Archiv der Kategorie: Erde, Klima, Umweltschutz

Tesla verdient mit Umweltrechten und Spekulation

(Morning Briefing) – Bereits gestern hat Tesla seine Zahlen für das erste Quartal 2021 vorgelegt: Der Umsatz stieg um 74 Prozent auf 10,4 Milliarden, der Nettogewinn liegt bei 438 Millionen Dollar. Damit verzeichnet das Unternehmen seinen bislang höchsten Quartalsgewinn.

Drei Gründe erklären den neuen Rekord:

1. Allein in diesem Zeitraum lieferte das Unternehmen 184.800 Fahrzeuge aus und erzielte damit im Quartal einen Rekord. Im Gesamtjahr 2020 wurden lediglich 499.550 Fahrzeuge ausgeliefert. Vor allem das günstigere Model 3 sei bei den Kunden gut angekommen.

2. Durch den Verkauf von Emissionsrechten an andere Autobauer, die damit ihre CO2-Bilanz aufbessern, nahm Tesla weitere 518 Millionen Dollar ein – ein Anstieg von 46 Prozent, der den gesamten Nettogewinn übertrifft.

3. Tesla baut nicht nur Autos, sondern spekuliert auch mit Bitcoin. Fast ein Viertel des Quartalsgewinns beruht auf dem günstigen Kauf und dem teureren Verkauf der Kryptowährung.

Apropos Bitcoin: Die Kryptowährung erweist sich als Beziehungskiller. Rund 60 Prozent der von SurveyMonkey befragten Investoren gaben an, ihr Glaube an oder ihre Investition in Bitcoin habe sich negativ auf ihre persönlichen Beziehungen ausgewirkt. Je höher der Anteil des investierten Nettovermögens in die Kryptowährung, desto eher würden negative Auswirkungen auf das Beziehungsleben bestehen.

Der Grund: Wer an das Potenzial des neuartigen Geldes glaubt – oder gar investiert – wird von Kritikern mit Kopfschütteln begleitet. Die Kryptofans gelten den einen als genial und den anderen als deppert. Jeffrey Halley von der Brokerfirma Oanda erläutert den Mechanismus:

„Wenn eine Person in einer Beziehung in Kryptos investiert und der Partner ein vehementer Gegner ist, entstehen Belastungen. “

HKW als Klimaretter – mit Verbrennungsmotor und Brennstoffzelle

(BKWK) – Mit 125 KWK-Anlagen von der Brennstoffzelle mit 1,5 kWel bis zum Biogas-BHKW mit 1.200 kWel liefert das kommunal von den Landkreisen Mainz-Bingen, Bad Kreuznach und Alzey-Worms getragene Unternehmen nun blauen Strom und blaue Wärme in Schulen, Verwaltungsgebäude, Wohnquartiere und weitere Versorgungsobjekte. Blaue Kälte für die Sektkühlung eines Weingutes im Wonnegau über eine Adsorptionskältemaschine ist auch schon dabei und soll weiter ausgebaut werden. Der Geschäftsführer der EDG, Christoph Zeis, ist ein überzeugter, unermüdlicher und tatkräftiger Macher in Sachen dezentraler Kraft-Wärme-Kopplung, schon viele Jahre im Vorstand des B.KWK und hier aktuell Sprecher des Beirates Grundsatzfragen.

„Kraft-Wärme-Kopplung nimmt im Energiesystem der Zukunft eine entscheidende Rolle ein, wenn wir uns nach dem Ausstieg aus der Atomkraft auch von Kohleverstromung verabschieden. KWK-Anlagen sind das Paradebeispiel der Sektorenkopplung, denn sie verbinden den Strommarkt mit dem Wärmemarkt und verknüpfen beide mit dem Gasmarkt, der auf Sicht durch Biomethan und Wasserstoff immer grüner werden wird. KWK wird im Transformationsprozess sowohl die positive Residuallast übernehmen, wenn die volatile Wind- und Sonnenstromerzeugung nicht ausreicht als auch die negative Residuallast ausgleichen, wenn der Überschussstrom für Power-to-Heat in Speichern oder in Wärmepumpen zum Einsatz in Wärmenetzen Verwendung findet. Hocheffiziente KWK ist der ideale und dauerhafte Partner der Erneuerbaren Energien auch über das Jahr 2050 hinaus im hier dargelegten symbiotischen Sinne zur Erreichung der Pariser Klimaschutzziele“, so Zeis in seiner kraftvollen Argumentation.

B.KWK-Präsident Claus-Heinrich Stahl hat die EDG mit ihrem Sitz im rheinhessischen Nieder-Olm jetzt zur feierlichen Übergabe der Zertifikate „Blauer Strom®“, „Blaue Wärme®“ und „Blaue Kälte®“ besucht und sich ein Bild von der Philosophie des Unternehmens sowie seiner Arbeitsweise für Energieeinsparung, Energieeffizienz und Erneuerbare Energien gemacht: „Was Christoph Zeis hier mit ´seiner` EDG nach der Gründung im Jahr 1998 in nunmehr 23 Jahren aufgebaut hat, ist ein leuchtendes Beispiel dafür, wie Energiewende auf dezentraler, kommunaler Ebene mittels Contracting-Modellen geht. Das bestätigt sich auch mit dem Energy-Efficiency-Award, den die EDG als Preisträger nach 2019 auch 2020 von der dena erhalten hat. So könnte es eigentlich überall in Deutschland gemacht werden, um unsere nationalen Klimaschutzziele auf der Zeitachse auch schnellstmöglich zu erreichen“, so Stahl in Verbindung mit seinen Glückwünschen zur Zertifizierung Blaue Energie für die EDG.

Ist Elon Musk eine Umweltsau oder was noch?

(Xing) – Der Ton im Zwist um die Genehmigung für das deutsche Tesla-Werk wird rauer. Der E-Auto-Gigant hadert mit der deutschen Bürokratie, der Unmut beim US-Konzern wächst. Tesla will die schleppende Genehmigung für sein Werk in Brandenburg vorantreiben und hat deshalb einen Frust-Brief verfasst.

«Der deutsche Genehmigungsrahmen für Industrie- und Infrastrukturprojekte sowie für die Raumplanung steht in direktem Gegensatz zu der für die Bekämpfung des Klimawandels notwendigen Dringlichkeit der Planung und Realisierung solcher Projekte», kritisiert Tesla in dem am Donnerstag veröffentlichten Brandbrief und argumentiert, die Fabrik helfe durch Verbreitung von E-Mobilität im Kampf gegen die Erderwärmung.

Noch kein Zeitplan für endgültige Genehmigung
«Besonders irritierend» sei für Tesla, dass es 16 Monate nach dem Antrag noch keinen Zeitplan für die Erteilung einer endgültigen Genehmigung gebe. Das «eklatanteste Problem» sei, dass in aktuellen Verfahren und Gesetzen Projekte, die den Klimawandel bekämpften und solche, die ihn beschleunigten, gleich behandelt würden.

Tesla äußerte sich in einem Verfahren zwischen der Deutschen Umwelthilfe (DUH) und der Bundesrepublik vor dem Oberverwaltungsgericht Berlin-Brandenburg. Die DUH fordert, dass die Bundesregierung dazu verurteilt werde, ein Programm aufzustellen, um das nationale Klimaschutzziel 2030 zu erreichen. Tesla reichte die Stellungnahme als «Freund des Gerichts» ein, da es im Interesse des Verfahrens sei, die Erfahrungen zu teilen.

Umwelthilfe von Tesla-Vorstoß überrascht
Umwelthilfe-Chef Jürgen Resch sagte, er sei von Teslas Vorstoß überrascht worden, begrüßte ihn aber. Der Brief sei «segensreich»: «Das Wesentliche ist, dass jetzt wieder Schwung in die Diskussion hineinkommt, wie wir diese Überbürokratisierung in Deutschland zurückfahren können, ohne dass die Mitwirkungsmöglichkeiten der Zivilgesellschaft und der Umweltverbände geschliffen werden.»

Tesla will 500.000 Autos in Deutschland bauen – jährlich
Tesla will in seinem ersten europäischen Werk in Grünheide in Brandenburg im Sommer die Produktion aufnehmen und mit der Zeit 500 000 Autos pro Jahr fertigen. Der US-Konzern baut bisher mit vorläufigen Zulassungen. Die Arbeiten wurden wiederholt nach dem Vorgehen von Umweltverbänden unterbrochen. Unter anderem ging es dabei um die Umsiedlung von Tieren. Kritiker warnen auch vor Risiken für die Trinkwasser-Versorgung der Region. Langsam aber sicher gerät der Zeitplan in Gefahr.

Tesla schlägt Maßnahmenkatalog vor
Tesla schlug in der Stellungnahme zehn Maßnahmen vor, mit denen die Genehmigungsabläufe verbessert werden sollen. Dazu gehören beschleunigte Verfahren für nachhaltige Projekte sowie die Berücksichtigung auch indirekter Auswirkungen auf die Umwelt.

Aktuell könnten Hinweise auf relativ geringe lokale Folgen in größerem Maßstab positive Projekte verhindern, argumentierte der US-Konzern. Tesla kritisierte auch, dass bei der Beteiligung der Öffentlichkeit «einige der aktuellen Bestimmungen zu Missbrauch einladen». So belohnten große Anhörungen «Lautstärke statt Substanz».

Auch Brandenburgs Umweltministerium zeigte sich bei diesem Vorschlag skeptisch. Man halte zwar Verfahrensbeschleunigungen «an geeigneter Stelle» für sinnvoll. «Rechtlich kann es jedoch keine Unterscheidung zwischen scheinbar klimafreundlichen und eher klimabelastenden Investitionen geben, denn das Recht ist nicht teilbar.» (mit Material der dpa erstellt)

(Focus) – Ein erfahrener Ex-Daimler-Ingenieur unterschreibt einen Vertrag bei Tesla in Berlin. Doch noch bevor sein neuer Job richtig losgeht, ist er schon wieder vorbei.

Was Stefan Schwunk seinen Followern erst als Aprilscherz verkauft, stellt sich plötzlich als wahr heraus: Der ehemalige Daimler-Ingenieur, der im Dezember 2020 einen Vertrag für einen Job in der neuen Tesla-Fabrik bei Berlin unterschrieben hatte, ist genau diesen Job auch schon wieder los. Praktisch hatte er keinen einzigen Arbeitstag.

Schwunks Aussagen zufolge löste der Autokonzern von Elon Musk den Arbeitsvertrag auf, bevor er den Posten überhaupt offiziell angetreten hatte, wie er in dem Podcast „Moin Tesla“ erzählt hat und auch gegenüber FOCUS Online bestätigt hat. Als Grund für die Auflösung des Vetrags deutet der 43-Jährige an, dass er seine Tätigkeit als Youtuber nicht wie zuvor hätte weiterführen können.

Obwohl sein Kanal namens „Schwunkvoll“, in dem es um E-Mobilität und auch um eine kritische Auseinandersetzung mit der Industrie geht, beim Vorstellungsgespräch mit Tesla zunächst kein Problem gewesen sein soll, deutet Schwunk aber an, dass dem amerikanischen E-Auto-Konzern die Nebentätigkeit sowie ein angebliches Interview seines angehenden Mitarbeiters über den Job-Wechsel wohl doch nicht gefallen hatte.

Schwunk musste „ganz, ganz viele Verschwiegenheitserklärungen“ unterschreiben
Das merkte Schwunk offenbar in den ersten On-Boarding-Gesprächen, die er im Januar vor seinem offiziellen Jobantritt führte. Zu dem Zeitpunkt musste er schon „ganz, ganz viele Verschwiegenheitserklärungen“ unterschreiben, wie er im Podcast erzählt. Heißt: Er hätte öffentlich über seinen Job bei Tesla nicht sprechen dürfen.

In seinen Youtube-Videos also beispielsweise die Tesla-Gigafactory bei Berlin von innen zu zeigen, wie Schwunk es sich etwa ausgemalt hatte: völlig undenkbar. „Ich dachte, die wären da ein bisschen offener“, gibt Schwunk zu und erklärt, wie die Situation vor Jobbeginn bei ihm „schon ein bisschen Magengrummeln ausgelöst“ hätte. Hinzu kam nämlich, dass das Gehalt bei Tesla „natürlich nicht so wie ein Daimler-Gehalt“ sei. Seinen Youtube-Kanal als zweite Einnahmequelle zu nutzen, wäre also schwierig geworden.

Die Auflösung des Arbeitsvertrags scheint auch in Schwunks Sinne gewesen zu sein. „Da kam mir Tesla mit diesem Gespräch zuvor.“ Dann spielt er noch auf Tesla-Chef Musk an. „Ich glaube, da ist schon ziemlich viel dran, dass es bei Tesla einen Menschen gibt, der sozialmedientechnisch aktiv sein darf – und alle anderen nicht.“

Schwunk hat seit Mitte März einen neuen Job: bei einem Tochter-Unternehmen von VW, das unter anderem auf Lösungen für E-Mobility setzt.

Austausch mit einem Astrologen, der Trotz allem der Vernunft zugängig ist

Diese persönliche Antwort auf eine Mail eines Astrologen mit Vornamen Gabor möchte ich Ihnen, den Besuchern meiner Homepage, auf Grund seines philosophischen Inhalts und meiner Abgrenzung der von mir so genannten Esoterik, nicht vorenthalten.

Lieber Gabor,
ich weiß nicht, warum ich diese Begegnung vergessen habe. Aber vielleicht liegt das an meinem Vorurteil. Wenn Du Dich als Astrologe vorgestellt hast, habe ich auf Vergessen geschaltet und Dich leider nicht ernst genommen.

Mit anderen Worten: Du bist in ein schwarzes Loch getaucht. Es mag auch sein, dass ich mit Nietzsche-Jüngern nichts anfangen kann. Das ist eine Philosophie, zu der ich absolut keinen Zugang habe und auch nicht möchte. Um hier ebenfalls ein Vorurteil zu nutzen: Ich finde, Nietzsche ist einer der Ideengeber der Nazis. Für mich ist die Aufklärung, die mit Descartes, Kant, Rousseau, Newton und vielen anderen Philosophen, die sich der Rationalität der Naturwissenschaften unterworfen haben, diejenige, die letztlich zu der Formulierung der Menschenrechte geführt hat. Heros in dieser Reihe sind für mich auch Albert Einstein und Linos Pauling, die auf konkrete und fassbare Beweisbarkeit ihrer Thesen gesetzt haben. Dazu gehören natürlich auch viele Nachfolger. Die westliche Kultur, die oft von aktiven Wunschdenkern verunglimpft wird, ist von allen entwickelten Staaten, inkl. China, trotz oder wegen Konfuzius, manchmal übernommen worden.

Die Selbstbestimmung des Individuums fällt und steht mit der Möglichkeit, in diesem Sinne rational zu handeln. Deshalb meine Hauptthese in Anbindung an die der Naturwissenschaft zugängigen Philosophen: Wir müssen der Vernunft eine Chance geben, sonst bricht der wissenschaftliche Turmbau zu Babel in sich zusammen.

Wahrscheinlich bist Du mir als einer dieser Art Spinner vorgekommen, die man schnell vergessen sollte.

Verzeih mir, aber das ist mein Ego, an dem ich in meinem Alter nicht mehr rütteln möchte. Werner Heisenberg mit seiner Unschärfe-Reaktion, insbesondere auch Max Planck, ihre Theorien haben sich letztlich auch in Experimenten belegen lassen. Ja, darauf baut mittlerweile die völlig neue Technologie des Quanten-Computers auf.

Also, sobald der erste Astrologe, der durchaus auch geniale Eigenschaften haben kann, solche Beweisführung nachweisen kann, bin ich sofort bereit, Euch ernst zu nehmen. Mein Geist ist offen, so, wie ich mit Dir auch kommuniziere, obwohl mir viele Gedanken von Dir suspekt sind.

Es lebe die Skepsis

Viele Grüße
Jean Pütz

Anteil der Wärme-Erzeugung in Gebäuden völlig unterschätzt bei CO2-Einsparung für Klimaschutz – Mit einer Einführung von Jean Pütz

Im Zusammenhang mit der Verteufelung des Verbrennungsmotors wird der Energieverbrauch von Gebäuden,  der immerhin 50% der CO2-Erzeugung in Deutschland verursacht, vernachlässigt. Wärme wird in der Regel in Gasthermen, Ölheizungen und Fernheizungen direkt in den Gebäuden produziert. Viel intelligenter ist es, wenn in einem Kleinheizkraftwerk zusätzlich auch Elektrizität-Erzeugung erfolgt. Der in der Bevölkerung völlig unbekannte 2. Hauptsatz der Thermodynamik belegt, dass bei der Erzeugung von elektrischem Strom, wenn er nicht durch Fotovoltaik oder Windenergie gespeist wird, unweigerlich Wärmeverluste anfallen. Im Gegensatz zur direkten Verbrennung kann dabei diese Abwärme zu Heizzwecken verwendet werden, so dass eine enorme CO2-Einsparung erfolgt. Dafür benötigt man aber Verbrennungskraft-Maschinen, denn die mögliche Brennstoffzellen-Technik ist im Moment noch völlig unausgereift.

Offenbar ist diese Energie-Einsparung bei der Neufassung der Klimaschutzgesetze weitgehend vernachlässigt worden.

Nur ein persönliches Beispiel: In meinem kleinen Mietshaus arbeitet ein Kleinheizkraftwerk, welches bei Wärmebedarf gleichzeitig 5,5 Kilowatt Strom erzeugt, der seit fast 30 Jahren im Haus verwendet oder ins Netz eingespeist wird. Dadurch habe ich eine enorme Einsparung erreicht. Dazu muss ich sagen, dass das zu Anfang mit relativ geringen Subventionen gefördert wurde. Das soll jetzt gesetzmäßig wegfallen und dagegen, nur weil die Politiker dieses vergessen haben oder die physikalischen Hintergründe nicht verstehen bzw. aus ideologischen Gründen bewusst unterdrücken.

Lesen Sie dazu den Verbändeapell des Bundesverband Kraft-Wärme-Kupplung e. V., den ich 100 % unterstütze.

Jean Pütz

KWK-Anlagenbetreiber und die Wohnungs- und Immobilienwirtschaft eint das Interesse am Erhalt und der künftigen Einsetzbarkeit einer für die Wärmewende und damit den Klimaschutz relevanten Technologie. Diese ist durch die bestehenden Regelungen des BEHG infrage gestellt.

KWK-Anlagenbetreiber können ohne ein wirtschaftliches und konkurrenzfähiges “Produkt” am Wärmemarkt nicht bestehen. Für die Wohnungs- und Immobilienwirtschaft bzw. Mieter ist es inakzeptabel, für Wärme aus KWK-Anlagen eine höhere BEHG-Belastung zahlen zu müssen als im Vergleich zu einer ungekoppelten Erzeugung der Wärme.

In dem Appell wird eine schlanke Lösung vorgeschlagen, die zusammen mit einer noch in Beratung befindlichen Umsetzungsverordnung zum BEHG noch dieses Jahr umgesetzt werden kann, bevor die Heizkostenabrechnungen beginnen.

Der B.KWK hat den Verbändeapell mit der Bitte um Unterstützung des Vorschlags zusätzlich an die Mitglieder im Ausschuss Wirtschaft und Energie des Bundestags gerichtet.

Hier geht’s zum Bericht:     CO2-Bepreisung

CO2: Wertstoff im Kreislauf – Aus CO2 wird Methan

(pte) – Forscher der King Abdullah University of Science and Technoloy (KAUST)  können (CO2) in Methan, also synthetisches Erdgas, umwandeln. Dazu setzen sie wie üblich Wasserstoff ein, den ein mit Solarstrom versorgter Elektrolyseur produziert. Clou des Verfahrens ist ein Katalysator, dessen Wirkung durch das Licht der Sonne verstärkt wird. Er besteht aus nanometerfeinen Partikeln aus Nickel, die sich auf einer Unterlage aus Bariumtitanat befinden.

Hoher Wirkungsgrad
Das neue Verfahren absorbiert die Energie von Licht. Elektronen werden dadurch in einen hochenergetischen Zustand versetzt. Diese auch als „heiße Elektronen“ bekannten Teilchen regen die Verschmelzung von Wasserstoff und CO2 an. Es entsteht Methan, das bei der Verbrennung nur so viel Klimagas freisetzt, wie bei seiner Herstellung der Umgebungsluft entnommen wurde.

Die heißen Elektronen werden von allen Wellenlängen erzeugt, nicht nur von ultraviolettem Licht, wie es bei bisherigen Katalysatoren üblich ist. Das ist ein großer Vorteil, denn die Sonnenstrahlen bestehen lediglich zu vier bis fünf Prozent aus ultraviolettem Licht. Anders ausgedrückt, ist der Wirkungsgrad erheblich höher als bei bisher genutzten Reaktionen. Wie hoch er genau ist, verraten die Forscher nicht.

Umweltverträglicher Weg
„Wir sind der festen Überzeugung, dass unsere Strategie in Kombination ein nachhaltiger Weg sein könnte, um dieses schädliche Treibhausgas in wertvollen Kraftstoff umzuwandeln“, sagt Postdoc Diego Mateo. Außer als Treibstoff für Erdgasfahrzeuge ließe sich das Methan in Erdgasnetze einspeisen, was so zum Puffer für Solarenergie wird.

Die Forscher versuchen mit ihrer Technik nun weitere Produkte zu erstellen. „Wir wollen auch andere wertvolle Chemikalien wie Methanol herstellen“, sagt KAUST-Forschungsleiter Jorge Gascon. Methanol kann in speziellen Automotoren oder als Benzinzusatz genutzt werden. Um die Gewinnung von CO2 aus der Luft müssen sich die Forscher nicht kümmern. Dafür gibt es bereits etablierte Techniken, die ihren Energiebedarf mit Solarstrom decken. Anlagen des Schweizer Unternehmens Climeworks, das aus der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich hervorgegangen ist, werden bereits serienmäßig hergestellt.

Mit Wärmekraft-Maschinen enorme Energie sparen – Stadt Lemgo und ihr fortschrittliches Konzept

(BKWK) – Was ist eigentlich iKWK? Hinter diesen vier Buchstaben verbirgt sich ein innovatives Kraft Wärme Kopplungssystem, in das die Stadtwerke Lemgo in diesem Jahr rund 11 Mio. Euro investieren.
Damit installieren sie eine Kombination von innovativen, klimaschonenden Erzeugungsanlagen, die intelligent aufeinander abgestimmt sind: Am Bruchweg ziehen zwei neue, hocheffiziente Blockheizkraftwerke (BHKW) ein, die vor allem im Winter Strom und Fernwärme erzeugen. Im Sommer übernehmen eine Solarthermieanlage und eine Flusswasserwärmepumpe die Wärmeproduktion aus Erneuerbaren Energien!
Und mit dem weiteren Ausbau des Fernwärmenetzes für über 2 Mio. Euro soll diese klimaschonend erzeugte Wärme möglichst viele Lemgoer Haushalte erreichen.
„Das geförderte iKWK Projekt verlangt, dass ein Drittel der in diesen Anlagen produzierten Energie erneuerbar erzeugt werden muss“, erklärt Stadtwerke Geschäftsführer Arnd Oberscheven. „Diese Aufgabe übernehmen die Solarthermieanlage und die Großwärmepumpe. 6.000 MWh/a erneuerbare Wärme können beide Anlagen jährlich erzeugen, dadurch sparen wir 1.500 t CO2 pro Jahr ein.“ Die Wärmepumpe,
die neben dem Blockheizkraftwerk des EauLe an der Regenstorstraße installiert wird, nutzt in den Monaten März bis November das Wasser der Bega als Wärmequelle für die Fernwärmeproduktion. Die Solarthermieanlage funktioniert mit reiner Sonnenkraft. Und die neuen BHKW werden im Vergleich zur alten Gasturbine, die sie ersetzen die ohnehin schon geringen CO2 Emissionen bei ihrer Strom und Fernwärmeproduktion halbieren. 2022 sollen alle neuen, klimaschonenden Erzeugungsanlagen gemeinsam in Betrieb gehen.
„Rund 54 % unserer Investitionssumme von mehr als 20 Mio. Euro werden also in diese neuen Erzeugungsanlagen fließen und damit in den Klimaschutz“, so Arnd Oberscheven. „Hinzu kommen noch weitere 2 Mio. Euro, die wir in den Ausbau und die Verdichtung unseres Fernwärmenetzes investieren. In diesen Bereich fließt also ebenfalls eine Rekordsumme, damit unsere immer ökologischer produzierte Fernwärme möglichst flächendeckend zur Verfügung steht. Denn nur, wenn viele Haushalte und
Unternehmen unsere Wärme nutzen, kann sie noch wirksamer zur Erreichung der Lemgoer Klimaziele beitragen.“
Darüber hinaus halten die Stadtwerke mit Investitionen von mehr als 5 Mio. Euro in diesem Jahr auch die weiteren Verso rgungsnetze optimal instand ca. 2,3 Mio. Euro davon fließen in das Stromnetz, ca. 1 Mio. Euro ins Gasnetz und ca. 1,8 Mio. Euro ins Wassernetz. So erhöhen die Stadtwerke auch in diesen bedeutenden Sparten die Versorgungssicherheit.
„Einen Gewinn werde n wir durch die hohen Investitionen in das iKWK System und unsere Netze 2021 voraussichtlich nicht erzielen“, so Arnd Oberscheven. „Doch es ist gut und richtig, als starkes, kommunales Unternehmen auch in diesen Zeiten zu investieren, um den Klimaschutz zu forcieren und die Versorgung der Bürger*innen rundum zu sichern. Das alles leisten wir mit einem engagierten Team, das sich über sichere Arbeitsplätze freuen kann und neuen Auszubildenden, denen wir berufliche Perspektiven für die
Zukunft bieten. Auf uns und unsere Klimaschutz Ideen ist in Lemgo und darüber hinaus jederzeit Verlass.
Und wie wichtig der Beitrag der heimischen Stadtwerke zum Klimaschutz ist, das bekräftigt auch Bürgermeister Markus Baier: „Die innovativen Projekte, die unsere Stadtwerke immer wieder auflegen, sind vorbildliche Modellprojekte für ganz Deutschland. In Kombination mit unserem jahrzehntelangen Klimaschutz Engagement haben wir hier in Lemgo schon weit mehr für den Klimaschutz erreicht als unsere
Klimaschutzkonzepte vorgeben. So fallen in Lemgo pro Bürger*in nicht fast 10 Tonnen CO2 an wie im Bundesdurchschnitt, sondern nur knapp 7 Tonnen CO2. Diesen Weg gehen wir weiter, damit Lemgo beim Klimaschutz stets an der Spitze steht.“

Perowskit-Solarzellen werden langlebiger

(pte) – Forscher am Zentrum für integrierte Nanotechnologien des Los Alamos National Laboratory (LANL) und der National Taiwan University (NTU) entwickeln derzeit ein einstufiges Verfahren, um Solarzellen auf Basis von Kristallen mit Perowskit-Struktur langlebiger zu machen. Die Experten wollen ein Substrat mit einer hauchdünnen Perowskit-Haut beschichten.

Reines Eintauchen genügt
Das Team um Wanyi Nie vom LANL hat das Perowskit-Ausgangsmaterial in einer Chemikalie namens Sulfolan aufgelöst. Dieses Lösungsmittel besteht aus Kohlenstoff-, Wasserstoff-, Sauerstoff- und Schwefelatomen. Darin tauchten sie das Substrat ein. Als sie es wieder herausgezogen und getrocknet hatten, stellten sie fest, dass es mit einer perfekten, dünnen Perowskit-Schicht überzogen war.

Zunächst haben die Wissenschaftler das Verfahren an Proben getestet, die 16 und 37 Quadratzentimeter groß, für den technischen Gebrauch allerdings zu klein waren. Doch Nie ist überzeugt, dass das Verfahren auch für großflächige Solarzellen einsetzbar ist. Die daraus hergestellten Zellen erreichten einen Wirkungsgrad von 17,6 und 16 Prozent. Das sind ordentliche Werte, die noch an Bedeutung gewinnen, wenn die so hergestellten Solarzellen über lange Zeit funktionsfähig bleiben, also nicht degenerieren.

90 Sekunden für Beschichtung
„Unsere Arbeit ebnet den Weg zur kostengünstigen Produktion von Solarzellen im kommerziellen Maßstab“, glaubt Nie. Anhand der relativ kleinen Module aus der Laborfertigung konnte sein Team mithilfe von künstlicher Alterung zeigen, dass die Lebensdauer tatsächlich deutlich größer ist als bei vergleichbaren Zellen. „Das ist ein neuer Syntheseweg, der die große Familie der Perowskite bereichert“, ergänzt NTU-Professor Leeyih Wang, der das taiwanesische Team koordiniert.

Bei gängigen Abscheideverfahren für Perowskit-Kristalle verbleibt den Herstellern nur ein extrem enges Zeitfenster. Innerhalb von Sekunden muss der Film aufgebracht werden, damit er gleichmäßig ist, was die Lebensdauer verlängert. Das geht bisher meist schief, vor allem, wenn es in industriellem Maßstab versucht wird. Die Sulfolan-Methode verlängert das Zeitfenster auf komfortable 90 Sekunden, was auch für die Massenproduktion reicht.