des privaten Forschungsinstituts Riken http://www.riken.jp/en gehören, hat ein antiferromagnetisches Material entdeckt, das einen
unerwartet großen thermomagnetischen Effekt aufweist, der auch
Nernst-Effekt genannt wird. Er beschreibt das physikalische Phänomen,
dass elektrische Spannung entsteht, wenn ein leitendes magnetisches
Material an einer Seite warm, an der anderen kalt ist. Normalerweise
passiert das in einem äußeren Magnetfeld. Im Fall des neuen Materials
ist das jedoch nicht nötig. Der Effekt lässt sich nutzen, um Strom etwa
mit Abfallwärme zu erzeugen.

Flotte Flitzer in dichter Materie

Die Forscher fanden heraus, dass der Nernst-Effekt bei
Mangan-Zinn rund 100 Mal größer ist, als von der Magnetisierung her zu
erwarten war. Damit steht es auf der gleichen Stufe wie die besten
Ferromagneten. Die Wissenschaftler machen Weyl-Fermionen dafür
verantwortlich. Diese Atomkern-Bauteilchen wurden erst 2015
experimentell nachgewiesen, aber bereits 1929 von dem deutschen Physiker
Hermann Weyl vorausgesagt. Weil sie keine Masse haben und selbst durch
dichteste Materie flitzen können, sind sie für elektronische Anwendungen
hochinteressant.

Auftakt für weitere Entdeckungen

"Unsere Studie zeigt, dass thermoelektrische
Anwendungen von Magneten ein großes Potenzial haben", so Nakatsuji. "Wir
glauben, dass unsere Arbeit den Weg freimacht für die Entdeckung
ähnlich potenter thermoelektrischer Materialien." Generatoren, die auf
dem Nernst-Effekt basieren, sind laut dem Forscherteam zwar nicht so
leistungsstark wie Systeme,die auf anderen physikalischen Phänomenen
beruhen. Trotzdem stoßen sie auf großes Interesse, weil ihr Aufbau
einfacher ist und sie sich leichter formen lassen, sodass der Kontakt zu
Wärmequelle inniger wird. Dies wiederum kommt der Stromproduktion
zugute.

Die Fachwelt war lange davon überzeugt, dass der
Nernst-Effekt ausschließlich von ferromagnetischem Material verursacht
werden kann, also Werkstoffen, die selbst über magnetische Eigenschaften
verfügen. Antiferromagnetisches Material ist dagegen nicht magnetisch,
obwohl in seinem Inneren zahlreiche Magnete stecken. Deren Wirkung hebt
sich jedoch auf. So wie es bei einer Legierung aus Mangan und Zinn der
Fall ist, die dennoch den Nernst-Effekt zeigt.

Millionen britischer Kinder übergewichtig

pte20130813003 Medizin/Wellness, Kultur/Lifestyle

Millionen britischer Kinder übergewichtig

Zu wenig Obst und Gemüse lassen Herzinfarktrisiko massiv hochschnellen

(pte003/13.08.2013/06:10) – Forscher der Oxford University http://ox.ac.uk haben in einer Studie herausgefunden, dass Millionen britischer Kinder
Gefahr laufen, einen Herzinfarkt zu bekommen. Die Kinder würden zu wenig
Gemüse essen und zu viel TV sehen. Damit könnte die Generation früher
sterben als ihre Eltern.

Laut der Untersuchung http://bit.ly/19n404Z essen bis zu 80 Prozent der fünf- bis 15-jährigen britischen Kinder
weniger als fünf mal am Tag Obst oder Gemüse. Die Hälfte nimmt täglich
Softdrinks, Schokolade und andere Süßigkeiten zu sich. "Die Zahlen sind
eine Warnung: Viele unserer Kinder laufen Gefahr, eine schwere
Herzerkrankung zu entwickeln, falls sie ihre schlechten
Ernährungsgewohnheiten beibehalten", beklagt Simon Gillespie von der
British Heart Foundation.

Fünf Minuten gehen als Problem

Zusammen mit der schlechten Ernährung beeinflusst ein niedriges Maß an
Bewegung den Gesundheitszustand. Die Forscher rufen zu einer Rückkehr zu
traditionellen Outdoor-Aktivitäten auf. Sie fanden heraus, dass ein
Viertel der Zwei- bis 15-Jährigen an Samstagen und Sonntagen mindestens
sechs Stunden inaktiv verbringt. Im Erwachsenenalter scheinen sich die
schlechten Angewohnheiten zu manifestieren: Einer von zehn Briten kann
nicht fünf Minuten am Stück gehen.

Einem Sportverein anzugehören, scheint ein Weg zu sein, diesem Schicksal
zu entgehen: "Wer in einen Verein geht, betreibt Prophylaxe gegen
Übergewicht", weiß Michael Schirp, Funktionär des Deutschen Olympischen
Sportbundes http://dosb.de . "Die Mitgliederzahl hat sich in den vergangenen Jahren nach oben entwickelt", freut sich Schirp.

Ältere Spermien zeugen gesündere Kinder

(pte001/15.02.2019/06:00) – Spermien, die nach der Ejakulation länger
brauchen, um die Eizelle zu befruchten, sorgen für gesünderen
Nachwuchs. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie von Forschern der
University of East Anglia http://uea.ac.uk .

Auf die Qualität kommt es an

Bei der Untersuchung wurden ältere und jüngere Spermien von Zebrafischen
und der von ihnen gezeugte Nachwuchs miteinander verglichen. Die
Nachkommen aus den älteren Spermien stellten sich gegenüber den jüngeren
als gesünder heraus. Und auch der Nachwuchs der zweiten Generation
dieser Zebrafische ist bei besserer Gesundheit, wie die Forscher
festgestellt haben.

Diese Erkenntnis ist auch für Menschen von Bedeutung. Laut
Forschungsleiterin Simone Immler produziert ein Mann in einer
Ejakulation tausende bis Millionen von Spermien, doch nur sehr wenige
von ihnen werde eine Eizelle am Ende auch befruchten. Welche das sind,
macht aber einen großen Unterschied. Spermien unterscheiden sich
voneinander, auch im genetischen Material, das sie in sich tragen.

Zappelphilipp im Erwachsenenalter

fzm – Der "Struwwelpeter" des Allgemeinarztes Heinrich Hoffmann war unbeabsichtigt die erste Beschreibung eines Syndroms, das bis vor etwa zehn Jahren als Kinderkrankheit betrachtet wurde: die Aufmerksamkeitsdefizit-/ Hyperaktivitätsstörung, kurz ADHS. Erst dann rückte die Ausformung der typischen ADHSSymptomatik im Erwachsenenalter zunehmend ins Interesse der Öffentlichkeit. Bei knapp zwei Dritteln der Betroffenen setzt sich die ADHS bis ins höhere Lebensalter fort. Bei manchen Menschen findet sich eine leichte Ausprägung, die dann von ihrer Umgebung als chaotisch und sprunghaft, kreativ oder temperamentvoll wahrgenommen wird. Bei anderen erreicht die ADHS die Dimension einer Krankheit mit erheblichen Einschränkungen in der Lebensführung und teilweise massiven psychosozialen Beeinträchtigungen. Ein Aufsatz in der Zeitschrift "Psychiatrie und Psychotherapie up2date" (Georg Thieme Verlag, Stuttgart. 2007) zeigt, wie diesen Menschen geholfen werden kann. Voraussetzung ist natürlich eine exakte Diagnose. Dabei ist bedeutsam, dass es im Rahmen dieses Krankheitskonzeptes auch Aufmerksamkeitsstörungen ohne Hyperaktivität gibt. Die ADHS wird mit hoher Wahrscheinlichkeit vererbt. Die verdächtigten Gene betreffen das System der Neurotransmitter.

Bei der Mehrzahl aller Erwachsenen mit ADHS finden sich eine oder mehrere Begleiterkrankungen, die oft erst zum Anlass genommen werden, einen Arzt aufzusuchen. Das können Angststörungen sein, aber auch Substanzabhängigkeit (vor allem Alkohol, Cannabis, Nikotin), Depressionen, Zwangssymptome und Persönlichkeitsstörungen. Personen mit ADHS erreichen weniger häufig höherwertige Schul- und Ausbildungsabschlüsse, verlieren häufiger ihren Job und Scheidungen oder Partnerwechsel scheinen häufiger vorzukommen. Gemäß den im Jahre 2003 veröffentlichten deutschsprachigen Leitlinien wird eine Kombinationstherapie aus Medikamenten und Psychotherapie angestrebt. Medikament der ersten Wahl ist Methylpendidat (z.B. Ritalin), das durch die Medien als Mittel zum "Hirndoping" zweifelhafte Berühmtheit erlangte. Bei den psychotherapeutischen Verfahren soll eine Unterstützung der Patienten in ihrem Alltag erreicht werden, wie Organisationshilfen, Verbesserung der Aufmerksamkeit oder Erhöhung der sozialen Kompetenz. Auch gruppentherapeutische Konzepte scheinen sich zu bewähren mit dem übergeordneten Ziel, Symptome der ADHS besser zu verstehen und selbst kontrollieren zu lernen, anstatt von der ADHS kontrolliert zu werden.
A. Philipsen:
Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung (ADHS) im Erwachsenenalter.
Psychiatrie und Psychotherapie up2date 2007; 1 (6); S. 433-446

Organersatz: Große Fotschritte

Vielversprechendes High-Tech-Verfahren bei Lungenversagen:

DGIIN fordert differenzierten Einsatz durch erfahrene Intensivmediziner und Intensivpflegekräfte

Köln, Juni 2018 – Rund 2000 bis 2500 Patienten werden
jährlich mit schwersten Lungenversagen mit einer sogenannten
extrakorporalen Membranoxygenierung (ECMO) in Kliniken behandelt.
Mit
diesem Verfahren in der Lungenersatztherapie gelingt es
Intensivmedizinern immer häufiger, diese Patienten erfolgreich zu
therapieren. Es birgt aber auch Risiken, da es zu erheblichen
Komplikationen kommen kann. Die DGIIN betont deshalb wie wichtig es ist,
dass dieses hochkomplexe Verfahren durch gut ausgebildete
Intensivmediziner und Pflegekräfte durchgeführt wird. Welche Chancen
aber auch Risiken dieses und andere Organersatzverfahren bieten,
erläutert ein Experte im Rahmen einer Pressekonferenz der Deutschen
Gesellschaft für Internistische Intensivmedizin und Notfallmedizin
(DGIIN) am Mittwoch, den 13. Juni 2018 von 11.30 bis 12.30 Uhr in Köln.

Lungenversagen
kann beispielsweise Folge von Lungenerkrankungen wie einer
Lungenentzündung sein oder auch bei in der Regel schwerer Entzündungen,
wie einer Sepsis auftreten. Dies wiederum kann den Gasaustausch
beeinträchtigen. Wenn die Lunge der Patienten nicht mehr in der Lage
ist, den Gasaustausch selbst sicherzustellen, ist die extrakorporale
Membranoxygenierung (ECMO) eine der möglichen Behandlungsoptionen. „Der
Unterschied zu anderen künstlichen Beatmungsverfahren ist der, dass das
ECMO-Verfahren wie eine externe Lunge funktioniert. Bei der
herkömmlichen Beatmung wird Sauerstoff mit Überdruck in die Lunge
gepresst. Das kann dazu führen, dass die Lunge überbläht oder sogar
bisher noch funktionierende Lungenbereiche geschädigt werden“, sagt
Professor Dr. med. Stefan John, Präsident elect der DGIIN.

Bei der ECMO wird
dem Patienten kontinuierlich sauerstoffarmes Blut aus einer großen Vene
entnommen, meist in der Leiste. Dieses Blut wird dann durch ein Gerät
gepumpt, wobei dem Blut über eine Membran Sauerstoff hinzugefügt und
Kohlendioxid entfernt wird. Anschließend erhält der Patient das
„extrakorporal“, also außerhalb des Körpers mit Sauerstoff angereicherte
Blut über eine Vene oder eine Arterie zurück. „Da der Gasaustausch hier
über eine künstliche Lunge erfolgt, kann sich die Lunge des Patienten
besser erholen, da die Beatmung so schonender ist“, so Professor John,
Oberarzt
und Leiter des Funktionsbereiches Intensivmedizin sowie Leiter des
Arbeitskreises Intensivmedizin am Klinikum Nürnberg. Während Beatmung
und Nierenersatz heute an jeder Intensivstation zur Routine gehören,
sollten ECMO und Herzunterstützungssysteme nach Einschätzung der DGIIN
derzeit aber nur an wenigen, großen und erfahrenen Zentren eingesetzt
werden. „Bei der Möglichkeit von schwerwiegenden auch tödlichen
Komplikationen muss der Einsatz sorgfältig überlegt werden“, sagt der
Intensivmediziner. Beim Anlegen der Kanülen könne es zu Verletzungen an
den Gefäßen kommen. Die Blutverdünnung, die das Verfahren erfordert
damit das Blut nicht gerinnt, kann zu lebensbedrohlichen Blutungen
führen. „Die Risiken des Verfahrens sind nicht unerheblich, gerade
deshalb muss die Entscheidung darüber, ob ein ECMO-Verfahren in Frage
kommt, immer individuell entschieden werden“, sagt Professor John.

Die ersten
Versuche mit der ECMO führten Mediziner bereits in den 1970er-Jahren
durch. Im Jahr 2009 war das schwere Lungenversagen eine häufige
Komplikation der Schweinegrippe („H1N1-Influenza“). Studien belegen,
dass die Mortalität von Patienten, die mit einer ECMO behandelt wurden,
damals bei etwa 25 bis 40 Prozent unter der sonst erwarteten Mortalität
bei Patienten mit einem schwerem Lungenversagen lag. Professor John
führt dies auf zwei Faktoren zurück: „Die Patienten mit H1N1-Influenza
waren oft jung und ohne Vorerkrankungen, und die ECMO-Technologie hat
sich deutlich verbessert.“

Seither wird
dieses Lungenersatzverfahren auch bei anderen Patienten mit schwerem
Lungenversagen immer häufiger verwendet und es hat sich technisch sehr
weiterentwickelt. „Innerhalb von wenigen Jahren ist es in den USA und
auch in Deutschland zu einem 3- bis 4-fachen Anstieg der ECMO gekommen“,
erläutert der Experte. Die DGIIN warnt jedoch vor einer unkritischen
breiten Anwendung dieses Verfahrens: „Die ECMO muss von gut
ausgebildeten Intensivmedizinern und geschultem Intensivpflegepersonal
durchgeführt werden“.
Eine
aktuelle, international durchgeführte Studie konnte keinen eindeutigen
Überlebensvorteil durch eine ECMO-Therapie gegenüber herkömmlicher
Beatmungstherapie bei Patienten mit schwerstem Lungenversagen belegen.
„Hier gilt es zunächst die Studienergebnisse zu diskutieren und in
weiteren Studien zu prüfen, welche Patienten von Verfahren wie ECMO
profitieren“, sagt Professor John. Diese aktuellen Ergebnisse wird die
DGIIN im Rahmen ihrer Jahrestagung diskutieren, die vom 13. bis 15. Juni
2018 in Köln stattfindet. Dann geht es auch um die Bedeutung von
professionellem Pflegepersonal in der Intensivmedizin.

E-Mail-Marketing zu Weihnachten

E-Mail-Marketing zu Weihnachten: Firmen oft ratlos
Jeder dritte Marketer bei Kampagnen gegenwärtig noch unentschlossen
 
Finger auf der Tastatur: Marketer unentschlossen (Foto: pixelio.de, R. Sturm)

Oederan (pte005/08.11.2013/06:15) – Die Mehrheit der Marketing-Verantwortlichen in Unternehmen beabsichtigt keine besonderen Aktionen in der bevorstehenden Weihnachtssaison beziehungsweise ist noch unentschlossen. Zu dem Fazit kommt eine neue Studie des E-Mail-Marketing-Experten http://mailingwork.de . 77 Prozent der Befragten sind sich jedoch darin einig, Heiligabend sowie die anschließenden Feiertage für Mailings zu nutzen. Weihnachtsgrüße per E-Mail verschicken ganze zwei Drittel.

Adventskalender, Spiele, Geschenkefinder

Obwohl Weihnachten als das Fest der Feste gilt, spielt es derzeit für nur knapp 42 Prozent der Umfrage-Teilnehmer eine Rolle im E-Mail-Marketing. Der Datenerhebung zufolge setzen 30 Prozent auf Gutscheine und ein Viertel packt eine Promotion in den Newsletter. Interessant ist jedoch auch der Blick auf alternative Inhalte. Adventskalender, Spiele sowie Geschenkefinder machen eine gute Figur im Ranking – und das trotz des höheren Aufwands für die Firmen.

E-Mail-Marketing ist für viele werbetreibende Unternehmen im Internet weiter ein relevantes Tool, um entsprechende Zielgruppen erreichen zu können. So startet ein gutes Drittel erst mit dem Dezemberbeginn eine weihnachtliche E-Mail-Kampagne. 28,6 Prozent legen schon Mitte November damit los. Bei einem Zehntel der Befragten sind die Aktionen bereits am Laufen, während nur magere 1,8 Prozent die Zeit nach Weihnachten für besondere Mailings nutzen

Furcht vor Schmerzen steigert Empfinden enorm

Furcht vor Schmerzen steigert Empfinden enorm
Experten raten: Lange Wartezeiten vor OPs sollten vermieden werden
 
Zwecke: Angst vor Schmerz stärker als Schmerz selbst (Foto: pixelio.de/Rossmann)

London (pte014/25.11.2013/11:35) – Die Erwartung des Schmerzes ist schlimmer als der Schmerz selbst, wie das University College London http://ucl.ac.uk herausgefunden hat. Das kann bedeuten, dass Menschen gerne bereit sind, etwas mehr Schmerz auszuhalten, wenn sie weniger lange darauf warten müssen. Klassische Entscheidungstheorien gehen davon aus, dass Menschen Belohnungen vorziehen und Bestrafungen eher aufschieben. Ereignisse in einer ferneren Zukunft haben so weniger Gewicht. Diese Theorie scheint jedoch, wenn es um Schmerz geht, nicht zu stimmen.

Tests mit Elektroschocks

Eine Erklärung für das Phänomen ist, dass schon die Erwartung von Schmerz unangenehm ist. Diesen Zustand haben Forscher mit Furcht in Zusammenhang gebracht. Das Team um Giles Story wollte untersuchen, wie sehr sich diese Furcht im Laufe der Zeit unterscheiden kann. 33 Freiwillige wurden für Tests mit einem Gerät verbunden, das ihnen leichte elektrische Schocks versetzte. Zusätzlich konnten die Studienteilnehmer zwischen den Optionen hinsichtlich der Stärke der Schocks und dem Zeitpunkt wählen.

In jedem Testabschnitt wurde ein Minimum von zwei Schocks verabreicht, das Maximum lag bei 14 Schocks. Bevor die Teilnehmer einen Schock erhielten, mussten sie jedoch wählen, ob sie zum Beispiel sofort neun zusätzliche Schocks sofort wollten oder sechs zusätzliche Schocks fünf Abschnitte später. Die Stärke des jeweils verabreichten Schocks war von diesen Entscheidungen abhängig. Obwohl sich einige Personen immer für den maximalen Schmerz entschieden, wollten 70 Prozent die Anzahl der zusätzlichen Schocks lieber sofort hinter sich bringen und nicht eine geringere Anzahl später erhalten.

Erkenntnisse wichtig für Ärzte

Durch das Variieren der Anzahl der Schocks und des Zeitpunkts des Eintretens konnten die Wissenschaftler herausfinden, dass die Furcht vor dem Schmerz am größten war, wenn der Schmerz quasi pünktlich eintrat. Ähnliche Ergebnisse erzielte ein Test mit angenommenen Terminen beim Zahnarzt. Laut George Loewenstein von der Carnegie-Mellon University ist es wahrscheinlich keine Übertreibung zu behaupten, dass viel Schmerz im Leben aus der Erwartung und der Erinnerung kommt und nicht von einer aktuellen Erfahrung.

Die in PLOS Computional Biology http://ploscompbiol.org veröffentlichte Studie könnte Auswirkungen auf die Medizin und die Gesundheitspolitik haben. Zu verstehen, wie Menschen Schmerz beurteilen, ist wichtig, wenn es darum geht, ihnen Optionen zu potenziell schmerzhaften Behandlungen zu präsentieren. Laut Giles Story sollten Wartezeiten für Patienten nicht hervorgehoben werden: "Kann man etwas als unvermeidlich darstellen, dann werden sich die Menschen eher stellen, um die Furcht davor geringer werden zu lassen."

 

Handys ohne Kabelsalat

Sony setzt auf einzelnen Kupferdraht für interne Datenübertragung

Tokio/Egham (pte/20.08.2010/12:00) – Sony http://www.sony.net hat heute, Freitag, eine Technologie vorgestellt, die neue Möglichkeiten im Handy-Design verspricht. Denn dank der "Single Wire Interface Technology" sind zur Daten- und Stromübertragung im Geräteinneren nicht mehr dutzende Kabel erforderlich. Vielmehr komm ein einzelner Kupferdraht zum Einsatz und erlaubt dabei Datenraten von bis zu 940 Megabit pro Sekunde.

Das verspricht laut Sony gerade bei Modellen mit beweglichen Teilen wie Klapp-Displays oder Slider-Tastaturen mehr Flexibilität beim Design, Zuverlässigkeit und Haltbarkeit. Zudem werden große Konnektoren für die Verkabelung überflüssig. "Konnektoren sind teure Bauteile, da jeder einzelne Pin vergoldet ist", erklärt Jim Tully, Halbleiter-Spezialist beim Analystenhaus Gartner, im Gespräch mit pressetext. Die Entwicklung stellt also billigere Geräte in Aussicht.

Aus 22 mach eins

In aktuellen Handys erfolgt die interne Übertragung von Audio- und Videodaten, Strom sowie diversen Kontrollsignalen jeweils über eigene Leitungen. Je nach Modell ergibt das teils Dutzende Kabel, im Schnitt sind etwa 22 Drähte verbaut. Sony setzt nun auf Zeitduplex- und Multiplex-Verfahren, um verschiedene Datensignale über nur ein Kupferkabel zu übertragen. Zusätzlich dient der eine Draht auch der Gleichstromversorgung von Handykomponenten.

"Ähnliche Technologien sind beispielsweise in Form von ‚Power over Broadband‘ schon gut entwickelt", meint Tully. Sony schafft demnach vor allem eine weitere Miniaturisierung des Prinzips. Für den Analysten liegt der größte Vorteil in den möglichen Kosteneinsparungen, doch auch neue Design-Ansätze sind denkbar. "Die beiden großen Teile eines Handys könnten leichter getrennt werden, um beispielsweise ein Head Mounted Display zu nutzen", sagt er. Dazu müssten die Gerätehälften aber zusätzlich drahtlos Daten übertragen können.

Umsetzung

Um die neue Technologie für die praktische Anwendung umzusetzen, kooperiert Sony jedenfalls mit dem japanischen Komponentenspezialisten ROHM http://www.rohm.com. Zunächst arbeiten die Unternehmen an den analogen Komponenten eines Testchips zusammen. Dann wird Sony die digitalen Teile der neuen Technologie an ROHM lizenzieren, um die Entwicklung eines integrierten Chips zu ermöglichen. Dazu, wann die Ein-Kabel-Lösung für die interne Verdrahtung von Handys marktreif sein soll, macht Sony noch keine Angaben.