Archiv der Kategorie: Physik, Chemie, Technik

Girlsʼ Day 2019 – Studium und Ausbildung am KIT

Batterien laden, Straßen planen, Tablets programmieren: MINT
gestaltet unseren Alltag. Die passenden Studiengänge und
Ausbildungsberufe lernen Schülerinnen beim Girls‘ Day 2019 am
Donnerstag, 28. März 2019, am Karlsruher Institut für Technologie (KIT)
kennen. Schülerinnen ab der fünften Klasse aller Schularten können dann
in Arbeitsfelder und Aufgaben in den MINT-Fächern Mathematik,
Informatik, Naturwissenschaft und Technik hineinschnuppern. In mehr als
40 Workshops, Führungen und Vorträgen informieren Wissenschaftlerinnen
und Wissenschaftler am Campus Nord und am Campus Süd über
Berufsperspektiven.

„Wir wollen den Mädchen die
Vielfalt der Möglichkeiten im MINT-Bereich präsentieren“, erläutert
Sarah Wenz vom KIT, die die Aktivitäten am Girls Day koordiniert. „In
Workshops, Führung oder Vortrag bekommen sie Einblicke in faszinierende
Themenfelder.“ Jedes Jahr kommen mehr als 350 Schülerinnen aller
Schularten zwischen zehn und 18 Jahren ans KIT, um erste Einblicke in
Naturwissenschaft und Technik zu erhalten.

Am Campus Nord des
KIT starten die Teilnehmerinnen gemeinsam um 08:45 Uhr in den Girls‘
Day: Im Fortbildungszentrum für Technik und Umwelt
(Hermann-von-Helmholtz-Platz 1, 76344 Eggenstein-Leopoldshafen) können
sie sich über Studiengänge und Ausbildungsmöglichkeiten informieren. Ab
10:15 Uhr können die Schülerinnen dann in Workshops und im Labor
experimentieren, in den Materialwissenschaften auf Gold stoßen und aus
erster Hand erfahren, was eine Industriemechanikerin macht.

Am
Campus Süd beginnt der Girls’ Day um 09:00 Uhr im Foyer des
Tulla-Hörsaals (Englerstraße 11, Gebäude 11.40): An den Ständen finden
die Schülerinnen Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartner und können
sich über Studiengänge, Ausbildungsmöglichkeiten, Auslandsaufenthalte
und das MINT-Kolleg Baden-Württemberg informieren. Nach einer
Einführungsveranstaltung, bei der Frauen über Aufgaben und Erfahrungen
in ihren technischen und naturwissenschaftlichen Berufen und
Studiengängen berichten, beginnen ab 11:00 Uhr die Workshops. So können
die Mädchen hier die Welt der Humanoiden Robotik entdecken, sportliche
Bewegungen messen oder Schwingungen von schwankenden Hochhäusern bis
wackelnden Brücken untersuchen.

Eine vollständige Liste mit allen Angeboten des KIT findet sich auf www.girls-day.de.
Dort können sich die Schülerinnen für die Workshops anmelden – es sind
noch Plätze frei. Teilnehmerinnen werden für diesen Tag vom Unterricht
freigestellt und erhalten eine Teilnahmebescheinigung, die in der Schule
abgegeben werden kann.

Anmeldungen zum Girls Day am KIT unter: www.girls-day.de

Broschüre „Angebote für Schülerinnen, Schüler und Studieninteressierte“: https://www.sle.kit.edu/vorstudium/informationsbroschueren2_8002.php

Problematik bei E-Mobilität. Verspricht sie viel zu viel?

INTERVIEW
MIT NIEDERSACHSENMETALL-HAUPTGESCHÄFTSFÜHRER:Schmidt: "E-Mobilität
klimaschädlichste Antriebsart"

 Niedersachsenmetall

Niedersachsenmetall-Hauptgeschäftsführer
Volker Schmidt.

Der deutsche Streit um Dieselgrenzwerte von Autos ist von
"Hysterien und Angstpsychosen" geprägt, findet
Niedersachsenmetall-Hauptgeschäftsführer Volker Schmidt. Im Interview warnt der
Vertreter des Arbeitgeberverbands vor fatalen Folgen des Umstiegs auf
E-Mobilität.

von Klaus
Wieschemeyer
 

02. Januar 2019, 10:21 Uhr

HANNOVER | Herr
Schmidt, die EU hat sich auf eine deutliche Senkung der CO2-Grenzwerte für
Autos bis 2030 geeinigt…
 …

…und
es ist heute völlig fraglich, wie wir das erreichen sollen. Die EU versucht,
Elektromobilität mit der Brechstange einzuführen und zwar unabhängig davon, ob
E-Fahrzeuge überhaupt vom Verbraucher angenommen werden. Vor allem aber ist es
ein gigantischer EU-amtlicher Selbstbetrug in Sachen CO2, denn
E-Mobilität ist derzeit die klimaschädlichste Antriebsart. Doch wie sagt man so
schön: Wenn alle dran glauben, ist das die schönste Form von Selbstbetrug.

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Wie meinen Sie das?

Die
Produktion von Elektromobilen ist äußerst CO2-intensiv. Allein die
Herstellung des Akkus setzt bei Mittelklassefahrzeugen um die 17 Tonnen CO2 in
die Luft. Dafür muss ein Diesel oder ein Benziner erst einmal 200.000 km
fahren, um auf diese Menge CO2 zu kommen. Und auch das ist nur
ein Teil der Wahrheit, denn beim heutigen Strommix mit rund 55 Prozent aus
fossilen Energieträgern tankt das E-Auto überwiegend Kohle. Dann können es
sogar über 500 000 Kilometer sein, die der Verbrenner klimafreundlicher ist als
der reine Elektroantrieb.

Das sind ja nur aktuelle Werte. Mit mehr und besseren E-Fahrzeugen
dürfte sich die Bilanz ja bessern.

Diesen
Optimismus teile ich nicht. Wenn wirklich im prognostizierten Umfang E-Autos
gekauft werden, steigt der Stromverbrauch bei uns exorbitant an. Diese Rechnung
macht interessanterweise derzeit niemand auf. Dann kann es passieren, dass wir
unser Ziel von 50 Prozent erneuerbarer Energien bis 2030 gar nicht erst
erreichen und stattdessen mehr Kohle- oder importierten Atomstrom benötigen.
Diese Einführung der E-Mobilität mit der Brechstange ist vorne und hinten nicht
zu Ende gedacht.

Jetzt malen Sie aber schwarz.

Wenn
diese CO2-Grenzwerte 2030 in Kraft treten, bedeutet das je nach
Hersteller einen E-Auto-Anteil von bis zu 70 Prozent. Und das, obwohl die
Elektromobilität unter CO2-Gesichtspunkten alles andere als eine
akzeptable Zukunftstechnologie ist. Das gilt sowohl für die Herstellung der
Akkus als auch für den Strommix.

Aber der CO2-Ausstoß der Autoflotte ist ein Problem…


weil viele Kunden wegen des Dieselbashings auf Benziner umsteigen und so die CO2-Bilanz
verschlechtern. Unter Klimagesichtspunkten ist der Feldzug der so genannten
Deutschen Umwelthilfe gegen den Diesel geradezu verwerflich und im höchsten
Maße widersprüchlich.

Moment, die Stickstoffdioxidwerte sind nun mal wirklich dank der
Diesel vielerorts zu hoch.

Eine
Scheindebatte. Es gibt bis heute kein einziges Beispiel dafür, dass durch
Stickstoffdioxid im Straßenverkehr ein Mensch zu Tode gekommen ist. Selbst das
Bundesumweltamt räumt ein, dass es sich nur um politisch gesetzte Grenzwerte
handelt. Sie sind toxikologisch nicht zu begründen.

Das heißt?

Es
ist eine große Selbsttäuschung, der wir unterliegen. Vielleicht gehört es zum
Merkmal saturierter Gesellschaften wie der bundesdeutschen, dass wir besonders
für Hysterien und Angstpsychosen anfällig sind. Viele machen sich offenbar
überhaupt keine Gedanken darüber, wie viele Arbeitsplätze durch diesen Feldzug
gegen das Automobil auf der Kippe stehen.

Hysterie?

Es
handelt sich um eine hysterisch aufgeladene Debatte, die ausschließlich in
Deutschland geführt wird, nirgendwo sonst. Offenkundig steht die Hälfte der 500
europäischen Messstellen hier in Deutschland, die andere Hälfte teilen sich die
übrigen 27 EU-Staaten. Und die Werte verändern sich fundamental, wenn man die
Messstellen nur einige, wenige Meter versetzt.

Sie wollen den Diesel erhalten?

Wir
leisten uns als einziges Land der Welt den Luxus, eine Spitzentechnologie wie
den Diesel nach allen Regeln der Kunst kurz und klein zu schlagen. Wir
ignorieren zudem, dass gerade die deutsche Zulieferindustrie in hohem Maße
abhängig ist vom anspruchsvollen Dieselaggregat. Ein Dieselmotor beispielsweise
hat ungefähr 2200 Teile. Ein Elektromotor hat 150. Alleine das wird unsere
Zulieferindustrie vor große Herausforderungen stellen.

Was denn noch?

Nehmen
Sie allein den neuen WLTP-Standard bei der Abgasmessung. Der wird in 14 Monaten
in der EU durchgepeitscht, und gilt nicht nur für neue Modelle, sondern auch
für bestehende Baureihen. So einen Eingriff in eine laufende Produktion hat es
noch nie zuvor gegeben. Als Folge der Einführung von WLTP und Dieselbashing haben
wir verunsicherte Käufer, entwertete Fahrzeugbestände und eine grassierende
Unsicherheit über die gesamte Produktionskette. Die Zulieferer befinden sich in
einer Sandwichposition zwischen steigenden staatlichen Regulierungen,immer
neuen Anforderungen, die auf die Automobilkonzerne einprasseln und extremer
Planungsunsicherheit. Und ganz nebenbei sollen sie in Digitalisierung und
Elektromobilität investieren. Nicht nur ich frage mich: Wie soll das gehen bei
weg brechenden Umsätzen?

Ihr Verband wirft Deutschland vor, in einem Dornröschenschlaf zu
dämmern.

Deutschland
muss aufpassen, dass es nicht dem Mantra saturierter Gesellschaften verfällt,
das da lautet: Es geht uns gut. Wir müssen uns nicht anstrengen Der Wohlstand
ist in Stein gemeißelt. Das ist er eben nicht. Das Verständnis dafür, was
Wirtschaft und Industrie brauchen, ist in unserer Gesellschaft deutlich
geschwunden. Das hat bestimmt auch mit einer mehrjährigen moderaten
Aufwärtsbewegung zu tun…

… die man auch Aufschwung nennen kann…

Wir
haben seit acht Jahren ein Wachstum, dass sich um ein Prozent bewegt und das
sich vor allem aus privatem Konsum und höheren Staatsausgaben speist. Aber
leider kaum aus Investitionen, die wir aber bräuchten, um langfristig
wettbewerbsfähig zu bleiben. Im Gegenteil: Seit Jahren bauen wir Kapazitäten
ab. Die Abschreibungen in den Unternehmen sind seit 2008 durchweg höher als die
Nettoinvestitionen. Wir dümpeln bei den Investitionen um die Nulllinie, obwohl
wir eigentlich massiv in die Digitalisierung investieren müssten.

So schlimm kann es doch nicht sein: 2017 verzeichnete allein
Niedersachsen ein sattes Wachstum von 2,5 Prozent!

Wenn
wir die Ausgaben des Staates für die Flüchtlingsintegration abziehen, liegen
wir seit 2015 streckenweise bei etwas mehr als einem Prozent Wachtum pro Jahr.
Das ist entschieden zu wenig. Wir bräuchten Anreize für mehr Investitionen wie
degressive Abschreibungen oder Steuervorteile bei Forschungsausgaben. Aber in
Berlin tut sich kaum etwas. Ich befürchte, das wird uns noch kräftig auf die
Füße fallen.

Begrüßen Sie die Ankündigung von Niedersachsens Wirtschaftsminister
Althusmann, 5G-Internet an jede Milchkanne bringen zu wollen?

Das
tut dringend not. Mich erinnert es an die Zeit von 2003 bis 2008, wo wir uns in
Niedersachsen das Ziel gesetzt hatten, im Standortwettbewerb der Bundesländer
aufzuholen. Wir holen heute übrigens nur das auf, was anderswo schon längst
gang und gäbe ist. In China gibt es flächendeckendes 5G. Aber immerhin, es tut
sich was, das Problem ist erkannt.

Die Bundesminister Altmaier und Karliczek finden nicht, dass wir 5G
bis in jeden Winkel brauchen.

Zwei
Drittel aller Niedersachsen leben jenseits der Ballungsräume. Wenn wir eine
gesunde wirtschaftliche Entwicklung in der Fläche wollen, müssen wir zwingend
5G an der letzten Milchkanne installieren.

Warum braucht denn jemand im tiefsten Harz 5G?

Wir
müssen heute schon aufpassen, dass der Harz nicht das Mezzogiorno Deutschlands
wird. Wir haben im Harz auch Industrie, die im globalen Standortwettbewerb
steht. Wenn bei einem bedeutenden Autozulieferer zwei volle Tage das Netz
lahmgelegt ist, weil er eine Produktkonfiguration von VW herunterladen muss,
wird das zur Standortfrage.


Quelle: https://www.nnn.de/22121627
©2019

„Holodeck“ aus Star Terk bald Realität ?

Prototyp soll in Kürze auf Messen präsentiert werden
 
Virtuelle Frau: zu sehen im Holodeck (Foto: pixelio.de, Michel Jäckel)

Wien (pte018/24.07.2012/13:59) – Techniker der University of Southern California http://usc.edu dringen mit "Project Holodeck" in Galaxien vor, die nie zuvor ein Mensch gesehen hat. Durch die Kombination eines "Oculus Rift"-Headset mit einem "Razer Hydra"-Motion-Controller und einer PlayStation Move haben die Spezialisten ein Virtual Reality System geschaffen, das es Usern ermöglicht, komplett in Spiele einzutauchen, 360-Grad-Bewegungsfreiheit inklusive. Für haptische Eindrücke sorgen integrierte Ventilatoren. Von einem echten Holodeck a la Star Trek ist die Technologie aber noch weit entfernt.

Für Simulation geeignet

"Ich bin insgesamt skeptisch, was virtuelle Realität angeht. Die Technik gibt es ja schon seit Jahren. Ich glaube, die Menschen stellen sich das schöner vor, als es wirklich ist. Die Steuerung ist ein großes Problem, weil sie meist nicht intuitiv ist. Gestensteuerung ist nicht natürlich. In der Industrie wird die Technologie allerdings sehr wohl für Simulationen verwendet", sagt Michael Haller von der Fachhochschule in Hagenberg http://www.fh-ooe.at , gegenüber pressetext.

Bessere Wii

Spieler sehen via Headsett ein stereoskopisches 3D-Bild mit einer Auflösung von 1280 x 800 Pixel. Das Gesichtsfeld beträgt horizontal 90 Grad und vertikal 105 Grad. Die Bewegungen des Kopfes werden mit einem mit der "Playstation Move"-Technologie erfasst, die die Bewegungsdaten an das Headset weitergibt. Auch die Bewegungen des Körpers werden vom System erfasst. Durch Joggen auf der Stelle kann der User im Spiel große Distanzen überwinden, ohne die Grenzen des Holodecks zu sprengen. Der Controller-Verzicht ist aber trotzdem nicht immer möglich.

"Obwohl das Holodeck die Bewegung von Körperteilen erfasst, werden die Hanbewegungen als wichtigstes Input-Werkzeug mit einem Sixense Razer Hydra Controller aufgezeichnet, um schnelle Reaktion und Genauigket zu garantieren. Auch die Analogsticks und Knöpfe kommen teilweise zum Einsatz", so das Techniker-Team. In das System integrierte Ventilatoren sorgen bei Bedarf für Wind, was vor allem bei Fahrten mit Vehikeln aller Art für mehr Realismus sorgen soll. Für Demonstrationszwecke haben die Entwickler ein Videospiel namens Wild Skies erschaffen.

Noch nicht fürs Wohnzimmer

Das Abenteuerspiel lässt sich komplett im Holodeck erleben. Die Spieler können Schiffe steuern, sich durch die virtuelle Welt bewegen, Waffen abfeuern und Schwertkämpfe bestehen. Derzeit handelt es sich bei dem System allerdings um einen Prototyp. Eine Verwendung im Wohnzimmer ist anfangs nicht gedacht. "Zuerst wird es die Technologie wohl in Spielhallen geben, da sie viel Platz benötigt. Längerfristig soll aber auch eine Heimversion konstruiert werden. Wir haben die Idee schon bei Microsoft und Disney Imagineering vorgestellt. Die Möglichkeiten für die Technologie sind vielfältig", sagt ein Sprecher des Teams.

Dieses Video zeigt, was mit dem Holodeck möglich ist (Es handelt sich allerdings nicht um eine echte Demonstration, sondern um eine Bebilderung der Möglichkeiten):

Mediale Gewalt führt zu kurzfristiger Aggression

Kleine Kinder können Brutalität nicht einordnen

Birmingham (pte, 18. Feb 2005 07:30) – Sehen kleine Kinder brutale
Bilder in den Medien, können diese einen erheblichen Einfluss auf ihr
kurzfristiges Verhalten haben. Gedanken und Emotionen werden von den
Bildern gelenkt und die Wahrscheinlichkeit, dass sich die Kinder
aggressiv oder ängstlich verhalten, steigt, berichtet The Lancet
http://www.thelancet.com in einem Review.

Kevin Browne und Catherine Hamilton-Giachritsis von der University of
Birmingham http://www.homepage.bham.ac.uk haben sechs nordamerikanische
Reviews analysiert, die sich mit der Auswirkung von medialer Gewalt auf
Kinder beschäftigen. Die Analyse hat ergeben, dass zwischen passivem
Konsum (Fernsehen und Film) bzw. aktivem Konsum (Video- und
Computerspiele) und dem aggressiven, kurzfristigen, Verhalten eines
kleineren Kindes ein Zusammenhang besteht. Die Auswirkung ist klein,
aber bedeutsam und bezieht sich vor allem auf Jungen. Bei älteren
Kindern und Teenagern war keine Wirkung festzustellen.

Der Review bestätigt, dass die Familie und soziale Faktoren die
Reaktion eines Kindes auf mediale Gewalt beeinflussen. Laut einer
Studie aus Großbritannien ist der Effekt von gewaltsamen Filmen bei
Kindern größer, die in einer gewaltsamen Familie aufwachsen. Der
sozioökonomische Status, die Intelligenz und die Kindererziehung
spielen bei der Reaktion des Kindes eine entscheidende Rolle. „Gehen
Eltern fahrlässig mit Material um, das gewaltsame und sexuelle Bilder
enthaltet, kann das als Form von emotionaler Misshandlung des Kindes
angesehen werden“, so Browne. Eltern und Lehrer sollten sich dem Alter
angemessenes gewaltsames Material mit ihren Kindern ansehen und darüber
diskutieren. So könne der Einfluss von gewaltsamen Bildern reduziert
werden. Browne: „Produzenten sollten sich darüber im Klaren sein, dass
ihr Film von einem verwundbaren Publikum gesehen werden könnte, welches
die Gewaltszenen des Films nicht mit der eigentlichen Story in
Zusammenhang bringen kann.“

Magnetringe simulieren effektives Hanteltraining

Magnetringe simulieren effektives Hanteltraining
Funktion über sich abstoßende Pole – Bis zu 24 Kilogramm einstellbar
 
"O2 Magnetic Dumbbell": Magnetringe simulieren Gewichte (Foto: Suhyun Yoo)

Wien/Seoul (pte012/09.08.2013/11:50) – Seouler Industriedesign-Studenten haben ein mit Magnetismus arbeitendes Trainingsgerät erfunden, das aus zwei Ringen besteht und auf gegenseitiger Abstoßungskraft beruht. Der Effekt des "O2 Magnetic Dumbbell" http://bit.ly/10bwVTK wird duch Elektromagnete erzielt, die gleichartig gepolt sind. Da es sich um Elektromagnete handelt, lässt sich die Stärke der Abstoßungskraft individuell einstellen.

Gezählte Wiederholungen

Das Trainingsgewicht des Gadgets reicht von drei bis 24 Kilogramm. Das aktuell eingestellte Gewicht ist auf einem Display in der Mitte des Gerätes ablesbar. In Schritten von drei Kilogramm können die Stufen definiert werden. Die Einstellung erfolgt über ein kleines Rad an der Seite der Ringe.

Die Innovation zählt zudem die Wiederholungen einer Übung automatisch. Doch nicht nur mit der abstoßenden Kraft zweier gleich gepolter Magnete kann trainiert werden. "Ich wollte den Rahmen der existierenden Trainingsprodukte sprengen, indem ich zwei simple Technologien miteinander kombiniert habe", so Erfinder Suhyun Yoo gegenüber pressetext.

Nachhaltiger Trainingseffekt

Auf ersten Trainingsanleitungen sind Skizzen zu erkennen, auf denen mit unterschiedlich gepolten, sich anziehenden Magneten gearbeitet wird. Beispielsweise kann ein Magnetring über den Oberarm gezogen werden und der zweite über den Unterarm. Durch die unterschiedliche Polung ziehen sich die Magnete an und der Trainingseffekt entsteht beim Auseinanderdrücken der Ringe.

Der südkoreanische Tüftler sieht die Zukunft der Trainings-Gadgets in der Fusion bekannter Technologien. "Ich denke, es wird mehr und mehr Trainingsgegenstände geben, die aus bereits bestehenden Geräten zusammengefügt sind. Wichtig ist, dass das einfache Leben nicht beeinträchtigt wird – und mit meinem Gerät ist das für den Kunden möglich." Die Marktreife wird für spätestens 2015 anvisiert.

 

Sensation: Weltweiter Zugriff auf Roboter-Labor

Anmerkung:  Die Fa. KuKa wurde von einem chinesischem Werk übernommen.

online Praxiserfahrung sammeln – das
klingt widersprüchlich, wird am Karlsruher Institut für Technologie
(KIT) aber bald möglich sein: Denn an der Bildungs- und
Forschungseinrichtung entsteht ein einmaliges Robotik-Lehrlabor, auf das
neben Studierenden, Forscherinnen und Forschern des KIT auch tausende
Online-Nutzer aus aller Welt Zugriff erhalten. Auf der
Weiterbildungsplattform Udacity können sie die Roboter aus der
Hightech-Schmiede KUKA über ein Webinterface steuern und so ihre im Kurs
entwickelten Programme und Algorithmen testen. Das KIT ermöglicht es
den Robotik-Lernenden so, an echten industriellen und wissenschaftlichen
Problemstellungen zu arbeiten. Im Gegenzug erhoffen sich die Forscher
Unterstützung durch die Crowd bei der Lösung dieser Probleme.

„Unsere Roboter werden sieben Tage die Woche,
24 Stunden am Tag laufen. Das ist ein riesiges Potenzial für
Crowd-Experimente“, sagt Torsten Kröger, Leiter am Institut für
Anthropomatik und Robotik am KIT, an dem das KUKA Udacity Robot Learning
Lab eingerichtet wird, und verantwortlich für intelligente
Prozessautomation und Robotik. Dort stehen für die Studierenden in
Karlsruhe und diese, die sich aus dem Internet zuschalten, ab sofort
Leichtbau-Roboterarme von KUKA mit Greifer zum Testen bereit – bis Ende
des Jahres sollen es noch mehr werden. Sie können online angesteuert
werden. Im Livestream können die Studentinnen und Studenten über Kameras
verfolgen, wie die Industrieroboter ihre Anweisungen befolgen.

„Die Leichtbauroboter haben in ihren Gelenken
Sensoren, die einwirkende Kräfte und damit auch Kollisionen erkennen
können. So ist der Roboter geeignet für feinfühlige
Montage-Applikationen ohne Schutzzaun auch auf engstem Raum mit dem
Menschen“, sagt Rainer Bischoff, Leiter der KUKA Konzernforschung. „Die
KUKA Roboter sind damit prädestiniert für die Ausbildung der Studenten
vor Ort und online. Das Robot Learning Lab wird Ausbildung und Forschung
in der Robotik und AI auf ein neues Niveau heben.“

Dabei kommen die Roboter in der
Grundlagenausbildung der Lernenden zum Einsatz, aber auch für wirkliche
Applikationen wie zum Beispiel autonomes Greifen und Platzieren von
Objekten oder Montageaufgaben. Im Bereich der Forschung sollen die
Roboter zum Beispiel Aufgaben selbstständig lernen – ohne, dass sie
programmiert werden müssen.

„Mit dem Lab in Karlsruhe erweitern wir unser
Angebot im Bereich Robotik durch eine direkte praxisbezogene
Anwendungsmöglichkeit, die weltweit genutzt werden kann”, sagt Christian
Plagemann, VP Learning von Udacity. Bis zu 7500 zukünftige
Softwareentwickler und Robotiker pro Jahr werden im Lehrlabor mit ihren
selbst entwickelten technischen Lösungen und Programmen üben können.
Dabei fällt eine Fülle von Daten an, welche die Wissenschaftlerinnen und
Wissenschaftler am KIT für Forschungsprojekte nutzen können.

„Bei der großen Anzahl von begabten und
motivierten Talenten, die das Labor nutzen werden, ist es naheliegend,
dort komplexe wissenschaftliche und technische Fragen zu bearbeiten”,
sagt Kröger. Gebe man zum Beispiel eine schwierige Problemstellung an
eine Gruppe von 2000 Studenten, sei die Wahrscheinlichkeit sehr hoch,
dass einige eine pfiffige Lösung finden, die wissenschaftlichen,
innovativen oder technischen Mehrwert liefert.

Ionische Flüssigkeiten recyceln Kunststoffe umweltfreundlich

Japanische Forscher lösen Nylon in Bestandteile auf

Ube/Erlangen (pte/22.06.2007/15:29) – Japanischen Forschern ist es gelungen, Plastik in seine ursprünglichen Bestandteile aufzuspalten. Dazu nutzten sie so genannte Ionische Flüssigkeiten. Die Forscher sehen in der Methode eine Chance wertvolle Kunststoffe wiederzuverwerten, berichten sie in der Fachzeitschrift Organic Letters.

"Ionische Flüssigkeiten sind Flüssigkeiten, die ausschließlich Ionen enthalten", so der Chemiker Andreas Bösmann von der Universität Erlangen http://www.crt.cbi.uni-erlangen.de im pressetext-Interview. "Ionische Flüssigkeiten zeichnen sich durch eine Reihe interessanter Eigenschaften aus: Sie sind Salze, die unter 100 Grad schmelzen, sie sind thermisch stabil, nicht entzündlich, haben einen äußerst geringen, kaum messbaren Dampfdruck und verfügen über sehr gute Lösungseigenschaften für zahlreiche Substanzen", erklärt der Forscher. Vor allem hochwertige Kunststoffe wie etwa das von den beiden japanischen Forschern untersuchte Kevlar würden sich für diese Methode eignen.

"Aus Kevlar bestehen etwa hochwertige Textilien wie Fallschirme oder kugelsichere Westen, aber auch Glasfasern und Teile im Automobilbau", erklärt Bösmann. Natürlich könne man Kevlar auch verbrennen, aber das sei zu schade, weil schon die Herstellung sehr aufwändig sei. Die japanischen Wissenschaftler Akio Kamimura und Shigehiro Yamamoto von der Yamaguchi Universität http://www.yamaguchi-u.ac.jp in Ube haben in Laborversuchen Nylon mit Hilfe von verschiedenen ionischen Flüssigkeiten bei 300 Grad Celsius und einem Katalysator in den chemischen Bestandteil – Caprolactam – zerlegt. Dabei nehmen die Wissenschaftler an, dass das Erhitzen dazu beigetragen hat, dass der Katalysator die langen Polymerketten des Nylons leichter in seine Bestandteile brechen konnte. Der Test fand allerdings unter "normalen" Bedingungen – ohne erhöhten Druck oder extreme Hitze – statt.

"Die ionischen Flüssigkeiten bieten umfangreiche Möglichkeiten für zahlreiche Anwendungen wie etwa in der Feinchemie oder auch die Schaffung von Chemierohstoffen aus Holz", so Bösmann. An der Universität Erlangen wird demnächst das Pilotprojekt "Lignocellulose-Bioraffinerie" beginnen, erklärt der Forscher abschließend im pressetext-Interview.

Magnesium-Batterien: Aufbruch ins Post-Lithium-Zeitalter – die EU macht’s möglich

Leistungsfähiger,
günstiger und sicherer als Lithium-Ionen-Batterien: Das erhoffen sich
Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des Karlsruher Instituts für
Technologie (KIT) sowie ihre Kooperationspartner von neuartigen
Magnesium-Batterien, die sie im Forschungsprojekt E-MAGIC entwickeln
wollen. Das von der Europäischen Union (EU) mit über 6,5 Millionen Euro
finanzierte Forschungsprojekt bündelt relevante Aktivitäten
verschiedener europäischer Wissenschaftsinstitutionen.

Eine Magnesiumbatterie
hätte im Vergleich zu konventionellen Lithium-Ionen-Batterien
entscheidende Vorzüge: Magnesium als Anodenmaterial ermöglicht eine
höhere Energiedichte und wäre auch viel sicherer. „Magnesium ist ein
vielversprechendes Material und einer der wichtigsten Kandidaten unserer
Post-Lithium-Strategie“, sagt Professor Maximilian Fichtner, der
stellvertretende Leiter des Helmholtz-Instituts Ulm (HIU), einem vom KIT
in Kooperation mit der Universität Ulm und den assoziierten Partnern
DLR und ZSW gegründeten Forschungsinstitut zur Erforschung und
Entwicklung elektrochemischer Batteriekonzepte. „Eine breite
Verfügbarkeit von Magnesiumbatterien könnte die Elektrifizierung von
Mobilität und den Ausbau dezentraler Heimspeicher entscheidend
voranbringen.“ Um die Entwicklung des neuartigen Batterietyps zu
beschleunigen, kooperiert das HIU im Forschungsprojekt European
Magnesium Interactive Battery Community (E-MAGIC) nun mit weiteren
wissenschaftlichen Institutionen auf dem Gebiet der Batterie- und
Materialforschung. Das im Programm „Horizon 2020“ von der EU geförderte
Forschungsprojekt bündelt die Expertise von insgesamt zehn
wissenschaftlichen Einrichtungen, das HIU erhält einen hohen
sechsstelligen Betrag. Koordiniert wird E-MAGIC von der spanischen
Fundación Cidetec.

In E-MAGIC vereinen die
Partner alle notwendigen Schritte zur Entwicklung von
Magnesium-Batterien, von der Grundlagenforschung bis zu den Prozessen
bei der Zellproduktion. Die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des
HIU wollen dabei vor allem dazu beitragen, die Hindernisse und
Herausforderungen auf Ebene der Materialien zu verstehen und neue
Lösungen für derzeitige Hindernisse zu schaffen. „Die besondere
Herausforderung bei Magnesiumbatterien ist eine lange Lebensdauer“,
erklärt Dr. Zhirong Zhao-Karger, die in der Forschungsgruppe
Festkörperchemie des HIU die Aktivitäten des neuen Forschungsprojekts
koordiniert. Doch es gibt eine Reihe positiver Eigenschaften des neuen
Batteriematerials, die man nutzen wolle: So bilden sich zum Beispiel an
den Magnesium-Anoden keine Dendrite. Solche elektrochemischen
Ablagerungen an den Elektroden können bei Lithium-Ionen-Batterien
nadelartige Strukturen bilden und Störungen oder sogar gefährliche
Kurzschlüsse verursachen. „Bei Magnesium gibt es keine vergleichbaren
Prozesse. Deshalb können wir Magnesium in metallischer Form verwenden
und so die sehr hohe Speicherkapazität des Metalls direkt nutzen. Das
steigert die Leistungsfähigkeit der Batterie“, so Zhao-Karger.

Neben der größeren
Sicherheit und Energiedichte könnte der Einstieg in die
Magnesiumtechnologie bei der Batteriefertigung außerdem dabei helfen,
die Abhängigkeit von Lithium als Rohstoff zu verringern: Als Element ist
Magnesium auf der Erde etwa 3 000 Mal so häufig vertreten wie Lithium
und kann im Gegensatz dazu einfacher recycelt werden. Entsprechend wären
Magnesiumbatterien auch günstiger als Lithium-Ionen-Batterien. Kommt
Europa bei der Entwicklung zügig voran, könnten Magnesiumbatterien
außerdem dabei helfen, die Dominanz der asiatischen Produzenten von
Batteriezellen zu vermindern und eine konkurrenzfähige Batteriefertigung
in Europa zu etablieren.

Mehr Informationen:

https://cordis.europa.eu/project/rcn/218681_en.html

Über das Helmholtz-Institut Ulm

Das Helmholtz-Institut
Ulm (HIU) wurde im Januar 2011 vom Karlsruher Institut für Technologie
(KIT) als Mitglied der Helmholtz-Gemeinschaft in Kooperation mit der
Universität Ulm gegründet. Mit dem Deutschen Zentrum für Luft- und
Raumfahrt (DLR) sowie dem Zentrum für Sonnenenergie- und
Wasserstoff-Forschung Baden-Württemberg (ZSW) sind zwei weitere
renommierte Einrichtungen als assoziierte Partner in das HIU
eingebunden. Das internationale Team aus rund 120 Wissenschaftlerinnen
und Wissenschaftlern forscht im HIU an der Weiterentwicklung der
Grundlagen von zukunftsfähigen Energiespeichern für den stationären und
mobilen Einsatz.

Mehr zum HIU: http://www.hiu-batteries.de/

Details zum KIT-Zentrum Energie: http://www.energie.kit.edu

GPS hilft beim Surfen

Nanotechnologie als möglicher nächster Schritt zu mehr Speed am Surfboard

Wien (pte/27.09.2005/13:01) – Beim Windsurfen stoßen die Hersteller mit
ihren Entwicklungen an die Grenzen des Machbaren. Beim derzeit auf Sylt
stattfindenden World Cup – dem "Wimbledon der Surfer" – ist die Marke
F2 http://www.f2surf.com mit einem Board im Bewerb, das auch mit einem
GPS ausgerüstet werden kann und so den Surfern während der Fahrt ihre
Geschwindigkeit anzeigt. Direkt am Board zwischen den Fußschlaufen ist
dann ein Display zu finden, wo in großen Ziffern die aktuelle
Geschwindigkeit abgelesen werden kann. Auf dem 14×12 cm großen Display
werden ständig drei von fünf möglichen Messinformationen angezeigt. Der
Surfer kann neben der aktuellen Geschwindigkeit zwischen Zeit oder
Strecke und Maximal- oder Durchschnittsgeschwindigkeit wählen. Das
GPS-Modul kann nach dem Surftag per Dockingstation auch an einen
Computer angeschlossen. Sämtliche Daten können sowohl graphisch als
auch numerisch ausgewertet werden.

Dieses Board ist als Pilotprojekt und nicht für die breite Masse
gedacht. Dennoch sieht sich der Hersteller als Innovationsmotor in
einer Branche, die seit Jahren mit stagnierenden Absätzen zu kämpfen
hat. "Wir verstehen uns als sportlich-innovative Marke mit Fokus auf
den Speed-Slalom-Bereich, decken aber trotzdem die gesamte
Board-Palette mit unseren Produkten ab", so F2-Marketing-Manager
Alexander Hasch im Gespräch mit pressetext. Die Marke ist Teil der
Muttergesellschaft Boards & More http://www.boards-and-more.com,
die neben den Brettern von F2 (1981 in Österreich ins Leben gerufen)
auch noch Mistral, Fanatic sowie North Sails vertreibt. Jede Marke
fungiert laut Hasch eigenständig innerhalb der Gesellschaft.

In der Entwicklung der Surfboards vertraut F2, sowie 80 Prozent der
anderen Hersteller auch, auf den thailändischen Hersteller Cobra
International. Dieser habe sich in der Vergangenheit bewährt und würde
helfen, die Arbeits- und Entwicklungskosten im eigenen Haus zu senken.
Equipment-Hersteller wie F2 würden aber auch in die Entwicklung
investieren. Es sei eben ein Zusammenspiel zwischen Hersteller und dem
asiatischen Produzenten. Gefertigt werden die Bretter seit einigen
Jahren nach der Sandwich-Bauweise: Die Hülle besteht aus einer
Carbon-Verbund-Hülle und einem Kern aus Schaumstoff.

Den Verdienst der Entwicklungsarbeit in den vergangenen fünf Jahren
sieht Hasch in der Verringerung des Gewichts der Surfboards. Das
Gewicht der Boards liegt jetzt zwischen sechs und sieben Kilogramm,
weniger sei nicht mehr möglich. Dann würden die Bretter zu zerbrechlich
werden. Ein möglicher Schritt wäre die Verwendung von
Raumfahrttechnologie. Dies würde ebenfalls eine gewisse
Gewichtsreduzierung bringen, die entstandenen Kosten stünden jedoch in
keiner Relation zur erzielten Verbesserung.

Experimentiert wird bei F2 derzeit auch mit Nanotechnologie. Diese wird
bereits im Segelbereich und bei Skiern sowie Snowboards eingesetzt. Mit
ihrer Hilfe kann der Reibungswiderstand reduziert und so die
Geschwindigkeit erhöht werden. Laut Hasch arbeitet man derzeit mit
einem Spray und einer Folie, die auf die Bretter aufgetragen wird.
Dieser eingeschlagene Weg stecke jedoch noch in den Kinderschuhen.
"Wenn uns das gelingt, dann wäre das eine kleine Revolution in diesem
Bereich und das Angleiten mit den Brettern würde wesentlich früher
erfolgen", so Hasch gegenüber pressetext.

Super-Chip vor der Marktreife

Cell-Mikroprozessor soll in PS3 integriert werden

Tokio/ New York (pte/26.08.2005/07:35) – Die Sony Group
http://www.sony.at/, Toshiba http://www.toshiba.at und IBM
http://www.ibm.com/at haben technische Details zum Cell-Mikroprozessor
veröffentlicht. Der Superchip mit dem Code-Namen Cell soll erstmals in
der PlayStation3, deren Start für das Frühjahr 2006 anvisiert wird,
eingesetzt werden. Cell ist ein sogenannter Multicore-Chip, also ein
Mikroprozessor mit mehr als einem vollständigen Hauptprozessor. Cell
hat einen 64-bit Prozessorkern und acht synergetische Prozessorkerne.
Der Superchip soll ein technologischer Meilenstein sein, sagt das
Konsortium. Es wird spekuliert, dass der Mikroprozessor alles vom
Mobiltelefon bis zum Server betreiben könnte, berichtet der
Branchendienst Cnet.

"Für den serienmäßigen Einsatz bei PCs gibt es bisher keine Pläne, Cell
ist eher nicht als klassischer PC-Prozessor geeignet", sagt Hans Jürgen
Rehm von IBM im Gespräch mit pressetext. Der Mikroprozessor sei
vielmehr für den Einsatz im Multimedia-Bereich geeignet, so Rehm.
Toshiba plant, den Cell-Prozessor bei HDTV- und Plasma-TV-Geräten
einzusetzen.

Sony, IBM und Toshiba arbeiten seit der Gründung des Konsortiums im
März 2001 an der Entwicklung des Chips. Der Prozessor mit der Größe
einer Briefmarke soll ermöglichen, dass mehrere Betriebssysteme, auch
Linux, gleichzeitig auf einem Computer laufen. Das Dokument
http://cell.scei.co.jp/index_e.html gibt auch Auskunft über die
Kompatibilität mit Programmiersprachen wie C und C++,
Binärschnittstellen (Application Binary Interface) und
Assemblersprachen. Erste technische Spezifikationen zu dem Chip wurden
im Februar dieses Jahres veröffentlicht. Der Cell-Mikroprozessor kann
in einer Sekunde 250 Gigaflops, also 250 Mrd. einzelne Rechenschritte,
ausführen. "Der Vergleich hinkt zwar, da Cell kein klassischer PC-Chip
ist, aber die Leistung ist etwa acht bis zehn mal so groß wie bei einem
Standard-PC-Prozessor", sagt Rehm.

Die erste Computeranwendung auf Basis des Mikroprozessors soll eine DCC
(Digital Content Creation)-Umgebung sein, an der Sony und IBM gemeinsam
arbeiten. Mit den Workstations auf Cell-Basis sollen Plattformen für
den DCC-Bereich auch in den Sparten Film und Videospiele möglich sein.
Nach Angaben von Sony gibt es in der Unterhaltungsindustrie enorme
Nachfrage nach hochleistungsfähigen DCC-Systemen, die riesige
Flieskommarechnungen ermöglichen. pressetext hat berichtet:
http://www.pte.at/pte.mc?pte=040514012.

Cnet berichtet, dass das Konsortium Schwierigkeiten hat, außerhalb des
eigenen Einflussbereichs Interessenten für den Mikroprozessor zu
finden. "Die Verhandlungen laufen und wir sind zubersichtlich, dass der
Chip viele Abnehmer findet, sobald er am Markt ist", so Rehm gegenüber
pressetext. Im Juni dieses Jahres wurde der erste Vertrag mit einem
Abnehmer, Mercury Computer Systems http://www.mc.com/, abgeschlossen.
Mercury entwickelt unter anderem Systeme für Ölförderungs-Unternehmen
und plant, den Chip zur Darstellung geologischer Daten zu verwenden.