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Antikörper kann AIDS-Ansteckung verhindern

pte20180724011 Medizin/Wellness

HIV: Neue Antikörper in Tierversuchen wirksam

Immunoglobulin M laut Forschern bisher zu wenig beachtet

Immunoglobulin M: Antikörper verklumpt Virus (Foto: Chris Wager)
Immunoglobulin M: Antikörper verklumpt Virus (Foto: Chris Wager)

San Antonio (pte011/24.07.2018/11:00) –

Forscher des Texas Biomedical Research Institute https://www.txbiomed.org haben eine neue Abwehr gegen HIV-1 entdeckt, das Virus, das Aids
verursacht. Das Team um Ruth Ruprecht konnte erstmals mittels eines
Tiermodells nachweisen, dass der Antikörper Immunoglobulin M (IgM) eine
Infektion nach einem Schleimhautkontakt verhindern kann – also womöglich
einem Großteil der Neuerkrankungen vorbeugen könnte.

Vergessener Antikörper

Schätzungen gehen davon aus, dass weltweit 90 Prozent
der neuen Erkrankungen mit HIV-1 durch den Kontakt über die Schleimhäute
im Inneren des Rektums oder der Vagina verursacht werden. Laut Ruprecht
ist dabei Immunoglobulin M, das natürlich von den Plasmazellen unter
der obersten Zellschicht von Körperöffnungen produziert wird,
gewissermaßen ein vergessener Antikörper. Die meisten Forscher seien
davon ausgegangen, dass seine Wirkung zu kurzfristig sei, um als
Schutzschild gegen eindringende Krankheitserreger wie HIV-1 eingesetzt
zu werden. Dem widerspricht die aktuelle Studie.

Das Team hat Rhesus-Affen des Southwest National
Primate Research Center als Tiermodelle der In-vivo-Studie eingesetzt.
Die Tiere wurden zuerst mit einer künstlich hergestellten Version von
IgM behandelt. Eine halbe Stunde später wurden die gleichen Tiere SIV,
dem Simianen Immundefizienz-Virus, ausgesetzt. Vier der sechs
behandelten Tiere waren in der Folge vollständig gegen das Virus
geschützt. In der Folge wurden die Rhesus-Affen 82 Tage lang beobachtet.

Virus an Ausbreitung gehindert

Die Forscher konnten nachweisen, dass der Einsatz der
Antikörper zu einem so genannten Immunausschluss führte. IgM verursachte
eine Verklumpung des Virus und hinderte es so daran, die
Schleimhautbarriere zu durchdringen und sich auf den Rest des Körpers
auszubreiten. Das Verfahren der Verabreichung von vorgefertigten
Antikörpern ist als passive Immunisierung bekannt. Laut Ruprecht verfügt
IgM über eine hohe Affinität für seine Antigene. Sie werden sehr rasch
erfasst und nicht wieder freigegeben. "Unsere Studie weist erstmals das
Schutzpotenzial von IgM nach. Die Fähigkeit sich an Viruspartikel
anzubinden, ist im Vergleich zum Standardantikörper Immunoglobulin G um
das Fünffache größer." Damit eröffne sich ein ganz neues Feld für die
Forschung. "IgM kann mehr als diesem Antikörper bisher zugetraut wurde."
Die Forschungsergebnisse wurden in dem Fachmagazin "AIDS"
veröffentlicht.

Zukunftsmusik : Algen könnten Wasserstoff produzieren

Bielefelder Forscher arbeiten an Bioreaktor

Bielefeld (pte/06.09.2005/10:58) – Einem deutsch-australischen
Forscherteam ist es gelungen, einzellige Algen herzustellen, die
Wasserstoff in reinster Form produzieren. Olaf Kruse (Foto) von der
Fakultät für Biologie der Universität Bielefeld
http://www.uni-bielefeld.de will daraus einen Bioreaktor bauen, der zum
Energieproduzenten der Zukunft werden könnte. Der positive
Begleiteffekt der modernen Energieanlage: Es fällt kein CO2 an.

Kruse hat gemeinsam mit Ben Hankamer vom Institute of Molecular
Bioscience der University of Queensland in Brisbane
http://www.imb.uq.edu.au eine genetisch veränderte Mutante der Grünalge
Chlamydomonas reinhardtii namens Stm6 hergestellt. "Diese Art der
Wasserstoffherstellung, das erst vor kurzem patentiert wurde,
ermöglicht es bis zu 13 Mal mehr Wasserstoff zu produzieren, als dies
bisher der Fall war. Einer industriellen Verwertung steht also nichts
im Weg", zeigt sich Kruse im Interview mit pressetext überzeugt. In
fünf bis sechs Jahren sei es möglich einen solchen Bioreaktor für
kommerzielle Zwecke herzustellen. Das sei auch das Ziel der Forscher.

"Der reine Wasserstoffgehalt ist mit 99,8 Prozent extrem hoch", so der
Forscher. Gasgemische bei der Herstellung des Treibstoffes der Zukunft
wären nämlich unerwünscht. Das System, das die beiden Forscher
geschaffen haben, arbeitet einfach: in einem geschlossenen Behälter
werden die Algen in der wässrigen Suspension beleuchtet. Dabei
produzieren sie mit Photosynthese Wasserstoff in Gasform. "Je länger
der Prozess läuft, desto geringer werden die Ausbeuten dann", erklärt
Kruse. Nach rund zwei Wochen sterben die Algen dann an "Altersschwäche"
und eine frische Algenkultur muss angelegt werden.

"Doch sind die abgestorbenen Algen keineswegs unbrauchbar", wie Kruse
meint. "Das ist reine Biomasse. In weiterer Folge könnte man auch aus
diesen abgestorbenen Algen Wasserstoff herstellen, allerdings würde
hier CO2 entstehen. Dieses könnte aber wieder für die Produktion des
ersten Zyklus verwendet werden", beschreibt Kruse den möglichen
geschlossenen Kreislauf. Die beiden Forscher arbeiten derzeit intensiv
daran, durch gezielte molekulargenetische Eingriffe die
Produktionsraten weiter zu erhöhen. Ein erster Prototyp für einen
Bioreaktor soll aber bereits in diesem Jahr entstehen.

Die USA, Japan und Europa haben in Förderprogramme zur Herstellung von
Wasserstoff Milliarden investiert, um neue Verfahren zu finden. Das
bisher gängige Herstellungsverfahren – die Elektrolyse – macht nämlich
große Mengen Strom aus fossilen Energieträgern erforderlich.

Kalziumtabletten gefährden Herz

Anfallrisiko steigt um das Vielfache – Experten uneins
 
Kalzium: notwendig, aber gefährlich (Foto: SPL)

Heidelberg (pte024/24.05.2012/11:00) – Menschen, die Kalziumpräparate einnehmen, könnten laut dem Deutschen Krebsforschungszentrum http://dkfz.de über ein erhöhtes Risiko eines Herzanfalls verfügen. Kalzium wird häufig von älteren Menschen eingenommen, um die Knochen zu stärken und so Brüche zu vermeiden. Die in Heart http://heart.bmj.com veröffentlichte Studie kommt jedoch zu dem Ergebnis, dass derartige Präparate nur mit Vorsicht eingenommen werden sollten.

Einnahme mit Vorsicht

Die Wissenschaftler begleiteten 23.980 Personen mehr als ein Jahrzehnt lang. Sie verglichen die Anzahl der Herzanfälle bei Menschen, die Kalzium einnahmen, mit jenen, die keine derartigen Präparate schluckten. Von den 15.959 Teilnehmern, die kein Kalzium einnahmen, erlitten 851 einen Herzanfall.

Bei den Teilnehmern, die diese Präparate einsetzten, war die Wahrscheinlichkeit eines Herzanfalls während der Laufzeit der Studie um 86 Prozent erhöht. Die Forscher betonen, dass das Anfallsrisiko durch Kalziumpräparate deutlich ansteigen kann und dass diese daher nur mit Vorsicht eingenommen werden sollten.

Viele Pros und Kontras

Carrie Ruxton vom The Health Supplements Information Service http://www.hsis.org kritisiert diese Studienergebnisse. "Osteoporose ist für Frauen ein großes Thema und es ist unverantwortlich von Wissenschaftlern, von der Einnahme von Kalziumpräparaten abzuraten. Das gelte vor allem dann, wenn diese Empfehlung auf den Ergebnissen einer fehlerhaften Umfrage beruhe.

Auch die British Heart Foundation http://bhf.org.uk betont, dass Patienten die verschriebenen Präparate weiter einnehmen sollten. Ebenso argumentiert Natasha Stewart, dass diese Studienergebnisse nicht bedeuten, dass Kalziumtabletten einen Herzanfall verursachen können. Ian Reid und Mark Bolland von der University of Auckland http://auckland.ac.nz unterstreichen hingegen, dass es immer mehr Hinweise darauf gibt, dass diese Präparate weder sicher noch besonders wirksam sind.

"Aus diesem Grund sollte nicht zur Einnahme ermutigt werden. Die Betroffenen sollten viel eher auf eine ausgewogene Ernährung achten." Eine Sprecherin des britischen Gesundheitsministeriums gab an, dass diese Studie nach der vollständigen Publikation genau überprüft werden würde. "Der Großteil der Menschen benötigt keine Kalziumpräparate

Timing bei Mahlzeiten entscheidend

Energiezufuhr: Timing bei Mahlzeiten entscheidend
420 Übergewichtige analysiert – Zeitpunkt bestimmt Gewichtsverlust
 
Schnitzel: sollte vor 15 Uhr gegessen werden (Foto: pixelio.de, Müller)

Rostock (pte001/01.02.2013/06:00) – Wer Pfunde loswerden möchte, sollte den Verzehr der Mahlzeiten zeitlich planen. Denn es kommt bei der Kalorienzufuhr nicht nur darauf an, was eine Person isst, sondern auch, wann sie Nahrung zu sich nimmt. Denn die Zeit der Kalorienaufnahme entscheidet die Intensität des Energieverbrauchs. Das haben Wissenschaftler vom Brigham and Womens Hospital http://brighamandwomens.org , der Universität Murcia http://um.es und der Tufts University http://tufts.edu in einem Experiment mit 420 Übergewichtigen erforscht.

Lieber nachmittags essen

"Dies ist die erste großangelegte prospektive Studie, die zeigt, dass das Timing der Mahlzeiten wirksamer zu Gewichtsverlust führt", sagt Frank Scheer, der leitende Autor der Studie. "Unsere Ergebnisse deuten darauf hin, dass späte Esser langsamer Gewicht verlieren als Menschen, die ihre Mahlzeiten früher zu sich nehmen", so Scheer.

In ihrem Experiment haben die Forscher die Diät von 420 Übergewichtigen über 20 Wochen beobachtet. Die Testpersonen wurden in zwei Gruppen eingeteilt: Früh-Esser und Spät-Esser. Erstere nehmen beispielsweise ihr Mittagessen vor 15 Uhr ein, Spät-Esser hingegen erst nach dieser Uhrzeit.

Kalorienmenge signifikant

Die Analyse hat auch ergeben, dass kleine Zwischenmahlzeiten kaum ausschlaggebend sind für den Erfolg bei der Gewichtsabnahme. Die Hauptmahlzeiten sind hierfür relevant. Faktoren wie die gesamte Kalorienzufuhr und die Schlafdauer wurden ausgeblendet. So konnten sich die Wissenschaftler nur auf die Zeiteinteilung der Mahlzeiten konzentrieren.

"Insgesamt spielt die Gesamtzufuhr der Energie eine Rolle", sagt der Ernährungsberater Jens Hofmann http://medizinische-ernaehrungsberatung.de gegenüber pressetext. Bestenfalls sollte der kalorische Anteil einer Hauptmahlzeit einem Drittel der Gesamtzufuhr entsprechen. Der Bedarf an Kalorien sei individuell: "Eine bürotätige Dame hat einen geringeren Energiebedarf als ein Hochleistungssportler", schließt Hofmann ab.

 

| | Klaus Dieckmann | Braunschweig

Klaus Dieckmann Braunschweig

Hallo Herr Pütz,
können Sie mir sagen, wo ich ein Verzeichniss sämtlicher Hobbythek Bücher finden kann? für einen Hinweis währe ich Ihnen sehr dankbar.
Ihnen und Ihrer Familie Wünsche ich weiter viel Schaffenskraft.
MfG Klaus Dieckmann

Anlage macht aus Problemabfall wertvollen Biosprit

Anlage macht aus Problemabfall wertvollen Biosprit

Erstes TCR-Großprojekt soll noch dieses Jahr seinen Betrieb aufnehmen

Pilotanlage (Foto: susteentechnologiesgmbh-public.sharepoint.com)
Pilotanlage (Foto: susteentechnologiesgmbh-public.sharepoint.com)

Sulzbach-Rosenberg/Schwandorf (pte016/08.02.2017/11:30) –

Mit dem Bau der ersten großtechnischen TCR-Anlage zur Verwertung von
Problemabfällen beginnt eine neue Ära. Statt sie zu verbrennen oder
anderweitig zu entsorgen, werden sie künftig in Schwandorf in der
Oberpfalz in Wertstoffe umgewandelt. Das Thermo-Katalytische Reforming
(TCR) ist eine Technologie, die vom Fraunhofer-Institut für Umwelt-,
Sicherheits- und Energietechnik http://umsicht.fraunhofer.com in Oberhausen entwickelt worden ist. Susteen Technologies, eine Ausgründung aus diesem Institut, setzt die Technik jetzt ein.

Fleischabfälle, Hühnermist und Co

Die Anlage soll noch in diesem Jahr den Probebetrieb
aufnehmen. Sie hat eine Jahreskapazität von 2.200 Tonnen getrockneten
Klärschlamms. Bisher wird er verbrannt. Sie kann auch Gärreste aus
Biogasanlagen, Schlachthofabfälle, Hühnermist und andere Tierexkremente,
Reste aus der Bier- und Weinproduktion und Lebensmittelabfälle
verwerten.

Die Abfälle werden zunächst getrocknet. Dazu wird
Synthesegas verwendet, das die Anlage selbst liefert. Dann landen diese
in einem Reaktor. Dort verwandeln sie sich in Biokohle, wenn sie unter
Sauerstoffabschluss auf 400 bis 500 Grad Celsius erhitzt werden. Die
dabei entstehenden Gase werden aufgefangen und zwischengespeichert.

Biokohle verbessert Ackerboden

In der zweiten Stufe wird die Biokohle auf bis zu 750
Grad erhitzt. Die zwischengespeicherten Gase werden ebenfalls in den
Reaktor geleitet. Die Moleküle, die sich vor allem aus Kohlen- und
Wasserstoff zusammensetzen, werden geknackt. Aus langkettigen werden
kurzkettige Moleküle. Anders ausgedrückt: Feststoffe werden zu Öl und
Synthesegas.

Das entstehende Öl kann wie Biodiesel genutzt werden.
Das Synthesegas lässt sich, nachdem es eine Reinigungsstufe passiert
hat, direkt verbrennen, um Strom und Prozesswärme zu erzeugen oder in
besonders reine Kraftstoffe – Benzin, Diesel und Kerosin – umwandeln.
Übrig bleibt noch ein Rest Biokohle, der verbrannt, zur
Effizienzsteigerung von Biogasanlagen eingesetzt oder als
Bodenverbesserer genutzt werden soll.

Da das Synthesegas einen hohen Wasserstoffanteil hat,
kann es nach einer entsprechenden Aufbereitung auch in Brennstoffzellen
genutzt werden. Oder als Rohstoff in der chemischen Industrie. Seit 2015
ist eine Versuchsanlage in Betrieb, die pro Stunde 30 Kilogramm Abfälle
umwandelt. Eine Pilotanlage, die fast das Dreifache schafft, befindet
sich in einem Container.

(Ende)

Aussender: pressetext.redaktion
Ansprechpartner: Wolfgang Kempkens
Tel.: +43-1-81140-300
E-Mail: kempkens@pressetext.com
Website: www.pressetext.com
pressetext.redaktion
   
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Fettaufnahme nach Operation kann Heilung beschleunigen

Nahrung hilft Darmbakterien bei Laune zu halten

Maastricht/Wien (pte/19.10.2005/06:20) – Eine Dosis Fett in der Nahrung
hilft Darmbakterien beim Überleben – und das sorgt nach neuesten
Erkenntnissen für eine deutliche Verringerung von Komplikationen nach
einer Operation. Im Rattenversuch konnten holländische Forscher zeigen,
dass Fett einen Botenstoff, der eine Darmentzündung verhindern kann,
aktiviert. Das berichtet die Online Ausgabe des Wissenschaftsmagazins
Nature http://www.nature.com.

Normalerweise werden Patienten dazu aufgefordert vor einer Operation
nicht zu essen, um einem möglichen Erbrechen während der Anästhesie
vorzubeugen. Wim Buurmann und sein Team von der Universität Maastricht
sind nun aber überzeugt, dass genau jene schützenden Fette plötzlich
fehlen und dadurch ein erhöhtes Risiko für etwaige Komplikationen
besteht. "Es gibt einen eindeutigen Trend in der modernen Chirurgie,
der dahin geht, Patienten auch vor der Operation noch Nahrung zu
verabreichen", erklärt der Wissenschaftler.

Normalerweise leben Menschen in stillem "Übereinkommen" mit ihren
Darmbakterien – viele von diesen produzieren wertvolle Nährstoffe und
sorgen für Gesundheit im Körper. Unter gewissen Umständen können diese
Mikroben allerdings eine Entzündung als Antwort hervorrufen und
"bombardieren" Immunzellen den Darm. Eine Überreaktion in Form einer
Entzündung ist wahrscheinlich die Ursache zahlreicher Darmerkrankungen
nach Unfällen oder Operationen. Das Ergebnis sind Schockzustände und
sogar eine mögliche fatale Sepsis. Buurmann und sein Team hatten bei
Ratten festgestellt, dass diese Schockwirkungen nach der Gabe von Fett
nicht auftraten. Der Grund für diese Reaktion liegt nach Ansicht der
Forscher in einem Neurotransmitter namens Acetylcholin. Fett sorgt
nämlich dafür, dass dieser Neurotransmitter, der Entzündungen
verhindert, produziert wird. Tatsächlich konnten die Forscher dies bei
Ratten feststellen, die ein Molekül erhielten, das die Wirkung des
Neurotransmitters aussetzt. Die Folge war die Entwicklung einer
Entzündung.

"Ob dies nun auch beim Menschen ebenso ist, wie bei Ratten, bleibt eine
Frage", meint etwa der Entzündungsexperte Kevin Tracey vom Feinstein
Institute of Medical Research in Manhasset New York. Allerdings gebe es
zahlreiche Hinweise, dass Fett auch beim Menschen solche durchaus
positiven Effekte habe. "Bei Fetten muss deutlich unterschieden werden,
um welche es sich handelt", betont die Ernährungswissenschaftlerin
Petra Rust vom Institut für Ernährungswissenschaften an der Universität
Wien im pressetext-Interview. "Omega-3-Fettsäuren wie sie etwa in Fisch
und Fischölen vorkommen sind bekannt dafür, dass sie eine
anti-inflammatorische Wirkung haben", erklärt die Wissenschaftlerin.
Aber auch gesättigte Fettsäuren wie sie in Fleisch vorkommen, erzeugen
bei der Fettsäureoxidation Acetylchlorin. Im Hinblick auf die
postoperative Ernährung betont die Forscherin, dass diese leider häufig
"stiefmütterlich" behandelt werde. "Nicht nur Fette, sondern auch
Proteine fehlen den frisch-Operierten oft", so die Expertin
abschließend.

Nachhaltig in die Zukunft

Nachhaltig in die Zukunft

Das 9. FONA-Forum in Berlin steht unter dem Motto des Wissenschaftsjahres Zukunftsprojekt Erde. Vom 22. bis 23. Oktober werden mehr als 300 Experten aus Politik, Wissenschaft, Wirtschaft und Kommunen über die Fortschritte der Forschung und deren Umsetzung im Alltag debattieren. Bundesforschungsministerin Annette Schavan gibt einen Ausblick auf die Entwicklung des Rahmenprogramms „Forschung für nachhaltige Entwicklungen" (FONA).

In diesem Jahr steht das FONA-Forum unter dem Motto des Wissenschaftsjahres 2012 – Zukunftsprojekt Erde, das die Forschung für nachhaltige Entwicklungen in den Fokus rückt. Neue Schwerpunkte sind die „Green Economy" und eine bessere Bürgerbeteiligung. Beispielhaft dafür ist die „ZukunftsWerkStadt", ein Projekt des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) im Wissenschaftsjahr 2012. In diesem Projekt entwickeln 16 Städte und Landkreise gemeinsam mit Bürgerinnen und Bürgern Ideen für eine nachhaltige Zukunft ihrer Stadt. Sie werden bei der Umsetzung von Wissenschaftlern unterstützt. Auf dem FONA-Forum sollen die ersten Ergebnisse vorgestellt werden.

In einem der Workshops wird die bundesweite Handy-Sammelaktion des BMBF Thema sein. Mit der „Rohstoff-Expedition – Entdecke, was in (d)einem Handy steckt!" sollen junge Menschen am Beispiel des Alltagsgegenstandes Mobiltelefon für einen nachhaltigen Umgang mit Rohstoffen sensibilisiert werden. Interessierte Schulklassen (ab Klassenstufe 8) erhalten Lern- und Arbeitsmaterial zum ökologischen Rucksack sowie der Herstellung, Nutzung und Weiterverwertungsmöglichkeiten von Mobiltelefonen für den Unterricht. Denn in Deutschland liegen schätzungsweise 83 Millionen Alt-Handys ungenutzt in Schubladen; die in ihnen enthaltenen Rohstoffe könnten zumindest teilweise wieder in den Wertstoffkreislauf gelangen, wenn sie recycelt würden.

Das FONA-Forum lädt Experten aus Politik, Wissenschaft, Wirtschaft und Kommunen dazu ein, in einer der 15 Diskussionsrunden über neue Formen der Nachhaltigkeitskommunikation sowie den Stand der Forschung für nachhaltige Entwicklungen, neue Lösungen und zukünftige Forschungsprioritäten zu diskutieren. Das FONA-Forum wird jährlich vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) organisiert und versteht sich als Schaufenster der deutschen Nachhaltigkeitsforschung. Es bietet allen Interessierten Gelegenheit zum wissenschaftlichen Austausch und zur Kontaktpflege.

Die Anmeldung ist ab sofort möglich unter: http://www.fona.de/forum-2012

Zum Programm: http://www.fona.de/de/forum/2012/programm.php

Informationen zur bundesweiten Handy-Sammelaktion: www.die-rohstoff-expedition.de

Die Wissenschaftsjahre sind eine Initiative des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) gemeinsam mit Wissenschaft im Dialog (WiD). Seit dem Jahr 2000 fördern sie den Austausch zwischen Öffentlichkeit und Forschung. Im Wissenschaftsjahr 2012 – Zukunftsprojekt Erde stehen drei zentrale Fragen im Mittelpunkt: Wie wollen wir leben? Wie müssen wir wirtschaften? Und: Wie können wir unsere Umwelt bewahren? Damit fördert das Wissenschaftsjahr 2012 die gesellschaftliche Debatte über die Ziele, Herausforderungen und Aktionsfelder einer nachhaltigen Entwicklung.

Alzheimer: Folgenschwere Faltung verhindert

Alzheimer: Folgenschwere Faltung verhindert

Deutsche Wissenschaftler nehmen Beta-Amyloid-Peptid ins Visier

Gehirn-Scans: Forscher untersuchen Eiweiße (Foto: pixelio.de, Dieter Schütz)
Gehirn-Scans: Forscher untersuchen Eiweiße (Foto: pixelio.de, Dieter Schütz)

Duisburg-Essen (pte026/29.11.2016/11:30) –

Forscher vom Center for Nanointegration der Universität Duisburg-Essen http://uni-due.de/cenide haben die Bildung bestimmter Eiweißstrukturen verhindert, die als
Ursache für Alzheimer gelten. Ein Verdächtiger ist das
Beta-Amyloid-Peptid, das auch im gesunden Körper vorkommt. Dieses Eiweiß
faltet sich bei erkrankten Menschen zu bestimmten Strukturen zusammen,
die sich nachfolgend als "senile Plaques" im Gehirn ablagern und seine
Funktion massiv stören.

Forschung auf Molekülebene

Das Team um die Evonik-Stipendiatin Carmen Streich vom
Lehrstuhl für Technische Chemie I konnte verhindern, dass sich diese
schädlichen Strukturen bilden – allerdings nur im Labor. Dazu haben die
Forscher winzige Nanopartikel – ein hunderttausendstel eines Millimeters
– mit Molekülen versehen, die sich besonders gern am
Beta-Amyloid-Peptid anlagern und so die folgenschwere Faltung
verhindert.

"Dies sind erste ermutigende Ergebnisse auf
Molekülebene, die wir weiter untersuchen müssen", erklärt Streich. Noch
ist zum Beispiel unbekannt, welche weiteren Konsequenzen es haben
könnte, das Beta-Amyloid-Peptid durch die angelagerten Nanopartikel
komplett lahmzulegen. "Möglicherweise wird damit auch ein nützlicher
Mechanismus unterbunden. Das weiß man noch nicht." Die Forschung bilde
die Grundlage für einen neuen Therapieansatz, der in den
Krankheitsmechanismus selbst eingreifen könnte, anstatt nur Symptome zu
lindern.

Forschung gibt Blinden Hoffnung

Virtual-Reality-Forschung gibt Blinden Hoffnung

Koordination von Menschenmengen in virtueller Umgebung untersucht

Oculus Rift: Wurde von Forschern drahtlos gemacht (Foto: flickr.com/Nan Palmero)
Oculus Rift: Wurde von Forschern drahtlos gemacht (Foto: flickr.com/Nan Palmero)

Providence (pte011/09.07.2014/12:00) –

Forscher haben ein drahtloses Virtual-Reality-System entwickelt, um die
Bewegungen von Fußgängern in Menschenmengen zu verstehen und
herauszufinden, wie diese sich koordinieren. Das Team um William Warren
von der Brown University http://brown.edu hofft, eine neue Technologie entwickeln zu können, die auch blinden und
sehbehinderten Menschen dabei hilft, sicher durch Menschenmengen zu
navigieren.

"Wenn du während dem Klassenwechsel über den Campus
gehst, koordinierst du – bewusst oder nicht – deine Bewegungen mit jenen
der Menschen um dich herum", so Warren. "In manchen Situationen bilden
sich zusammenhängende Schwärme, ein bisschen wie ein Vogel- oder
Fischschwarm. Wir wollen diesen Prozess verstehen."

"Echte" Menschen in virtueller Realität

Das Forschungsprinzip: Die Bewegungen einer echten
Menschenmenge wurden zuerst aufgezeichnet. Dann wurde in die virtuelle
Realität gewechselt, in die bis zu vier "echte" Menschen eingefügt
werden. Warren erklärt: "In Experimenten können wir eine virtuelle
Menschenmenge manipulieren, um zu sehen, wie echte Subjekte auf das
Verhalten ihrer virtuellen Nachbarn reagieren."

Er fährt fort: "Das erlaubt uns, eine visuelle
Koppelung zwischen einem Individuum und seinen Nachbarn herzustellen.
Dieses Modell verwenden wir dann, um vorherzusagen, was passieren wird,
wenn sich eine Gruppe von Menschen zusammen in einer echten
Menschenmenge bewegt."

Virtual Reality via Oculus Rift

Um die Bewegungen aufzuzeichnen, wurde das Virtual Environment Navigation Labor http://bit.ly/1oAEdt7 so umgebaut, dass der Raum über Videokameras und Beacons verfügt, die
den aktuellen Standort der "echten" Menschen aufzeichnen, die sich in
den virtuellen Umgebungen bewegen. Die virtuelle Realität wird durch
Oculus-Rift-Headsets http://oculusvr.com simuliert, die von den Forschern so umgebaut wurden, dass sie drahtlos sind.