Archiv der Kategorie: Physik, Chemie, Technik

Fahrradlicht wandert auf die Felgen

System bietet kluge Alternative zu Leuchten am Lenker
 
Revolights: neues Beleuchtungssystem mit futuristischem Look (Foto: Revolights)

San Francisco (pte012/16.12.2011/11:25) – Erneut steht ein Crowdfunding-Projekt kurz vor der Marktreife. Das von Kent Frankovich, Jim Houck und Adam Pettler entwickelte Revolights-System http://revolights.com soll die Beleuchtung von Fahrrädern revolutionieren. Anstelle eines Leuchtmoduls an der Lenkstange oder deren Griffen wandert die Lichtquelle in Form mehrerer verbundener LEDs auf die Felgen. Dort sorgt es nicht nur für schönere Optik sondern auch für größere Wahrnehmbarkeit im Straßenverkehr.

Höhere Sichtbarkeit, futuristischer Look

Revolights basiert auf einer je einem Dutzend per dünnem Kabel vernetzten LED-Leuchten, die mit speziellen Clips auf den Felgen von Vorder- und Hinterrad montiert werden. Gespeist werden sie über ein kleines, abnehmbares Batteriemodul mit einer Kapazität, die für vier Stunden Fahrtzeit ausreichen soll. Ein Magnet sorgt, ähnlich wie bei normalen Fahrradcomputern, für die korrekte Ausrichtung.

Befinden sich die Räder in Bewegung, so leuchten die Dioden nur auf, wenn sie sich entlang der Vorderseite am Frontrad oder der Hinterseite am Rückrad bewegen. Somit findet die Lichtabgabe gezielt statt. Für den Fahrer des Drahtesels wird die Straße beleuchtet, die Beleuchtung auf der Rückseite machen ihn gut für hinter im fahrende Verkehrsteilnehmer sichtbar.

Die LEDs strahlen zudem in alle Richtungen ab, was die Wahrnehmbarkeit auf der Straße zusätzlich erhöht. Darüber hinaus bietet diese Form der Beleuchtung ihr eigenes, futuristisch angehauchtes Flair in Sachen Optik. Auch Diebstahlsicherheit spielte beim Design eine Rolle: Möchte sich jemand die innovative Beleuchtung widerrechtlich aneignen, so muss dazu das Rad komplett abmontiert werden.

Höhere Sichtbarkeit, futuristischer Look

Mit ihrer Innovation stößt das in San Francisco ansässige Team auf reges Interesse. Im Herbst wollte man über den Crowdfunding-Dienst Kickstarter zumindest 43.500 Dollar sammeln, um weitere Prototypen zu bauen und das Produkt zur Marktreife zu entwickeln. Mit mehr als 215.000 Dollar Enderlös wurde das Ziel gleich um ein Vielfaches übertroffen.

Bereits Ende Oktober konnte das Team die fünfte Testversion von Revolights präsentieren. Die finale Version soll laut Plan im kommenden März über den eigenen Onlineshop vertrieben werden und bald darauf auch in ersten Ladengeschäften zu erstehen sein.

Bis dahin soll die Kompatibilität ausgebaut werden, um Revolights auf möglichst vielen unterschiedlichen Felgen fixierbar zu machen. Zudem wird geprüft, wie man die Erfindung beständig genug für kalte und feuchte Umgebungen machen kann, wo Straßensalz dem Material schwer zusetzen könnte.

50 Jahre Fraunhofer FIT

Dem
Fraunhofer Institut für Technologie grauliere ich herzlich, dass in den
50 Jahren unglaubliche Technologien entwickelt hat, sozusagen
Wissenschaft zum anfassen. Es gibt heutzutage kaum einen Bereich, in dem
das Fraunhofer nicht unseren Alltag mitbestimmt, angefange beim MP3,
DAB bis hin zur Digitalisierung in alle Lebensbereiche. Während Max
Planck sich der Grundlagenforschung widmet und weitgehende Voraussetzung
für diese Innovationen geschaffen hat, und die Leibniz-Gesellschaft
Projekte für Großeinrichtungen schuf, widmet sich die Fraunhofer
Gesellschaft der praktischen Umsetzung. Wegen dieser Technologie zum
Anfassen, ist sie mein Favorit. Entwicklung ist Silber, Umsetzung ist
Gold

Ihr Jean Pütz

Fraunhofer FIT feierte Jubiläum: Historische Erfolge, aktuelle Visionen

Presseinformation / 22.6.2018

Am 21. Juni 2018 feierte das
Fraunhofer FIT seine 50jährigen Wurzeln und den 35. Geburtstag seit
Institutsgründung. Institutsleiter Prof. Dr. Matthias Jarke wurde für
seine herausragenden Leistungen mit der Fraunhofer-Münze durch Prof. Dr.
Reimund Neugebauer, Präsident der Fraunhofer-Gesellschaft,
ausgezeichnet und durch Grußworte, unter anderem von
NRW-Staatssekretärin Annette Storsberg, geehrt.

© Fraunhofer FIT

Fraunhofer-Präsident Prof. Reimund
Neugebauer (rechts) verlieh Prof. Matthias Jarke (mitte) die
Fraunhofer-Münze. Im Zuge der Jubiläumsfeier übergab Prof. Jarke
anschließend die Geschäftsführung innerhalb der Institutsleitung an
Prof. Stefan Decker (links).

© Fraunhofer FIT

Annette Storsberg, Staatssekretärin im Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen.

Die Anfänge des Fraunhofer FIT liegen genau 50 Jahre
zurück. 1968 hat die damalige Große Koalition die Gesellschaft für
Mathematik und Datenverarbeitung (GMD) mit dem heute wieder erstaunlich
aktuell anmutenden Ziel gegründet, die Digitalisierung von
Bundesregierung und öffentlicher Verwaltung voranzubringen.
Vorläufer-Forschungsgruppen des FIT haben schon in den frühen 1970er
Jahren etwa das bis heute im Einsatz befindliche juristische
Informationssystem JURIS und in den späten 1980er Jahren das weltweit
wegweisende PARLAKOM-Informationssystem für Abgeordnete des Deutschen
Bundestags und NRW-Landtags entwickelt. 1983 wurden dann verschiedene
GMD-Abteilungen zusammengefasst und das heutige Fraunhofer FIT
gegründet.

Zum 1.1.2000 übernahm Prof. Dr. Matthias Jarke die Leitung des FIT,
kurz danach erfolgte der Übergang in die Fraunhofer-Gesellschaft. Seit
dieser Zeit hat sich das Drittmittelvolumen des Instituts fast
verzehnfacht. Die Institutsschwerpunkte in den Bereichen Usability,
Kooperationssysteme und Entscheidungsunterstützung wurden verstärkt und
ergänzt durch eine Pionierrolle bei Anwendungen des Internets der Dinge
und Industrie 4.0. Neueste Themen sind Blockchain-Lösungen und der
Aufbau einer durchgängigen Unterstützungskette für sichere
Energieinfrastrukturen unter den Bedingungen erneuerbarer Energien, die
im engen Verbund mit führenden Partnerinstituten von der
Hochspannungstechnik über die Software- und Datentechnik bis zu Fragen
der Geschäftsmodelle und der IT-Sicherheit reicht.

»Fraunhofer FIT unterstützt das Land immer wieder mit Innovationen,
um den Megatrend Digitalisierung beherrschbar zu gestalten. Zusammen mit
dem von Prof. Jarke gegründeten Bonn-Aachen International Center for
Information Technology (b-it) leistet es seit über fünfzehn Jahren
Pionierarbeit in der Internationalisierung der forschungsorientierten
IT-Hochschulausbildung an Universitäten, Fachhochschulen und
außeruniversitären Forschungseinrichtungen«, sagte Annette Storsberg,
Staatssekretärin im Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes
Nordrhein-Westfalen, in ihrem Grußwort.

Fraunhofer-Präsident Prof. Reimund Neugebauer verlieh Prof. Jarke im
Rahmen des Institutsjubiläums die Fraunhofer-Münze. Sie ist das
zweithöchste Ehrenzeichen für Personen, die sich herausragend um die
Fraunhofer-Gesellschaft verdient gemacht haben. »Mit der heutigen
Auszeichnung würdigen wir die Leistungen von Prof. Jarke, den ich als
weltweit anerkannten Wissenschaftler und verdienstvolle
Führungspersönlichkeit bei Fraunhofer sehr schätze«, sagte Prof.
Neugebauer bei der Ehrung. »Prof. Jarke hat nunmehr 18 Jahre das
Fraunhofer FIT mit nachhaltigem Erfolg geleitet. Nach bestem
Fraunhofer-Beispiel hat er stets den Menschen in den Mittelpunkt seines
Wirkens gestellt, sei es in der Forschung, im Kreise der
Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter oder auch mit Blick auf seine Kunden
und Auftraggeber.«

Im Zuge der Jubiläumsfeier übergab Prof. Dr. Matthias Jarke
anschließend die Geschäftsführung innerhalb der Institutsleitung an
Prof. Dr. Stefan Decker.

»In zwölf Auslandsjahren an der Stanford University und als
Institutsleiter in Irland hat Stefan Decker den Linked Data-Ansatz zum
Forschungsdatenmanagement vorangetrieben, mit dem heute
Gesundheitsforscher in aller Welt ebenso wie Amazon, Siemens und viele
Verlage ihre riesigen Wissensbestände organisieren. Schon seit gut zwei
Jahren bringt er seine internationalen Managementerfahrungen in die
gemeinsame FIT-Institutsleitung ein. Ich freue mich auf spannende
Impulse unter seiner Geschäftsführung«, so Jarke.

Anschließend präsentierten international renommierte
Kooperationspartner des FIT aus Wirtschaft und Wissenschaft ihre
Visionen für FIT’s zentrale Forschungsthemen Menschzentrierte
Digitalisierung, KI in der Verbesserung von Arbeits- und
Geschäftsprozessen und sichere Stromnetze in Zeiten der Energiewende.
Rund 140 Gäste erlebten inspirierende Vorträge unter anderem von Prof.
Dr. Wil van der Aalst, dem meistzitierten Informatiker Europas, Prof.
Dr. Martina Ziefle, Leiterin des Lehrstuhls für Communication Science an
der RWTH Aachen und Prof. Dr.-Ing. Armin Schnettler, Senior Vice
President, Research in Energy and Electronics, Siemens AG.

Zum Abschluss stellte der neue geschäftsführende Institutsleiter
Prof. Dr. Stefan Decker seine Pläne und Visionen für die Zukunft des
Fraunhofer FIT vor: »Die Digitalisierung der Gesellschaft ist eine der
großen Herausforderungen und Chancen unserer Zeit, die es zu nutzen
gilt. Das Fraunhofer FIT ist positioniert und motiviert bei der
Bewältigung dieser Aufgabe eine führende Rolle einzunehmen. Ich freue
mich auf die Aufgabe, unsere Kunden, Forschungspartner und Mitarbeiter
und Mitarbeiterinnen zu unterstützen.«

Deutsche und Russen lernen und forschen gemeinsam

Deutsche und Russen lernen und forschen gemeinsam

Gründung einer Jungen Akademie geplant / Schavan und ihr Amtskollege Fursenko eröffnen Deutsch-Russisches Wissenschaftsjahr

Deutschland und Russland werden ihre Zusammenarbeit auf dem Gebiet von Bildung und Forschung ausbauen. Annette Schavan, Bundesministerin für Bildung und Forschung, und ihr russischer Amtskollege Andrej A. Fursenko haben heute in Moskau gemeinsam das Deutsch-Russische Jahr der Bildung, Wissenschaft und Innovation (DRWJ) eröffnet. "Wir stehen in einer langen Geschichte der Kooperation und des Austausches. Dies wollen wir in diesem Jahr intensivieren und neue Formen der Zusammenarbeit aufbauen., sagte Schavan im Beisein ihres russischen Amtskollegen und hochrangiger Vertreter deutscher und russischer Wissenschaftsorganisationen, Forschungseinrichtungen, Hochschulen und Unternehmen. Unter dem Motto "Partnerschaft der Ideen werden beide Länder mit der gemeinsamen Initiative die Vielfalt und Exzellenz deutsch-russischer Bildungs- und Forschungskooperationen demonstrieren.

Beide Seiten sind sich einig, dass der wissenschaftliche Nachwuchs ein besonderer Schwerpunkt des gemeinsamen Wissenschaftsjahres sein wird. Eine neu zu gründende "Junge Akademie soll junge Forscher aus beiden Ländern verbinden. "Die Gründung einer deutsch-russischen Jungen Akademie ist mir ein wichtiges Anliegen, sagte Schavan in ihrer Eröffnungsrede. "Was wir heute in unseren gegenseitigen Beziehungen tun, muss stimmig sein für die nächste Generation. Damit können junge Forscherinnen und Forscher das nächste Kapitel unserer traditionsreichen Wissenschaftsbeziehungen schreiben. Außerdem nannte Schavan die berufliche Bildung als wichtiges Thema der deutsch-russischen Zusammenarbeit. "Eine starke Partnerschaft bei der Entwicklung beruflicher Bildung ist wichtig, um Zukunftschancen für junge Menschen zu schaffen.
Die Initiative umfasst vier Themenblöcke, zu denen in den kommenden 12 Monaten vielfältige Aktivitäten stattfinden werden.

– Stärkung der Spitzenforschung – Ausbau der institutionellen Zusammenarbeit
– Aufbau bilateraler Berufsbildungspartnerschaften
– Angewandte Forschung als Motor der Modernisierung und Innovation
– Wissenschaftlicher Nachwuchs als Bindeglied für lebendige Partnerschaft

In der Forschung hat sich die deutsch-russische Zusammenarbeit zum Beispiel in der Raumfahrt bisher als besonders erfolgreich erwiesen. Aber auch bei der Entwicklung neuer Technologien für Elektrofahrzeuge gibt es einen personellen und inhaltlichen Austausch zwischen deutschen und russischen Forschern. Beide Minister betonten, dass sie sich von dem nun beginnenden Deutsch-Russischen Wissenschaftsjahr einen Anstoß für eine noch intensivere Zusammenarbeit zwischen beiden Ländern versprechen.

Ziel des Wissenschaftsjahres kann es nach Vorstellung beider Minister nicht sein, wissenschaftliche Erfolge im jeweiligen Partnerland eins zu eins zu übertragen. Vielmehr geht es darum, voneinander zu lernen und dann gemeinsam zu prüfen, wo neue Verbindungen vielversprechend erscheinen. Damit das möglich wird, ist der Dialog zwischen deutschen und russischen Akteuren wichtig. Ihn gilt es deshalb im Verlauf des Wissenschaftsjahrs mit einer Vielzahl von Veranstaltungen besonders zu befördern.

Eine gemeinsame Website informiert über die Aktivitäten während des DRWJ. Sie ist in deutscher und russischer Sprache in beiden Ländern erreichbar (www.deutsch-russisches-wissenschaftsjahr.de / www.rossijsko-germanskij-god.ru).

Dünnere und leichtere Displays

"Fina" ermöglicht dünnere und leichtere Displays
Hersteller E Ink kooperiert mit PocketBook – Massenfertigung geplant
 
Das neue PocketBook: hat Fina-Display-Technologie an Bord (Foto: eink.com)

Billerica (pte025/03.12.2013/13:34) – Der Display-Hersteller E Ink http://eink.com hat seine neueste Display-Technologie namens "Fina" vorgestellt. Fina-Displays sollen laut Angaben der Firma 50 Prozent leichter und dünner sein als vergleichbare LCD-Bildschirme. Dazu setzen die neuen Displays auf TFT-Technologie auf äußerst dünnen Glassubstraten. Das ermöglicht die Fertigung leichtere und dünnere Produkte.

Deutlich weniger Gewicht

Giovanni Mancini, Chef der Produktabteilung von E Ink, hebt hervor, dass Fina unter allen Lichtbedingungen eine für E-Reader ausgezeichnete Energieeffizienz und Lesbarkeit vorweisen kann. Angedacht ist die baldige Massenproduktion von Fina für kleine sowie große Bildschirme.

Die Fina-Bildschirmmodule kommen im neuen 13,3 Zoll großen "PocketBook CAD Reader" http://pocketbook-int.com zum Einsatz, der speziell für CAD-Zeichnungen im Architekur- und Baubereich konzipiert wurde. Das Display-Modul wiegt gerade einmal 60 Gramm. Das PocketBook mit einem Ein-Gigahertz-Dual-Core-CPU-Antrieb, welches unter dem Android 4.0.4 läuft, hat auch WLAN und eine 3G-Verbindung mit an Bord.

Durchbruch bei E-Readern offen

Der Vorteil am PocketBook ist, dass im Gerät selbst bereits CAD-Anwendungen vorinstalliert sind. Bis zu 200 Konstruktionspläne sollen auf den internen Speicher passen. Ob Fina auch bei den herkömmlichen E-Readern zum Einsatz kommt, ist ungewiss. Denn wie das Digital Reader schreibt, liegt die Fina-Bildschirmauflösung bei lediglich 150 ppi. Vergleichbare Produkte schaffen es hingegen auf weit über 200 ppi.

FERIEN AUF STAND-BY

FERIEN AUF STAND-BY: FERNSEHER, WASCHMASCHINE & CO. STEHEN AUCH IM URLAUB UNTER STROM

Nutzloser Stand-by-Betrieb kostet jeden Haushalt im Schnitt 100 Euro pro
Jahr / Energiesparkonto ermittelt Stromverbrauch während des Urlaubs

Berlin, 8. Juli 2015. Während viele Deutsche am Strand liegen oder über
Berge klettern, verbrauchen ihre Haushaltsgeräte und die
Unterhaltungselektronik zu Hause weiter unbemerkt Strom. Dieser
Stand-by-Verbrauch kostet nach Schätzungen des Umweltbundesamtes jeden
Haushalt im Schnitt 100 Euro pro Jahr. Deutschlandweit liegen die Kosten
bei vier Milliarden Euro. Auf der Online-Plattform www.energiesparkonto.de
kann jeder Verbraucher herausfinden, ob die eigenen Stand-by-Verluste zu
hoch sind. Dafür müssen lediglich zwei Stromzählerstände in das Konto
eintragen werden: einer vor und einer nach dem Urlaub. Wenn der Verbrauch
während der Abwesenheit bei mehr als einer Kilowattstunde pro Tag liegt,
sind wahrscheinlich �Stromdiebe� am Werk.

Die beste Lösung: Stecker ziehen

Der Dauerstromverbrauch eines Haushalts setzt sich aus zwei Teilen
zusammen: dem Verbrauch von Geräten, die permanent eingeschaltet sind
(zum Beispiel Kühl- oder Gefrierschrank) und dem Stand-by-Verbrauch von
Geräten wie Stereoanlage und Router, die nicht komplett vom Netz getrennt
sind. Nicht nur er lässt sich mit dem kostenlosen Energiesparkonto
bestimmen. Das digitale Haushaltsbuch verschafft seinen Nutzern einen
genauen Überblick über die eigenen Energiedaten. Sie können ihren
Verbrauch mit ähnlichen Haushalten vergleichen und bekommen alle
Ergebnisse in übersichtlichen Diagrammen präsentiert. Zudem bietet das
Konto individuelle Analysen; beispielsweise, ob der Stromverbrauch des
Kühlschranks zu hoch ist.

Um Stand-by-Verluste zu vermeiden, sollten Elektronikgeräte nach der
Nutzung vollständig vom Netz getrennt werden. Ein Computer, der
ausgeschaltet ist, oder ein Handy-Ladekabel, an dem kein Telefon steckt,
verbrauchen weiter Strom, wenn sie mit dem Netz verbunden sind. Dies gilt
auch für andere Geräte wie Fernseher, Waschmaschine, Spülmaschine,
Wäschetrockner oder Mikrowelle. Die Lösung: entweder den Stecker ziehen
oder abschaltbare Steckdosenleisten verwenden.

Mit Messgeräten den Stromdieben auf die Spur kommen

Welche Haushaltsgeräte für den erhöhten Verbrauch verantwortlich sind,
finden Verbraucher am besten mit Strommessgeräten heraus. Diese sind ab
10 Euro im Handel erhältlich und können bei vielen Energieversorgern
sowie Verbraucherzentralen kostenlos ausgeliehen werden.

Über das Energiesparkonto und co2online

Das kostenlose Energiesparkonto (http://www.energiesparkonto.de)
begleitet seine Nutzer kontinuierlich beim Energiesparen. Es macht den
Verbrauch von Heizenergie, Wasser, Strom und Benzin sichtbar und
bilanziert die Erfolge von Einsparmaßnahmen. Mehr als 85.000 Kontoinhaber
sind schon auf Sparkurs. Das Energiesparkonto wird durch das
Bundesumweltministerium im Rahmen der Klimaschutzkampagne gefördert.

Die gemeinnützige co2online GmbH (http://www.co2online.de) setzt sich
für die Senkung des klimaschädlichen CO2-Ausstoßes ein. Seit 2003
helfen die Energie- und Kommunikationsexperten privaten Haushalten, ihren
Strom- und Heizenergieverbrauch zu reduzieren. Mit onlinebasierten
Informationskampagnen, interaktiven EnergiesparChecks und Praxistests
motiviert co2online Verbraucher, mit aktivem Klimaschutz Geld zu sparen.
Die Handlungsimpulse, die die Aktionen auslösen, tragen nachweislich zur
CO2-Minderung bei. Unterstützt wird co2online dabei von der Europäischen
Kommission, dem Bundesumweltministerium sowie einem Netzwerk mit Partnern
aus Medien, Wissenschaft und Wirtschaft.

Wissenschaftler meldet Patente an – es lohnt sich

Neues Vergütungsmodell kann Erfindungsmeldungen erhöhen

Ilmenau (pte/28.07.2005/11:29) – Beim Transfer von
Forschungsergebnissen haben wissenschaftliche Veröffentlichungen einen
größeren Stellenwert als Patente. Zu diesem Ergebnis kam die Studie "
Erfindungen, Patente und Verwertung" der TU Ilmenau. So entfielen auf
zehn Thüringer Hochschulbeschäftigte mit patentrelevanten
Forschungsprojekten seit 2002 im Durchschnitt 47 Publikationen, aber
lediglich sechs Erfindungsmeldungen und sieben Verwertungsfälle.

Neue Regelungen sollen dieses Missverhältnis ändern: Eine
Erfindervergütung für Hochschulbeschäftigte – immerhin 30 Prozent der
Bruttoverwertungseinnahmen – setzt Anreize zu verstärkten
Erfindungstätigkeiten und -meldungen. Damit soll Wissenschafts- und
Forschungsstandort Deutschland international wettbewerbsfähiger werden.

Das Autorenteam um Heike Hasse will die Untersuchungen auch auf andere
Bundesländer ausdehnen, um so eine Vergleichbarkeit der Erkenntnisse zu
erreichen. Die Ergebnisse der Thüringer Studie stehen allen Beteiligten
und Interessierten im Internet unter folgender URL zur Verfügung:
http://www.db-thueringen.de/servlets/DocumentServlet?id=4142

Innovative Methode zur Silbergewinnung

Innovative Methode zur Silbergewinnung entwickelt

Forscher testen neues Verfahren zum Ionenaustausch mit Chloridlösung

Schmuck: ökologische Gewinnung von Silber möglich (Foto: pixelio.de/M. Dumat)
Schmuck: ökologische Gewinnung von Silber möglich (Foto: pixelio.de/M. Dumat)

Lappeenranta (pte019/26.02.2015/12:30) –

Forscher der Lappeenranta University of Technology http://lut.fi haben eine neue Methode vorgestellt, mit der sich Silber ökologischer
und effizienter abbauen lässt als je zuvor. Die Experten aus Finnland
verwendeten dazu eine umweltfreundliche Ionenaustauschtechnik. In der
Folge konnten sie Silber mit einem Reinheitsgrad von 72 Prozent
gewinnen.

Weniger Energie und Emissionen

Die neu entwickelte Methode wurde bei der
Silberextraktion aus einer Chlorlösung getestet. Sowohl der
Reinheitsgrad als auch die Menge an Silber, die dabei gewonnen werden
konnte, war vielversprechend. Der Prozess selbst ist äußerst ökologisch,
denn die Ionenaustauschtechnik benötigt weniger Energie und verursacht
keine Gasemissionen in der Luft.

Der verwendete Prozess ist grundsätzlich nicht neu und
wird vereinzelt in der Metallveredelung angewendet, jedoch ist die
industrielle Verwendung bis dato sehr gering. Aus diesen Grund
entwickelten die Forscher neue Ionenaustauschmaterialien sowie neue
Extraktionsprozess-Design-Tools. Die Forscher glauben, dass diese
Werkzeuge verwendet werden können, um Probleme zu lösen, die mit der
Metallgewinnung zu tun haben – zum Beispiel, wenn wertvolle Metalle nur
zum geringen Prozentsatz als Nebenprodukt gewonnen werden.

Industrielle Anwendung im Fokus

Die Verwendung von ähnlichen Chloridlösungen für die
Metallgewinnung wird rund um die Welt immer häufiger. Die aktuell
getestete Methode funktioniert gut mit konzentrierten Salzlösungen, über
die Metalle – auch in kleinen Mengen – von einer großen Menge eines
anderen Metalls gewonnen werden können. "In Zukunft werden solche
Methoden aufgrund ihrer ökologischen Benfits häufiger eingesetzt
werden", meinen die Forscher abschließend.

Die elektromagnetischen Wellen

In Karlsruhe entdeckt: Die elektromagnetischen Wellen
Vor 125 Jahren veröffentlichte Hertz "Über Strahlen elektrischer Kraft"
 
125 Jahre elektromagnetische Wellen
[ Foto ]

Karlsruhe (pts014/09.12.2013/11:00) – In Karlsruhe sprang der Funke über – heute nutzt die ganze Welt elektromagnetische Wellen, um von unterwegs, zu jeder Zeit und an jedem Ort zu kommunizieren. Ob W-LAN, Mobilfunk, Radio oder Fernsehen: Den grundlegenden physikalischen Effekt, der die drahtlose Datenübertragung ermöglicht, entdeckte ein Erfinder in Karlsruhe. 1886 war es dem Physiker Heinrich Hertz an der damaligen Technischen Hochschule Karlsruhe – heute Karlsruher Institut für Technologie (KIT) – erstmals gelungen, elektromagnetische Wellen vom Sender zu einem Empfänger zu übertragen.

"In Karlsruhe hat Heinrich Hertz eine für die moderne Kommunikation wegweisende Entdeckung gemacht", sagt Norbert Käthler, Geschäftsführer der Stadtmarketing Karlsruhe GmbH. "Das zeigt: Karlsruhe war schon damals eine Stadt der Erfinder und Entdecker und ist es auch heute noch, mit ihren neun Hochschulen, 26 Forschungseinrichtungen und über 40.000 Studierenden."

In seinem Experiment nutzte Hertz als Sender eine Kugel-Funkenstrecke in einem schwingenden elektromagnetischen Dipol. Als Empfänger diente ihm ein geschlitzter Drahtring. Immer wenn am Sender ein Überschlag stattfand, waren auch am Empfänger Funken zu beobachten. Der Beweis für die Existenz elektromagnetischer Wellen war geglückt. Am 13. Dezember 1888, vor genau 125 Jahren, veröffentliche Hertz die Abhandlung "Über Strahlen elektrischer Kraft" und gab damit die Ergebnisse seiner Karlsruher Experimente der Weltöffentlichkeit bekannt. In der Abhandlung wies Hertz nach, dass sich Lichtwellen wie elektromagnetische Wellen verhalten und sich mit Lichtgeschwindigkeit ausbreiten. Damit gilt Hertz als Begründer der Hochfrequenz- und Funktechnik, die von Guglielmo Marconi, Alexander Popow und Ferdinand Braun weiterentwickelt und angewandt wurde.

Zum Jubiläum in diesem Jahr hat das Bundesfinanzministerium eine Zehn-Euro-Gedenkmünze "125 Jahre Strahlen elektrischer Kraft – Heinrich Hertz" mit der Randschrift "Licht ist eine elektrische Erscheinung" herausgegeben. Die von dem Künstler Othmar Kukula gestaltete Münze wird ausschließlich in der staatlichen Münzanstalt Karlsruhe geprägt. Zudem ist ein Sonderpostwertzeichen zum Thema erschienen.

"Heinrich Hertz war sowohl als Theoretiker wie auch als Experimentalphysiker eine außergewöhnliche Persönlichkeit und war dazu im Auftreten höchst bescheiden", erklärt Volker Krebs, emeritierter Professor am KIT und Vorsitzender der Heinrich-Hertz-Gesellschaft. Dem Physiker, der zwischen 1885 und 1889 in Karlsruhe forschte und lehrte, ging es vor allem darum, grundlegende Zusammenhänge zu verstehen. In seiner Arbeit verband er verschiedene Forschungsbereiche. Nach Heinrich Hertz ist auch das Hertz (Hz) als Maßeinheit der Frequenz benannt.

Pianospielender Schal

Künstler entwirft pianospielenden Schal
Drahtloses Musikinterface zeigt elektronische Zukunft der Kunst
 
Pianoschal: Konduktives Textil erzeugt Klaviermusik (Foto: Jeff Bryant)

Valencia, USA (pte002/04.07.2012/06:05) – Der Musiker Jeff Bryant vom California Institute of the Arts (CalArts) http://calarts.edu hat einen Schal entwickelt, der drahtlos ein Klavier bedienen kann. Entstanden ist die kuriose Erfindung im Rahmen seines Abschlussprojekts. Das flauschige Musikinstrument zeigt mit seinem ausgefallenen Interface die Möglichkeiten elektronisch bereicherter Kunst der Zukunft auf.

DIY-Strickprojekt

"Baue einen nicht-langweiligen MIDI-Controller", lautete die Vorgabe von Bryants Betreuer. Woraufhin sein Schützling mit Wolle und Stricknadel zu experimentieren begann. Er besorgte sich eine Schaltkreis-Strickmaschine namens "Addi Express" aus dem Wearable-Tech-Shop Kobakant http://kobakant.at sowie kleine, kabellose Funksender.

Mithilfe eines Kleider-Designers entwickelte er erste Prototypen eines mit dehnbaren, konduktiven Silberfäden angereicherten Überwurfs. Diese übermitteln über die Sender ihren Widerstand an einen Rechner, der sie in Noten umwandelt und einen sogenannten "Vorsetzer" in Bewegung bringt, der letztlich die entsprechenden Tasten anschlägt. Dies gibt einem Performer die Möglichkeit, durch Dehnung des Schals Klänge zu erzeugen und somit die Bewegung selbst in Musik umzusetzen.

Sensoren heute leistbar

Erst der Preisverfall von Elektronik macht solche Entwicklungen salonfähig. "Das Konzept tragbarer Computer ist heute für Künstler zugänglich geworden", so Bryants Mentor Ajay Kapur gegenüber Wired.com. "Als ich in Princeton zum ersten Mal von solchen Sensoren gehört habe, musste mein Professor sich mit anderen Schulen zusammentun, um sie sich leisten zu können. Heute kann ein Student einen Sensor für fünf Dollar kaufen, der einmal 3.000 gekostet hat."

Video des "Pianoschals": http://vimeo.com/42821155

Erster solarbetriebener Flug um die Welt

Erster solarbetriebener Flug um die Welt

Bertrand Piccard (hier 2010 im spanischen Valencia anlässlich der 25. EU PVSEC) stellt am 9. April die »Solar Impulse 2« vor.
© Rolf Schulten / photon-pictures.com 13.03.2014: In einem Jahr beginnt der erste bemannte solarbetriebene Flug um den Globus. »Ab März 2015«, teilt die Solar Impulse AG mit, »startet die Herausforderung eines kraftstofflosen Fluges um die Welt.« Das dafür neu erschaffene Flugzeug »Solar Impulse 2« wird am 9. April auf dem Militärflugplatz von Payerne im Schweizer Kanton Waadt von Bertrand Piccard und André Borschberg vorgestellt. Über 17.000 Solarzellen mit einer Dicke von 135 Mikron sollen genug Solarstrom erzeugen, um die »Solar Impulse 2« dank vier Batterien mit einer Energiedichte von je 260 Wattstunden pro Kilogramm fünf bis sieben Tage und Nächte lang ununterbrochen fliegen zu lassen. Mit einer Flügelspannweite von 72 Metern und einem Gewicht von 2,4 Tonnen ist dieses zweite Modell größer und schwerer als sein Vorgänger »Solar Impulse HB-SIA«. Piccard und Borschberg beginnen in diesem Jahr mit den Testflügen und werden sich im Ein-Mann-Cockpit abwechseln. Die Weltumrundung soll dann »mit einer Zwischenlandung auf jedem Kontinent der nördlichen Hemisphäre« erfolgen, heißt es auf der Homepage des Projekts. Der erste Nachtflug gelang bereits 2010: Über 26 Stunden lang konnte die erste »Solar Impulse« fliegen, indem der Solarstrom sowohl die Elektromotoren antrieb als auch die Batterien füllte. 2011 flog das Solarflugzeug von der Schweiz nach Brüssel und Paris, 2012 überquerte es das Mittelmeer und 2013 reiste es von der West- zur Ostküste der USA. © PHOTON