Archiv der Kategorie: Pressemeldung

Wissen mit Anekdoten

Heiligenhaus

Wissen mit Anekdoten
­Kurzweilig und unterhaltsam führte der Wahl-Heiligenhauser Jean Pütz die Gesamtschüler durch die Wunder der Wissenschaft. Heiligenhaus: Gesamtschule | Mit lockeren Sprüchen und verblüffenden Experimente stellte Jean Pütz in der Gesamtschule einige Phänomene der Naturwissenschaften vor.

„Ich bin ein Dinosaurier des Fernsehens, 1971 hatte ich meine erste Sendung im Dritten Programm, viele werden mich nicht mehr kennen, seit zehn Jahren bin ich eigentlich im Ruhestand“, stellte sich der gebürtige Luxemburger und Wahl-Heiligenhauser den Schülern vor.
Auf dem Neujahrsempfang des Bürgermeisters hatte er versprochen, in seiner neuen Heimat eine „Pützmunter-Show“ zu präsentieren. Ort des Showdowns war die Mensa der Gesamtschule, die im vergangenen Jahr 20-jähriges Bestehen gefeiert hatte. Der prominente Schnauzbartträger bekannte sich als Fan dieser Schulform.

Zusammen mit seinem Freund und angehenden Doktor der Physik, Horst Minge, hatte der Wissenschaftsjournalist eine Vielzahl von Experimenten vorbereitet. Diese präsentierte er mit persönlichen Anmerkungen, einigen Anekdoten und ein paar Zoten.
„Die Tatsache, dass ich mit 76 noch so fit bin, führe ich darauf zurück, dass ich täglich drei Liter Flüssigkeit trinke, auch wenn neben Wasser mal ein paar Gläser Kölsch dazwischen sein können.“

Blaue Tinte verspritzte er auf dem hellen Pullover einer Lehrerin. „Ich könnte versuchen, die Flecken wegzuwischen, aber die Flecken gehen ganz von alleine weg“, lächelte der Schnauzbart verschmitzt und erklärte das Phänomen, das sich so ähnlich verhält, wie das Verschwinden von Kohlensäure aus Sprudel. „In einigen Minuten sind die Flecken weg, und wenn nicht, habe ich eine gute Versicherung.“
Immer mal wieder stellte der launige Moderator Wissensfragen an sein aufmerksames Publikum, das mit sachkundigen Antworten überraschte. „Die jungen Leute sind manchmal klüger, als wir Lehrer denken“, richtete er seine Erkenntnis an das Kollegium der Gesamtschule.

„Wissen kann das Leben erleichtern“

Heiligenhaus

"Wissen kann das Leben erleichtern"
VON SANDRA KREILMANN – zuletzt aktualisiert: 09.03.2013 Heiligenhaus (RP). Feuer, Knalleffekte und Verblüffung – ganz ohne Magie. Dafür sorgte "Hobbythek"-Erfinder Jean Pütz gestern mit besonderen Experimenten in der Gesamtschule.

"Ihr kennt mich vielleicht nicht, eure Eltern aber schon", sagte Pütz zur Begrüßung seines Programmes vor zahlreichen Schülern in der Mensa. Er selbst bezeichnet sich als "Dinosaurier", seit zehn Jahren ist er eigentlich im Ruhestand. Die Faszination daran, Wissen weiterzugeben, hat er aber nicht verloren. "Damals war es die Pflicht, heute vor euch auftreten zu können ist die Kür."

gesamtschuleDer Tag der Naturwissenschaften

Ziel: 150 Schüler verbrachten den Tag dann auch weiterhin mit den Naturwissenschaften. Experimente und Vorträge aus Biologie, Chemie, Physik sollten prämiert werden.

Ausblick: Der Tag könnte zu einer regelmäßigen Einrichtung werden. "Das kommt darauf an, welche Erfahrungen wir heute machen und wie die Schüler das finden," sagt Lehrer Robert Reibel. "Wir hoffen damit, dass die Schüler kreativ sind oder es werden, dass sie Unterrichtswissen umzusetzen lernen."
Und so verblüffte er, gemeinsam mit dem Physiker und Doktoranden Horst Minge die bunte Schüler- und Lehrerschar. Mit einer Feuerfontäne, die mitten in der Mensa empor quoll, machte er Energie sichtbar; mit einer Trommel machte er sie zudem auch hörbar. Er demonstrierte, welche Kräfte in einem Samenkorn schlummern und was der Unterschied ist, zwischen Zucker und "Light"-Produkten: "Die Dose mit dem stark gezuckerten Produkt geht unter, die ohne Zucker schwimmt."

Ebenso klärte der gebürtige Kölner das Mysterium auf, wie Wasser von einer Windel aufgesogen wird. Er veranschaulichte das Prinzip, in dem er selbst das Wasser "schnittfest" in einer Tasse sammelte, um diese dann einem "Versuchskaninchen" aus den Reihen der Schüler eben nicht über den Kopf zu gießen. Antworten seien in der Physik leicht zu finden.

Worin eine Massenpanik ihre Ursprünge hat, wird deutlich, wenn Pütz demonstriert wie Körner durch den engen Hals einer Flasche geschüttet werden sollen. Dabei bleibt er unterhaltsam und bringt eine Portion eigene Meinung mit unter. "Hokus-Pokus" wie das Löffelverbiegen durch Gedankenkraft demaskiert er im Handumdrehen: "Das ist keine Magie, das ist eine ganz einfache, chemische Reaktion." Bei so manchem Thema konnten aber auch die Heiligenhauser Schüler mit Wissen beeindrucken. "Die jungen Leute sind manchmal klüger, als wir Lehrer denken", lobte er.

"Wer offen und neugierig ist, dem steht die Welt offen." Mit Formaten wie der "Hobbythek", "Globus" oder "Dschungel" hat er sich in der TV-Landschaft einen Namen gemacht. Er war Mitbegründer der WDR-Wissenschaftsredaktion, die auch die Grundlagen gelegt hat für aktuelle Formate wie "Quarks und Co." Heute lebt Pütz mit seiner Familie in seinem Energie-sparsamen Domizil in Heiligenhaus und gratuliert gerne zum Geburtstag der Gesamtschule – "aus innerer Überzeugung". Denn die Gesamtschule empfinde er als das beste Schulsystem, bekundete Pütz.

Er ist gelernter Elektromechaniker, wurde dann Ingenieur und studierte schließlich Mathematik und Physik auf Lehramt. Nebenbei hatte er da noch das Fach Soziologie belegt. Seit er am Heiligenhauser Stadtrand lebt, fühlt er sich dem Ort verbunden. Mit etwas zeitlichem Nachlauf kam es beim Neujahrsempfang schließlich auch dazu, dass Bürgermeister Dr. Jan Heinisch ihn ganz offiziell als Neubürger begrüßte.

"Wir haben Jean Pütz einfach gefragt, ob er Lust hätte, uns mit seiner Wissenschaftsshow zu besuchen. Wir freuen uns, dass er zugesagt hat und die Themen aus dem Unterricht ziemlich unterhaltsam darstellt. Einigen Schülern war der Name Jean Pütz ein Begriff. Manche haben mich angesprochen, ‚ist das wirklich der?’", erzählt Physik- und Mathelehrer Robert Reibel, der zum Organisationsteam gehört. Diese "Faszination Wissenschaft" hofft Pütz an die Schüler weitergeben zu können, denn "Wissen kann einem das Leben ungemein erleichtern."

Pützmunter! Ein Medienstar kommt nach Leipzig

Leipzig

Sein Markenzeichen ist der Zwirbel-Schnurrbart, sein Metier das Experimentieren: Jean Pütz, Wissenschaftsjournalist und beliebter Fernsehmoderator ("Hobbythek", "Volle Kanne – angerührt"), münzt trockene Naturwissenschaft in spannende Unterhaltung um. Zur Freizeit-Messe modell-hobby-spiel vom 1. bis 3. Oktober 2010 kommt das Unikum nach Leipzig und zeigt in der "Pützmunter-Hobby-Show" verblüffende Experimente zum Schmunzeln und Staunen. Einige sogar zum allerersten Mal – wie die Luft-Wasser-Rakete: Eine Limoflasche wird mit etwas Wasser und einer Luftpumpe zur Rakete. Eine Konstruktion, die der Laie nicht zu Hause ausprobieren sollte! Ansonsten sind Pütz‘ Basteltipps und -tricks jedoch allesamt zum Nachahmen empfohlen. Schließlich steht Weihnachten bald vor der Tür, und Selbstgemachtes liegt voll im Trend!

Jean Pütz ist Stargast der modell-hobby-spiel vom 1. bis 3. Oktober in Leipzig.
Die "Pützmunter-Hobby-Show" gibt’s am 1. Oktober 11.00, 13.30 und 16.00 Uhr auf der Showbühne in der Glashalle sowie am 2. Oktober 11.30 und 13.30 Uhr in Messehalle 5, Stand F 32.
Unter anderem zu erleben: der einfachste Motor der Welt und als Weltpremiere die Luft-Wasser-Rakete
 "Meine Show beginnt dort, wo der Schulunterricht leider meistens aufhört. Ich zeige, wie viel Spaß Chemie, Physik und Mathematik machen können."
Jean Pütz, Wissenschaftsjournalist, TV-Moderator und Bastel-Legende

 "Ich finde es wichtig, dass Kinder sinnvolles Spielzeug bekommen und einem schönen Hobby nachgehen, statt den ganzen Tag vorm Computer oder Fernseher zu sitzen."
Jean Pütz, Wissenschaftsjournalist, TV-Moderator und Bastel-Legende

Probieren geht über studieren

Heilbronn

Von Werner Tewes

Heilbronn – Mathematik ist dröge? Physik schwere Kost? Chemie etwas für verschrobene Menschen? Keineswegs. Jean Pütz führt einen Feldzug, um bei jungen Menschen das Interesse für Naturwissenschaften neu zu entfachen. Oder besser noch: eine wahre Begeisterung zu wecken. Wie? "Man muss experimentieren. Et muss auch mal knallen", sagt der berühmte Wissenschaftsmoderator im breiten Rheinländer Singsang. Am Sonntag machte der Kölner mit Luxemburger Wurzeln und dem gezwirbelten Schnurrbart Station im Heilbronner Science-Center Experimenta.

Voller Einsatz

"Pützmunter" heißt seine Show, und der Name ist Programm. 73 Jahre hat Pütz inzwischen auf dem Buckel. Sein Alter merkt man ihm aber allenfalls wegen der ergrauten Haare an. Der Mann, der schon in den 70ern in der Sendung "Hobbythek" beim WDR in Alltagsexperimenten zeigte, wie Naturwissenschaften das Leben bereichern können, ist auch an diesem Tag in der Experimenta mit vollem Einsatz bei der Sache. Er lacht, er scherzt, er holt Kinder und Eltern zu sich auf die Bühne. Und es gelingt ihm: Nicht nur die kleinen, auch die großen Zuschauer kleben von Beginn der Show an an seinen Lippen.

Pütz ist gut vorbereitet: Allerhand Apparaturen sind auf der Bühne aufgebaut. Kommen sie in seine Hände, wird Wissenschaft lebendig. Wie sich Luftdruck auswirkt, zeigt Pütz, indem er einen Schokokuss unter einer Vakuumhaube zum Platzen bringt. Schweineblut versetzt er mit Wasserstoffperoxid. Tada: Das Ganze sieht nun aus wie "ein Himbeereis mit Sahne".

Ob Hannes (9) Jonas (12), Niklas (10), Laurina (8) und Emelie (6) aus Heilbronn, Lukas (5) aus Eppingen oder auch Benedikt(9) und Valentin (6) aus Bad Rappenau, die Meinung der Kinder ist eindeutig: Der Pütz ist "gut", wahlweise auch "super". Das finden übrigens auch so manche Eltern: "Es war super interessant", sagt etwa die Bad Rappenauerin Bettina Wolesak. "Damals im Unterricht ist einem doch vieles unklar geblieben. Heute habe ich dagegen wirklich einiges gelernt."

Jean Pütz rockt Ostwestfalen

Lübbecke

Pünktlich um 10.00 Uhr morgens eröffnete Christian Wenzel das Jubiläums-IMMO-FORUM 2010.
Über 60 Aussteller fanden sich in der Lübbecker Stadtsporthalle ein und sorgten so – wie im Vorjahr – wieder für ein Rekordniveau.

Viele Aussteller zeigten technische Neuerungen, um Energie und damit Geld zu sparen. So waren unter anderen Lösungen im Bereich Photovoltaik, moderner Dämmung, Erdwärme, Holzheizungen und Solaranlagen zu sehen.

Die heimische Wirtschaft nutzte die Chance ihre Leistungsfähigkeit zu präsentieren.

Als besonderes Highlight in diesem Jahr galt der Auftritt des bekannten Moderators und Wirtschaftsjournalisten Jean Pütz.

Mit den Worten "Ich hab da mal was vorbereitet" präsentierte er seine vergnügliche "Pützmunter-Power-Show" und begeisterte über 2000 Zuschauer mit verblüffenden Experimenten rund um das Thema Energie.

Die LSM stand dem Veranstalter "Handmade interactive" aus Lübbecke wieder einmal als Messebaupartner zur Seite und stellte in diesem Jahr neben Messewänden, Teppichboden, Mobiliar, Beleuchtung und Stromversorgung auch das Zelt sowie einen mobilen Stromerzeuger für den GOP Cateringbereich zur Verfügung.

Die Kinder- und Jugendakademie – ein voller Erfolg

Neustadt-Glewe

Mit 176 staunenden und lachenden Mädchen und Jungen im Alter von 10 bis 17 Jahren tauchte der Wissenschaftsjournalist Jean Pütz ein in die wunderbare und faszinierende Welt der Physik.

Mit der "Pützmunter-Experimente-Show" fiel am Samstag, den 20. Juni 2009 der Startschuss für die vom Gewerbeverein Neustadt-Glewe e.V. ins Leben gerufenen erste Kinder- und Jugendakademie der Region.

Es ging zu wie an einer richtigen Universität: Jeder junge Student wurde zuerst beim Betreten der Akademie durch die beiden studentischen Hilfskräfte Janet Kaiser und Janine Reifschläger ordnungsgemäß immatrikuliert und erhielt seinen ersten Studentenausweis. Vielen Dank Euch beiden!!! Den Spuren auf dem Fußboden folgend ging es dann hinauf in den Hörsaal. Eltern, Geschwister, Großeltern, Tanten, Onkel und Freunde hatten in der Mensa die Möglichkeit ihren Kindern bei Kaffee, Kuchen und Kesselgulasch per Video-Live-Übertragung zuzuschauen. Die Vorlesungen begannen pünktlich mit dem akademischen Viertel um 10.15 Uhr, um 12.15 Uhr und um 14.15 Uhr.

Wie bringen Zitronen Lampen zum Leuchten? Was ist das Pampers-Phänomen Wie explodiert Mehl? Was passiert einem Kosmonauten, der ohne Spezialanzug in den Orbit aussteigt? Wie funktioniert die Blutgerinnung? Was hat es mit den Magdeburger Halbkugeln auf sich? Fragen über Fragen, die Jean Pütz seinen faszinierten Studenten humorvoll in unzähligen, verblüffenden und magischen Experimenten erklärte. Die Kinder dürfen mit machen, werden in die Experimente einbezogen, assistieren, stellen- und beantworten Fragen. Der laute Knall einer durch den Hörsaal fliegenden Rakete beendete nach einer Stunde jede der 3 Vorlesungen.

Der Stempel im Studenten-Ausweis und das Zertifikat belegen den erfolgreichen Besuch der ersten Vorlesung. Und eins weiß Charlotte, die frisch immatrikulierte Studentin, schon heute, bei der nächsten Vorlesung im Herbst bin ich wieder mit dabei.

Wissen macht Spaß! Das haben die jungen Studenten der Kinder- und Jugendakademie schon in ihrer ersten Vorlesung erfahren. Diese Erfahrung sollen unsere Kinder machen. Damit sie einen kreativen Zugang zu Technik, Natur, Gesellschaft, Kunst, Kultur, Wissenschaft und Forschung erhalten gründete der Gewerbeverein Neustadt-Glewe e.V., unter Vorsitz von Christian Rosenkranz, die erste Kinder- und Jugendakademie der Region. Die Vorlesung war ein voller Erfolg! Und deshalb wird es im Wintersemester, nach den Sommerferien, die nächste Veranstaltung geben.

Ein lautes Klopfen und ein herzliches Dankeschön auch an Peggy Hildebrand und Birgit Kuhlemann. Die Mitarbeiterinnen der ibu – institut für berufsbildung und umschulung GmbH sind seit Wochen damit beschäftigt, die Kinder- und Jugendakademie Wirklichkeit werden zu lassen.

Der Schokokuss im Weltall

Neustadt-Glewe

„Boahh“, „cool“, ähh, wie geht das denn?“ – Ausrufe wie diese flogen am Sonnabend im Hörsaal der ibu Neustadt-Glewe nur so über Tische und Bänke. Hier lief die erste Veranstaltung der Kinder- und Jugendakademie Neustadt-Glewe. Die Mädchen und Jungen, die sich dahin aufgemacht hatten, kamen bei der „Pützmunter-Experimente-Show“ mit Jean Pütz aus dem Staunen nicht heraus, und sie hatten ihren Spaß dabei.
NEUSTADT-GLEWE – Jean Pütz, 72 Jahre alter Kölner Bub mit Luxemburger Wurzeln, hatte den von Beginn an den Hörsaal, in dem er am Sonnabend gleich drei Vorlesungen hielt, fest im Griff. Viel brauchte er dazu nicht. Sein verschmitztes Lächeln, die lockeren Sprüche, ein großes Herz für die kindliche Neugier, ein brechend volles Pult mit Experimenten-Zutaten und natürlich seinen Assistenten Horst.
Spannende Experimente am laufenden Band
Wie viele Experimente er vorführte, bei denen er sich immer wieder von den Kindern assistieren ließ und in die er sie mit Fragen einband? Wir haben nicht gezählt. Aber – es waren seeeehr viele. Zum Beispiel das mit dem Schokokuss im Weltall. „Was?“, fragen Sie. Genau. Eine Käseglocke, darunter ein Grabower Küsschen und ein Schlauch zum Luft absaugen. Mit so einfachen Mitteln demonstrierte Pütz, wie es einem Kosmonauten ergehen würde, der ohne Spezialanzug in den Orbit aussteigen würde. Keine schöne Vorstellung. Aber, der wie ein Hefekloß aufgegangene Schokokuss schmeckte Kevin trotzdem.
Pütz hatte die Magdeburger Halbkugeln im Miniformat dabei, ließ eine einen Meter lange Styropor-Stange in einer winzigen Vase verschwinden, er lüftete das Pampers-Phänomen, erklärte die Blutgerinnung anhand von Schweineblut und konzentriertem Sauerstoff, was hinterher lecker wie ein Erdbeereis aussah, zeigte, wie Zitronen eine Lampe zum Leuchten bringen, ließ Mehl explodieren, eine Rakete durch den Hörsaal fliegen…
Nach jeweils einer Stunde beendete er seine Vorlesungen und entließ die verblüfften und frischgebackenen Studenten – alle wurden richtig immatrikuliert und erhielten am Sonnabend auch richtige Studentenausweise – ins Wochenende. Mit der Gewissheit, dass Physik nicht trocken und Chemie schon gar nicht langweilig ist.
„Ich fand alle seine Experimente so cool“, sagt Janno Beckmann. „Wenn wieder so eine Vorlesung ist, bin ich auf jeden Fall dabei.“ Auch Adrian Wittmann ist begeistert: „Von mir aus hätte es noch weitergehen können.“ Aber irgendwann ist eben auch die „Pützmunter-Show“ zu Ende.
In der Pause erzählt Jean Pütz, dass er in jungen Jahren Journalist werden wollen. „Als ich dann aber ,Walter von der Vogelweide‘ auswendig lernen sollte, verlor die Medienwelt auf Schlag ihren Reiz.“
Knochenjob gegen Gehirnjogging getauscht
Er habe dann Mathematik und Physik studiert, schrieb sich nach bestandener Hochbegabtenprüfung an der Kölner Ingenieurschule ein, arbeitete später auch als Lehrer. „Ganz zuerst war ich Elektromechaniker und Handwerker. Aber irgendwann beschloss ich, die Knochenjobs mit Gehirnjogging zu vertauschen. “ Das ist 40 Jahre her. Seitdem macht Pütz, den man aus den WDR-Sendungen „Hobbythek“ und „Dschungel – leben und leben lassen“ sowie der ARD-Sendereihe „Bilder der Wissenschaft“ kennt, das was er heute macht: Wissen und Bildung durch verblüffende und magische Experimente der jungen Generation näher bringen.
Und da schließt sich der Neustädter Kreis. Kindern im Städtedreieck einen kreativen Zugang zu Technik, Natur, Gesellschaft, Kunst, Kultur, Wissenschaft und Forschung zu bieten und sie zu motivieren, sich schon frühzeitig für deren komplexe Inhalte und Fragen zu begeistern, war für den ortsansässigen Gewerbeverein und das Bündnis im Städtedreieck die Intention, die erste Kinder- und Jugendakademie der Region ins Leben zu rufen. Und auch dieses Experiment scheint geglückt. „Nach den Sommerferien gibt es die nächste Veranstaltung“, kündigt Christian Rosenkranz an. Und der Vorsitzende des Gewerbevereins verhehlt seine Freude über die gelungene Premiere nicht.

5000 Besucher beim Wissenschaftsfestival

Göttingen

Mehr als 5000 Besucher hat gestern das Festival "Stadt der jungen Forscher" rund um das Alte Rathaus angezogen. Zwölf Stationen informierten mit teils faszinierenden Experimenten über die Welt der Wissenschaft. In manchen Aktionszelten hielt sich das Interesse jedoch in Grenzen. Und andere nutzten das Festival gar, um für bessere Bildungschancen zu demonstrieren.
Alten Rathaus, und manch einer schaute sich erschrocken um. Dabei war alles ganz harmlos. Auf der einen Seite verlangten etwa 50 Demonstranten lautstark bessere Bildungschancen. Auf der anderen Seite kreischten Kinder und Jugendliche in den Schreikasten vom SchoolLab des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR). Die Laustärke eines startenden Flugzeugs, also rund 90 Dezibel, erreichten beide Gruppen locker. Beim DLR gab es dafür einen Preis. Die Demonstranten hingegen wurden von einer Handvoll Polizisten umringt.
Ansonsten lief jedoch alles ruhig ab beim Festival "Stadt der jungen Forscher" – beizeiten sogar etwas zu ruhig. Denn manch ein Vertreter der Institutionen, die sich in einem der zwölf Aktionszelte von 10 bis 22.30 Uhr präsentierten, hätte sich etwas mehr Betrieb gewünscht. Und auch auf der großen Bühne neben der Johanniskirche schaffte es lediglich der ehemalige TV-Moderator Jean Pütz mit seiner "Pützmunter-Show", so viele Interessierte anzulocken, dass man sich auch wie auf einem Festival fühlte.
"Pützmunter"
Pütz fand dennoch wärmende Worte für die Veranstaltung, die mit widrigen Wetterbedingungen zu kämpfen hatte. Es sei einfach "faszinierend", wie den jungen Leuten der Spaß an Naturwissenschaften vermittelt werde. Göttingen als erste "Stadt der jungen Forscher" sei daher ein würdiger Ausrichter des Wissenschaftsfestivals.
Viele Angebote begeisterten die Besucher auch durchaus, zum Beispiel das Bauen von Modellfliegern beim DLR. Die Versuche der Chemiker und Physiker der Uni Göttingen, die Infos des Xlab und verschiedene Experimente der hiesigen Max-Planck-Institute wurden gut von den jungen Forschern angenommen.
Martina Fromm vom DLR brachte es auf den Punkt: "Überall dort, wo die Kinder viel selbst ausprobieren können, ist auch etwas los." Und sei es nur, um laut zu schreien.

Festival der jungen Forscher

Göttingen

In Deutschland herrscht Fachkräftemangel und dieses Problem wird sich in den kommenden Jahren voraussichtlich noch verstärken – wenn man nichts dagegen unternimmt. Die Robert Bosch Stiftung, die Körber-Stiftung und die Deutsche Telekom Stiftung wollen dabei nicht länger tatenlos zusehen und haben eine Initiative ins Leben gerufen, mit der sie das Ziel verfolgen, Kinder und Jugendliche für Wissenschaft zu begeistern. Mit dem Preis "Stadt der jungen Forscher" werden Städte ausgezeichnet, die ein besonderes Engagement an der Schnittstelle zwischen Schule und Wissenschaft zeigen. Und dass Forschung und Wissenschaft nicht immer trocken und langweilig sein müssen, hat das Festival der Wissenschaft am vergangenen Freitag in Göttingen gezeigt.
In diesem Jahr ist Göttingen nicht nur Stadt, die Wissen schafft, sondern auch die erste "Stadt der jungen Forscher". Damit wird das Engagement vieler wissenschaftlicher Einrichtungen und Institutionen, die sich besonders an Schüler richten, ausgezeichnet. Dazu gehören unter anderem das XLAB, das DLR_School_Lab oder die Kinder-Uni. Mit dem Titel "Stadt der jungen Forscher" geht ein Preisgeld in Höhe von 50.000 Euro einher.
Anlässlich dieser Auszeichnung hatte die Stadt Göttingen bereits Ende letzten Jahres einen Förderwettbewerb für Kooperationsprojekte zwischen Schule und Wissenschaft ausgeschrieben. Gewonnen haben sechs Schulen, die mit insgesamt sieben verschiedenen wissenschaftlichen Einrichtungen an acht Projekten arbeiten. An diese Kooperationsprojekte fließt nun ein Teil des Preisgeldes.
Mit der restlichen Summe veranstaltete die Stadt Göttingen am vergangenen Freitag rund um das Alte Rathaus ein "Festival der jungen Forscher", auf dem sich die Preisträger des Förderwettbewerbs vorstellen und erste Ergebnisse präsentieren konnten. Außerdem waren dort zahlreiche wissenschaftliche Einrichtungen aus Göttingen, wie die Hochschule für angewandte Wissenschaft und Kunst, die naturwissenschaftlichen Fakultäten der Georg-August-Universität oder das XLAB mit Informationsständen und Mitmach-Aktionen vertreten. In insgesamt 12 Zelten gab es vor allem für Kinder und Jugendliche viel Neues zu entdecken und zu lernen. Aber auch die älteren Generationen zeigten großes Interesse an dem Festival und ließen es sich nicht nehmen, das ein oder andere auch selbst auszuprobieren.
Eröffnet wurde das Festival von Prof. Dr. Manfred Eigen, Nobelpreisträger und Ehrenbürger der Stadt Göttingen. In seiner Rede begrüßte er vor allem die jungen Besucher und lobte er das Engagement der wissenschaftlichen Initiativen. Es sei für ihn eine Ehre gewesen, in Göttingen studieren zu dürfen. Im Anschluss an seine Rede startete das Festival dann mit bunten Ballons und einem Gewinnspiel. Mit Karten an Heißluftballons sollte die "Stadt der jungen Forscher" in die Welt hinaus getragen werden. Für den Finder und den Absender eines Ballons gibt es dann auch noch etwas zu gewinnen.
Aber Institutionen und Schulen, die ihre Arbeit in Zelten vorstellen, machen noch kein Festival aus. Ein buntes Bühnenprogramm, das am Mittag vom Oberbürgermeister der Stadt Göttingen und dem Niedersächsischen Minister für Wissenschaft und Kultur eröffnete wurde, sorgte für Unterhaltung bis in den späten Abend. Highlight auf der Bühne war sicherlich die Experimentiershow "Feuer & Flamme" von Artewis. In mehr als 10 Experimenten wurden Alltagsphänomene, aber auch geheimnisvolle Vorgänge rund um das Thema Verbrennung gezeigt. Aber auch die zweiteilige "Pützmunter-Show" des Wissenschaftsjournalisten Jean Pütz machte deutlich, dass Wissenschaft keineswegs immer langweilig sein muss. Pütz präsentierte verblüffende und magische Experimente zum Schmunzeln, Staunen und Nachmachen.
Ergänzt wurde das Bühnenprogramm von einer Schülertheatergruppe, einem Schulchor, einem Vortrag der Kinder-Uni, Powerpop-Livemusic und einem Auftritt der Comedy Company.
Die "Stadt der jungen Forscher 2010" wird Gießen. Die Stadt setze sich gegenüber 13 Mitbewerbern durch und gewann schließlich im Finale gegen Kiel und Stuttgart. Gießen überzeuge vor allem durch die sehr gute Vernetzung von Bildung, Wissenschaft, Wirtschaft und Kultur sowie langjährige Erfahrung in der Durchführung von Wissenschaftsfestivals, so Dr. Ekkehart Winter, Geschäftsführer der Deutsche Telekom Stiftung. Im kommenden Jahr wird es dann dort ein Festival der Wissenschaft geben.
Bianca Schöneich

„pro“ trotzt der Wirtschaftskrise

Ahaus

Ahaus-Alstätte – Muss Physik immer trocken und langweilig sein? Mit seiner "Pützmunter-Show" bewies Wissenschafts-Ikone Jean Pütz bei der Karpatenschau "pro 2009" eindrucksvoll das Gegenteil – und stahl der Politprominenz, die zur Eröffnung der regionalen Leitmesse nach Ahaus gekommen war, im wahrsten Sinne des Wortes die Schau. Zusammen mit seinem Assistenten ließ es das mittlerweile 73 Jahre alte Urgestein des Wissenschafts- und Umweltjournalismus auf der Bühne des Mediencenters nach Herzenslust knallen und zischen – und traf damit den Nerv des Publikums. Das erfuhr beispielsweise, wie mittels einer Zitrone und zwei Nägeln eine elektrische Spannung erzeugt wird, wie man ganz einfach Backpulver herstellen kann oder wie ein angelaufener Silberlöffel wieder blank wird.

Während der Podiumsdiskussion zur Eröffnung der "pro" hatte sich Pütz zuvor als "Land-Ei" geoutet und den Organisatoren ein großes Kompliment gezollt. Insbesondere das Thema Energie werde vielfältig und praxisnah wiedergegeben. Das Münsterland sei in diesem Sektor führend, stellte Pütz fest. Nicht von ungefähr habe er sich ein Unternehmen aus dieser Region für sein neuestes Projekt, den Bau eines Null-CO2-Hauses, ausgesucht.

Komplimente an das Karpaten-Team mit Hermann Niemeier und Martin Ellerkamp verteilte auch Regierungspräsident Dr. Peter Paziorek, der die Eröffnungsrede hielt und anschließend noch Zeit für zumindest einen kurzen Rundgang über das Ausstellungsgelände fand. "Was sie hier auf die Beine gestellt haben, verdient Anerkennung und hat mich beeindruckt." Paziorek nutzte zudem die Gelegenheit, Werbung für die Region Münsterland zu betreiben und die Stärken der Region hervorzuheben. Die Familienorientiertheit vieler Unternehmen, der Mut, auch über den Tellerrand hinauszublicken und die hohe Innovationsfähigkeit lassen ihn, was die erfolgreiche Überwindung der Wirtschaftskrise anbelangt, optimistisch nach vorne blicken. "Das Münsterland hat beste Voraussetzungen, die Krise zu bewältigen", betonte Paziorek, wenngleich er einräumen musste, das einzelne Branchen, wie zum Beispiel den Maschinenbau, schon "sehr stark" in Mitleidenschaft gezogen worden seien. Eine Verbrauchermesse wie die "pro" biete beste Chancen, eine positive Antwort auf die Probleme zu geben. Sie biete Gelegenheit, neue Kontakte zu knüpfen und Geschäftsbeziehungen aufzubauen. Sprachs und machte sich strammen Schrittes auf einen kleinen Rundgang über das Messegelände. Ziel war der Kyrill-geschädigte Wald im Westen des Karpatengeländes. Dort demonstrierte das Forstamt NRW, wie nachhaltige Waldnutzung sich heutzutage darstellt.

Derweil hatte sich das fünf Hektar große Ausstellungsgelände schon gut gefüllt. Nicht nur sehen und staunen war die Devise, viele Messebesucher ließen sich an beiden Tagen auch ganz konkret zu den Themenschwerpunkten Agrar, Energie, Tourismus, Handwerk und Garten beraten. Bei über 300 Ausstellern war das Angebot riesig. Hinzu kam ein umfangreiches Rahmenprogramm, das von der Demonstration im Sportsägen über Schlepper-Probefahrten bis hin zum Bauerngolf reichte.

VON RALPH SCHIPPERS, GRONAU