Archiv der Kategorie: Erde, Klima, Umweltschutz

Städtischer Untergrund birgt nachhaltige Energie – mit einer Stellungnahme von Jean Pütz

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Wissenschaftler,
Ihr
Modell i
n allen Ehren, natürlich läßt sich sehr viel Wärme aus dem Untergrund
nutzen, allerdings müssen dafür andere Arten von Wärmepumpen entwickelt
werden. Wenn – wie derzeit überall propagiert – Elektrowärmepumpen dies
bewirken sollen, dann ist der ökologische Gewinn bescheiden. Notwend ig
ist eine intensive Erforschung und Konstruktion z. B. einer  
Gaswärmepumpe, die leider erheblich vernachlässigt wird. So ließe sich
die dabei entstehende Abwärme direkt nutzen und nicht wie derzeit in
Großkraftwerken über Kühltürme in die Atmosphäre blasen.

Da ich das KIT ausßerordentlich schätze und auch auf meiner sehr gut besuchten Homepage:
www.jean-puetz.net (ca. 1500 Besucher täglich) sehr viele Meldungen ve
röffentlichen, würde ich ganz gerne von Ihnen eine Stellungnahme zu diesem meinen HInweis bekommen.

Im Vorraus herzlichen Dank
Ihr Jean Pütz


Unter
großen Städten schlummern enorme Energiequellen: Aus erwärmten
Grundwasserschichten ließe sich nachhaltige Energie zum Heizen im Winter
und Kühlen im Sommer gewinnen. Forscher des KIT und der ET
H Zürich haben ein analytisches Wärmestrom-Modell entwickelt und
festgestellt, dass Wärmezunahmen im Untergrund vor allem durch Anstieg
der Oberflächentemperaturen und Wärmeabgabe von Gebäuden bedingt sind.
Ihre Arbeit präsentieren die Wissenschaftler im renommierten Journal
„Environmental Science and Technology“. (DOI: 10.1021/es401546u)

Die
Temperaturen in Großstädten liegen deutlich über denen im ländlichen
Umland: Dichte Besiedlung, Flächenversiegelung, Industrie, Verkehr und
fehlende Vegetation führen zu einem urbanen Mikroklima mit erhöhten
Temperaturen in der Atmosphäre. Aber auch im Untergrund entstehen
Temperaturanomalien, die sich later al und vertikal ausbreiten. Das
Grundwasser in urbanen Ballungsräumen hat sich in den vergangenen
Jahrzehnten deutlich erwärmt. „In Karlsruhe betrug die durchschnittliche

rmestromdichte in die oberflächennahen Grundwasserschichten im Jahr 1977
noch 759 Milliwatt pro Quadratmeter. Im Jahr 2011 waren es bereits 828
Milliwatt pro Quadratmeter“, berichtet Juniorprofessor Philipp Blum,
Leiter der Abteilung Ingenieurgeologie des Instituts für Angewandte
Geowissenschaften (AGW) des KIT. „Diese Wärmemenge entspricht einem
Petajoule pro Jahr, somit könnte man mindestens 18.000 Haushalte in
Karlsruhe nachhaltig mit Wärme versorgen.“

Woher
die Wärme im Untergrund von Städten genau kommt, hat Philipp Blum
gemeinsam mit Kathrin Menberg und Axel Schaffitel vom KIT sowie Dr.
Peter Bayer von der ETH Zürich untersucht. Die Wissenschaftler
entwickelten ein analytisches Wärmestrom-Modell, um mögliche Faktoren w
ie Anstieg der Oberflächentemperaturen von versiegelten Flächen,
Wärmeabgabe von Gebäuden, Abwass
erkanälen und unterirdischen Fernwärmenetzen sowie der Einleitung von
Kühlwässern zu untersuchen. Indem sie die vom Menschen verursachten
Wärmeströme in den Untergrund der Stadt Karlsruhe modellierten,
ermittelten die Forscher langfristige Trends der Wärmestromprozesse.
Dabei ergab sich, dass vor allem die erhöhten Oberflächentemperaturen
und die Wärmeabgabe von Gebäuden für den Wärmeanstieg im Untergrund
verantwortlich sind.

Die
Energie aus oberflächennahen Grundwasserschichten ließe sich
beispielsweise mithilfe von Erdwärme- und Grundwasserwärme-pumpen zum
Heizen im Winter und zum Kühlen im Sommer einsetzen. Würde dieses
geothermische Potenzial genutzt, ließe sich damit nicht nur ein Teil des
wachsenden Energiebedarfs decken, sondern auch die Emission von
Treibhausgasen reduzieren, was wiederum der Erwärmung der Städte
entgegenwirken w
ürde.

Solarwärme gegen Heizkostensteigerung und Klimawandel

Münster, 04.04.2005 Bundesumweltminister Jürgen Trittin hat heute in
Münster die Aktion „Wärme von der Sonne“ gestartet. Erstmals
unterstützt die Solarbranche und das Bundesumweltministerium damit
gezielt das Engagement lokaler Initiativen aus Handwerk, Kommunen und
Umweltgruppen, die sich für den Ausbau der Solarwärme einsetzen.

Immer
mehr Bürger engagieren sich auf lokaler Ebene gegen den bedrohlichen
Klimawandel und die steigenden Heizkosten, indem sie über die Vorteile
der Solarwärmenutzung informieren. Neben dem aktiven Beitrag für den
Klimaschutz steigern sie damit die lokale Wirtschaftskraft und machen
sich unabhängiger von drohenden Preissteigerungen für Öl und Gas. Für
die bundesweite Aktion wurden 30 lokale Solarinitiativen ausgewählt,
die nun mit Aktionsideen, Materialien und Referenten versorgt werden.
Die lokalen Initiativen haben sich vielfach bereits in den vergangenen
Jahren mit großem Engagement und Erfolg für die Solarenergie
eingesetzt. Der Bundesverband Solarindustrie (BSi) und das
Bundesumweltministerium haben die wichtige Rolle der Initiativen bei
der Markteinführung der Solarenergie erkannt und deshalb die Aktion
„Wärme von der Sonne“ entwickelt.

Neun von zehn Gletschern sind
in den letzten Jahrzehnten um die Hälfte geschmolzen. Die
Jahrhundertflut 2002 verursachte in Deutschland Schäden von 9
Milliarden Euro. Der Klimawandel ist mittlerweile „bittere Realität“,
wie Umweltminister Trittin im Dezember 2004 im Bundestag berichtete.
Immer mehr Bürger sehen deshalb die Notwendigkeit, die Reduzierung des
Öl- und Gasverbrauchs schneller voranzutreiben und engagieren sich in
lokalen und regionalen Solarinitiativen. Um die meist ehrenamtliche
Arbeit der Initiativen gezielt zu unterstützten, wurde die Aktion
„Wärme von der Sonne“ ins Leben gerufen. Sie wird getragen und
finanziert von der Solarbranche und dem Bundesumweltministerium. Unter
70 Interessenten wurden 30 Solarinitiativen ausgewählt, die in diesem
Jahr gefördert werden. Sie arbeiten selbständig vor Ort, erhalten aber
von der Zentrale Infomaterial, Aktionsideen und Beratung.

Ein
wichtiger Baustein für eine umweltfreundliche Energieversorgung ist die
Nutzung von Sonnenenergie zur Warmwasserbereitung und Raumheizung. Zwar
wird die umweltfreundliche Solarwärme bereits in etwa 5 Prozent der
Ein- und Zweifamilienhäusern genutzt, doch ist das Potenzial noch sehr
groß. Die Möglichkeiten der Solarwärmenutzung sollten nach Ansicht von
Gerhard Stryi-Hipp, Geschäftsführer des Bundesverbandes Solarindustrie
noch stärker ins Bewusstsein der Bevölkerung rücken: „Die Hausbesitzer
müssen noch intensiver darüber informiert werden, dass die Solarwärme
zu jeder modernen Heizung dazugehört. Sie mildert ganz konkret das
Problem steigender Heizkosten und ist ein aktiver Beitrag zum
Klimaschutz. Am glaubwürdigsten informieren die Akteure vor Ort, das
sind die Handwerker und Vertreter von Umweltgruppen und Kommunen, die
man kennt. Deshalb unterstützen wir die Arbeit der regionalen
Solarinitiativen“. Dass die vor Or t aktiven Aktionsgruppen für den
Erfolg der Solarthermie sehr wichtig sind, zeigen die bisherigen
Entwicklungen: in den Regionen, in denen Solarinitiativen aktiv sind,
ist die Verbreitung der Solarenergie in aller Regel viel weiter als im
Bundesdurchschnitt. Oft tun sich Agendagruppen mit Gemeindevertretern
und der Handwerksinnung zu einer Solarinitiative zusammen und
organisieren z.B. Infoveranstaltungen und Solarfeste oder richten
Beratungstelefone ein. Es werden Tage der offenen Tür bei Handwerkern
oder in Häusern mit Solaranlagen veranstaltet und die Lokalpresse
regelmäßig mit Fachinformationen versorgt. Das bürgerschaftliche, meist
ehrenamtliche Engagement trägt entschieden zu Weitergabe der guten
Erfahrungen mit der umweltfreundlichen Solartechnologie bei und ist
damit ein ganz konkreter Schritt zu einer nachhaltigen
Energieversorgung. Darüber hinaus fördert es die lokale und regionale
Wirtschaft. Statt für Öl- und Gasimporte wird das Geld fü r
Solaranlagen ausgegeben und damit das lokale Handwerk gestützt.

Zentrales
Medium der Aktion ist die Aktionszeitung, die über alle wichtigen
Aspekte der Solarwärmenutzung informiert. Jede der 30 Initiativen
erhält eine eigene Ausgabe, wobei der Innenteil der achtseitigen
Zeitung mit allgemeinen Informationen zu Energieversorgung,
Klimawandel, guten Beispielen für die Solarwärmenutzung, der
Solartechnik und zur Solarförderung in allen Ausgaben derselbe ist. Auf
der Titelseite stellt sich dagegen jeweils die regionale
Solarinitiative vor und ist Raum für persönliche Grußworte des
regionalen Schirmherrn. Auf der Rückseite sind lokale Kontaktadressen
aufgeführt. So werden Synergieeffekte genutzt, indem der lokale Bezug
mit der Kompetenz des Bundesverbandes verbunden wird. Für die
Öffentlichkeitsarbeit vor Ort werden Service-Infos wie z.B. Checklisten
und Vortragsfolien sowie Give-aways wie z.B. Postkarten, Luftballons
und Tütchen mit Sonnenblumensamen zur Verfügung gestellt.

Darüber
hinaus wird mit der Aktion die Vernetzung der Akteure gefördert. Getreu
dem Motto „Das Rad muss nicht immer neu erfunden werden“ sollen
persönliche Treffen und die neue Internet-Plattform einen
Erfahrungsaustausch ermöglichen. „RegioSolar“ versteht sich hier als
Moderator und Multiplikator, um die Kreativität der Initiativen
weiteren Akteuren zugänglich zu machen.

Weitere Informationen
zur Aktion sind erhältlich vom Regiosolar-Aktionsbüro unter
sonnenwaerme@regiosolar.de sowie auf www.waerme-von-der-sonne.de zu
finden.

Hintergrundinformation:

Solarwärme
wird in Deutschland bisher von rund 640.000 Haushalten genutzt. Im Jahr
2004 wurden rund 83.000 Anlagen neu installiert. Die deutsche
Solarwärmebranche hat im vergangenen Jahr über 500 Millionen Euro
umgesetzt und bietet aktuell mit deutlich steigender Tendenz über
10.000 Menschen zukunftsfähige Arbeitsplätze. Durch die Aktion soll das
Marktwachstum weiter beschleunigt werden.

Energiekosten senken

(aid) – Die Energiekosten für baden-württembergische Landwirte betragen rund 275 Euro pro Hektar – in der Schweinehaltung liegen sie sogar bei rund 350 Euro pro Hektar. Diese Energiekosten zu senken und den Kohlendioxidausstoß zu verringern, ist ein Ziel der Energieberatung, die das Land Baden-Württemberg neuerdings anbietet. Extra qualifizierte Berater stellen den Energieverbrauch in allen Bereichen des Betriebs auf den Prüfstand und suchen gemeinsam mit den Betriebsleitern nach optimalen Lösungen für verschiedene Produktionsverfahren im Betrieb.
Landwirte, die eine Energieberatung in Anspruch nehmen möchten, können einen Zuschuss für die Kosten einer Energieeffizienzberatung stellen, wenn sie von qualifizierten Beratungskräften durchgeführt wird. Wie das Ministerium mitteilt, kann die Förderung bis zu 70 Prozent der Beratungskosten betragen und ist auf 1 500 Euro pro Jahr begrenzt. Anträge können bei den zuständigen unteren Landwirtschaftsbehörden gestellt werden.
Renate Kessen, www.aid.de

Weitere Informationen: www.mlr.baden-wuerttemberg.de

Ameisen als Gärtner

Forscher entdecken zielgenauen Herbizideinsatz der fleißigen Krabbeltiere

New York (pte/23.09.2005/06:05) – Ameisen setzen Chemikalien ein, wenn
es darum geht, sich die eigene Gartenlandschaft nach ihrem Willen zu
gestalten. Wie extrem die kleinen Krabbler dabei sind, haben Forscher
der University of Stanford nun entdeckt und im Wissenschaftsmagazin
Nature http://www.nature.com beschrieben. Das Forscherteam um Megan
Frederickson wollte nämlich herausfinden, ob die Ameisen im Amazonas
auch große Baumstämme kultivieren können. Die Wissenschaftler waren
interessiert, ob bei der Ausprägung der Pflanzenspezies die Ameisen
auch eine Rolle spielen oder nicht.

Nach Legenden der lokalen Bevölkerung in Amazonien wird die Region, in
der fast auschliesslich Bäume der Spezies Duroia hirsuta wachsen, von
bösen Waldgeistern gepflanzt. In diesen Zonen leben auch die Ameisen
der Spezies Myrmelachista schumanni. Das Forscherteam war nun daran
interessiert, die Symbiose der beiden Spezies genauer unter die Lupe zu
nehmen. Dabei wollten die Forscher wissen, warum in den Teufelsgärten
ausschließlich jene Pflanzenarten gedeihen. Frederickson und ihr Team
pflanzte zu diesem Zweck Setzlinge der amazonischen Zeder innerhalb und
außerhalb dieser Teufelsgärten. Einige der Setzlinge waren daher vor
den Ameisen sicher. Bereits fünf Tage nach dem Einpflanzen hatten die
Ameisen die ungeschützten Pflanzensetzlinge mit Ameisensäure
vernichtet.

Dieses Verhalten sei mitverantwortlich dafür, dass die Ameisen den
Pflanzenbestand tatsächlich beeinflussten. Umgekehrt konnten die
Wissenschaftler eine Erklärung dafür finden, warum einige der
Ameisenkolonien bis zu 800 Jahre lang überleben konnten. Den Forschern
war bekannt, dass tropische Blattschneiderameisen ihre Nester derart
konzipieren, dass Pilze als Nahrungsmittel darauf gedeihen. Andere
Spezies züchten Blattläuse, von deren saft sie sich ernähren.

Städte ersticken im Feinstaub

Chinesische Städter ersticken im Feinstaub

Daten von 272 Metropolen ausgewertet – Mehr Todesfälle erwiesen

Auf dem Rad: ohne Mundschutz nicht ratsam (Foto: pixelio.de, Manuel Schuster)
Auf dem Rad: ohne Mundschutz nicht ratsam (Foto: pixelio.de, Manuel Schuster)

Schanghai (pte001/13.02.2017/06:00) –

Die Luftverschmutzung durch Feinstaub nimmt in 272 Städten Chinas zu und
bewirkt mehr Todesfälle aufgrund von Herz-Kreislauf- und
Atemwegserkrankungen. Zu diesem Ergebnis kommt die bisher größte
epidemiologische Studie zum Thema. Laut Seniorautor Maigeng Zhou vom
National Center for Chronic and Non-communicable Disease Control and
Prevention http://ncncd.chinacdc.cn gehört Feinstaub zu den Hauptthemen in Entwicklungsländern wie China.

Gefährliche Belastung

"Ein neues Überwachungsnetzwerk hat uns ermöglicht,
eine landesweite Studie durchzuführen, um die kurzfristigen
Zusammenhänge zwischen PM 2,5 und der täglichen ursachenspezifischen
Mortalität in China zu untersuchen." Es zeigte sich, dass die
durchschnittliche jährliche Belastung der chinesischen Städte bei 56
Mikrogramm pro Kubikmeter (mg/m3) lag und damit deutlich über den 10
g/m3, der Richtlinie der WHO.

Jede Zunahme um zehn mg/m3 in der Luftverschmutzung
stand mit einer 0,22-prozentigen Erhöhung der Sterblichkeit durch nicht
unfallbedingte Todesursachen in Zusammenhang. Jede dieser Zunahmen stand
mit einer 0,29-prozentigen Erhöhung der Sterbefälle durch
Atemwegserkrankungen und einer Steigerung um 0,38 Prozent bei chronisch
obstruktiven Lungenerkrankungen (COPD) in Zusammenhang.

Körperliche Schäden

Die Sterblichkeit war bei Menschen über 75 Jahren und
bei Personen mit einer geringeren Bildung deutlich höher. Die Verbindung
zwischen den PM-2,5-Werten und der Sterblichkeit war in Städten größer,
die über eine höhere jährliche Durchschnittstemperatur verfügten. Die
Forscher vermuten, dass die Unterschiede im Bildungsniveau zu
umweltbedingten Ungleichheiten im Gesundheitsbereich führen und dass der
Zugang zu medizinischer Versorgung einen Einfluss auf die Sterblichkeit
hat.

Die Forscher schätzen, dass die Menschen in wärmeren
Städten mehr Zeit im Freien und bei offenen Fenstern verbringen und
damit die Feinstaubbelastung ansteigt. Laut den im "American Journal of
Respiratory and Critical Care Medicine" veröffentlichten Ergebnissen
zeigt sich einen schwächerer Zusammenhang zwischen der Zunahme an PM 2,5
und der Sterblichkeit als in Studien, die in Europa oder Nordamerika
durchgeführt worden waren.

Große Einschränkung

Es gibt eine Reihe möglicher Erklärungen. So könnte
sich in den meisten chinesischen Städten die Anzahl der Todesfälle bei
der größten Luftverschmutzung nicht verändert haben und die Bestandteile
des Feinstaubs in China daher weniger giftig sein. Partikel aus der
Erdoberfläche von trockenen Landstrichen und aus dem Bau sind in China
häufiger für die Feinstaubbelastung verantwortlich als in Europa und
Nordamerika.

In China wurde die PM-2,5-Überwachung in städtischen
Gebieten 2013 eingeführt. Für die aktuelle Studie wurden für die Jahre
2013 bis 2015 zur Verfügung stehende Daten ausgewertet. Für fast die
Hälfte der Städte der Studie waren jedoch nur Daten für ein Jahr
vorhanden. Die Autoren betonen, dass eine Einschränkung darin besteht,
dass die Studie nicht über einen langen Beobachtungszeitraum
durchgeführt wurde.

Ökobilanz für Staatsoberhäupter

Wissenschaftler präsentieren globales Ranking der saubersten Länder


Davos/New York (pte, 28. Jan 2005 10:39) – Staatsoberhäupter und Regierungsbeamte erhalten beim World Econonmic Forum in Davos ein Ranking über die Ökobilanz von 146 Nationen. Ausgewiesen sind dabei der Grad an Nachhaltigkeit der jeweiligen Länder. An der Spitze der Liste steht Finnland, gefolgt von Norwegen, Uruguay, Schweden und Island. An letzter Stelle steht Nord-Korea, berichtet das Wissenschaftsmagazin Nature http://www.nature.com.


Experten der beiden US-Universitäten Yale und Columbia haben 21 Indikatoren für die Nachhaltigkeit aufgelistet. Dazu zählen etwa Treibhausgas-Emissionen, Wasserqualität und Müllentsorgung. Die Auflistung entspricht sozusagen dem durchschnittlichen Wert eines Landes. Finnland steht auch wegen seines Wohlstandes und der geringen Bevölkerungsdichte an der Spitze. Eine hohe Punkteanzahl bedeute insbesondere, dass es ein echtes Potenzial gebe, die Umwelt in den kommenden Jahrzehnten erfolgreich zu schützen, so Alex de Sherbinin von der Columbia University, der an der Erstellung des Index mitgearbeitet hat. Indikatoren dafür sind etwa die Reinhaltung von Trinkwasserreserven, die Verhinderung von Luftverschmutzung und der Erhalt der Biodiversität, ergänzt der Co-Autor Marc Levy.


Dass die Auflistung kein Freibrief für Selbstgefälligkeit ist, ergänzen die Forscher. So liege beispielsweise Brasilien an elfter Stelle. Dennoch ist die Artenvielfalt dieses Landes durch massive Abholzung der Regenwälder bedroht. Nicht alle EU-Länder nehmen Plätze in den vorderen Rängen ein. Österreich, das an zehnter Stelle rangiert, zählt zu den besten. Deutschland liegt an 33. Stelle, Griechenland an 67. Die hintersten Plätze nehmen Taiwan, Turkmenistan, Irak und Usbekistan ein.


„Politische Probleme und Druck auf die Umwelt gehen häufig miteinander einher“, so Levy. Zentralistisch geführte, undemokratische Systeme haben in der Regel Probleme auch Umweltfragen erfolgreich zu bewältigen. Es scheitere oft daran, dass Anliegen der Bevölkerung von Politikern nicht wahrgenommen werden. Es sei nicht Sinn und Zweck des Rankings, Politiker oder Wirtschaftsvertreter bloß zu stellen, erklärt Levy. Das schlechte Abschneiden Großbritanniens wird Premierminister Tony Blair dennoch extrem stören. Blair hatte nämlich die USA wegen der Nicht-Ratifizierung des Kyoto-Protokolls heftig kritisiert. Die USA nehmen im Ranking allerdings Platz 45 ein, während Großbritannien nur an 66. Stelle liegt. Dieses Ergebnis wird sicherlich Kopfschütteln hervorrufen.


Weitere Informationen: http://www.yale.edu/esi/ESI2005_Main_Report.pdf

Verkehrsunfälle duch Ablenkung

Sydney/Jena/Köln (pte/10.08.2006/11:15) – In einer großangelegten
Studie mit über 1.300 Teilnehmern im Alter zwischen 18 und 65 Jahren
ist ein Forscherteam des George Institute for International Health
http://www.thegeorgeinstitute.org sowie der University of Western
Australia http://www.uwa.edu.au zu der Schlussfolgerung gekommen, dass
20 Prozent aller Verkehrsunfälle passieren, weil der Fahrer abgelenkt
ist. Darüber hinaus zeigte die Studie, dass junge Fahrer im Alter von
18 bis 30 Jahren während des Fahrens signifikant öfter abgelenkt sind.
Da diese Gruppe ablenkende Aktivitäten als weniger bedrohend betrachtet
als ältere Fahrer, haben sie ein größeres Risiko zu verunglücken. Die
Ergebnisse der Studie wurden jetzt in der Fachzeitschrift Injury
Prevention http://ip.bmjjournals.com veröffentlicht.

Die Wissenschaftler entdeckten auch, dass während einer Autofahrt 72
Prozent der Fahrer einen Konzentrationsmangel zeigen, 69 Prozent sich
mit der Elektronik im Wagen beschäftigen, 58 Prozent durch Ereignisse,
Objekte oder Menschen außerhalb des Wagens abgelenkt werden und 40
Prozent sich mit den Passagieren unterhalten. Im Schnitt führen Fahrer
alle sechs Minuten eine ablenkende Handlung durch, was regelmäßig zu
Fahrfehlern führt. Diese Fahrfehler umfassen plötzliches Bremsen,
Verkehrsschilder übersehen und falsche Abzweigungen nehmen. "Autofahrer
sind extrem oft abgelenkt und die Frequenz der Fahrfehler infolgedessen
bereitet uns große Sorge", erklärt Suzanne McEvoy, Erstautor der
Studie.

Rüdiger Trimpop, Verkehrspsychologe und Risikoexperte an der
Universität Jena http://www.uni-jena.de, relativiert den Einfluss des
Faktors Ablenkung. "Dass Ablenkung eine wichtige Rolle spielt, ist
unbestritten", erklärt er gegenüber pressetext. "Wir haben bei 400
Fahrern in einer Online-Befragung jedoch wesentlich geringere
Zusammenhänge gefunden." Trimpop kennt keine einzige Studie, die die
verschiedenen möglichen Einflüsse wie Ablenkung, aber auch
Selbstüberschatzung, mangelnde Gefahreneinschätzung oder Alkohol,
kontrolliere oder berücksichtige. Ob die Ablenkung die letztendliche
Ursache war, sei nirgendwo schlüssig bewiesen. Laut Trimpop gilt
gleiches auch für Alkoholunfälle: Ob der Alkohol Ursache oder
Begleitfaktor ist, wurde nur experimentell für hohe Alkoholdosen
alleine bewiesen. "Alkohol wirkt, gerade bei jungen Fahrern, eher in
sozialen Enthemmungssituationen, nicht als Faktor alleine", so Trimpop.

Egon Stephan, Verkehrspsychologe der Universität Köln
http://www.uni-koeln.de , hält einen Anteil von 20 Prozent hingegen für
eine eher konservative Schätzung. "Wenn es Autofahrer eilig haben, sind
sie im Allgemeinen sehr aufmerksam", erklärt er gegenüber pressetext.
"In 90 Prozent der Fälle fährt man jedoch automatisiert." Wenn dann
auch noch Ablenkung dazu kommt, sei ein Unfall schnell passiert. Eine
wirklich gute Lösung, um Ablenkung auf ein Minimum zu beschränken, gibt
es laut Stephan allerdings nicht. "Man kann nur versuchen, sich selber
zu zwingen den Verkehr wahrzunehmen, beispielsweise indem man sich
selber belohnt wenn man aufpasst", so Stephan abschließend.

Energiespeicher für die Energiewende

Energiespeicher für die Energiewende: Koordinierungskreis �Chemische Energieforschung� informiert mit Positionspapier

Grundlagenforschung
für neue Speichertechnologien, eine Datenbasis für die wirtschaftliche
Bewertung und ein integriertes System für Strom, Wärme und Mobilität.
Das sind die Voraussetzungen dafür, dass die Energiewende erfolgreich
umgesetzt werden kann. Zu diesem Schluss kommt das neue Positionspapier
�Energiespeicher� des Koordinierungskreises �Chemische
Energieforschung�. Experten aus Wissenschaft und Industrie stellen darin
den Entwicklungsstand und die Anwendungsfelder der verschiedenen
Möglichkeiten zur Energiespeicherung systematisch vor, bewerten Vor- und
Nachteile und weisen besonders auf die Verknüpfungsmöglichkeiten hin.

Nicht
zuletzt die Kontroverse um die geplanten großen Stromtrassen hat die
öffentliche Diskussion darüber angeheizt, wie Strom aus Wind- und
Solaranlagen am besten gespeichert und genutzt werden kann.
Speichertechnologien für �Strom�, der nicht direkt genutzt wird, reichen
von mechanischen Lösungen wie Pumpspeicherwerken, Druckluftspeichern
oder großen Schwungrädern über thermische Speicher, die ähnlich arbeiten
wie Nachtspeicheröfen, bis hin zur Speicherung in chemischen
Grundstoffen. Hierzu zählen Wasserstoff, Methan oder flüssige
Kraftstoffe, aus denen chemische Basischemikalien produziert und
außerdem weitere Industriezweige mit dem Speichersystem verknüpft werden
können. Bei jedem Umwandlungsschritt geht einerseits Energie verloren,
andererseits sind die Einsatzmöglichkeiten von Wärme, Wasserstoff oder
Methan wiederum vielfältig. Daher ist die Bewertung sinnvoller
Speichermöglichkeiten sehr komplex.

In dem Positionspapier, das
sieben Wissenschaftsorganisationen und Verbände erarbeitet haben,
stellen die Experten detailliert den technologischen Entwicklungsstand
und die potentiellen Anwendungsfelder elektrochemischer Speicher wie
Batterien, thermische Speicher wie Salze und spezieller
Speichermaterialien, z.B. künstliche Wachse, vor. Sie beschreiben auch
die Möglichkeiten industrieller Wärmenetze und stofflicher Speicher , zu
denen Umwandlungstechnologien wie Elektrolysen, Methanisierung und die
klassische Fischer-Tropsch-Synthese gehören. Darüber hinaus analysieren
die Fachleute im Einzelnen die Schnittstellen zwischen den Systemen
Elektrizität, Wärme, Mobilität und Produktion. Ihr Fazit: Nur eine
integrierte Betrachtung ist sinnvoll; neben der weiteren Forschung zu
Energiespeichern werden dafür vor allem technische Daten mit
ökonomischer Relevanz benötigt. Erst auf dieser Basis lässt sich
bewerten, wie der Überschussstrom mit möglichst hoher Wertschöpfung –
und
damit wirtschaftlich sinnvoll eingesetzt werden kann.

Das Positionspapier �Energiespeicher � Der Beitrag der Chemie� ist zum Download verfügbar unter http://www.dpg-physik.de/veroeffentlichung/broschueren/download/PP_Energiespeicher-2015_A4.pdf.

Der Koordinierungskreis Chemische Energieforschung wird getragen von
DBG � Deutsche Bunsen-Gesellschaft für physikalische Chemie e.V.
DECHEMA � Gesellschaft für Chemische Technik und Biotechnologie e.V.
DGMK � Deutsche Wissenschaftliche Gesellschaft für Erdöl, Erdgas und Kohle e.V.
GDCh � Gesellschaft Deutscher Chemiker e.V.
VCI � Verband der Chemischen Industrie e.V.
VDI-GVC � Gesellschaft Verfahrenstechnik und Chemieingenieurwesen im Verein Deutscher Ingenieure e.V.
Die Deutsche Physikalische Gesellschaft DPG gehört dem Kreis als beobachtendes Mitglied an.
Eine breit angelegte Studie, auf die sich das Papier stützt, kann unter http://onlinelibrary.wiley.com/doi/10.1002/cite.201400183/abstract heruntergeladen werden.

Böden und Klima verändern einander

Böden und Klima verändern einander
Schicksal des Kohlenstoffs im Boden ist Schicksal der Atmosphäre
 
Permafrost, Regenwald: CO2 vor Freisetzung (Fotos: Flickr/Mukhrino,Greenpeace)

Hannover (pte022/28.02.2012/12:30) – Im arktischen Permafrost schlummert mehr Kohlenstoff als man früher in allen Böden des Planeten insgesamt vermutete. Umweltfaktoren und die Beschaffenheit der organischen Substanz bestimmen, ob, wie sehr und wie rasch dieser Kohlenstoff an die Atmosphäre freikommt und so das Klima beeinflusst, berichten internationale Forscher in der Zeitschrift "Nature". "Bis vor wenigen Jahren übersah man die Böden in der Klimaforschung völlig. Ihre prominente Rolle wird nun immer deutlicher sichtbar", betont Studienautor Georg Guggenberger von der Uni Hannover http://www.soil.uni-hannover.de gegenüber pressetext.

Zustand des Bodens entscheidet

Realistische Klimamodelle sind bisher unter anderem daran gescheitert, dass man die genauen Prozesse im Boden nicht kannte. Ungeklärt war, warum einige der kohlenstoffhaltigen Moleküle im Boden schnell abgebaut werden, während andere Jahrtausende überdauern. Die Abbaugeschwindigkeit hängt vorrangig nicht von der Molekülstruktur, sondern von äußeren Faktoren ab, legen die Forscher nun dar: Minerale sowie die Beschaffenheit, Feuchtigkeit, Temperatur oder Durchwurzelung des Bodens spielen ebenso eine Rolle wie die Tiefe des Kohlenstofflagers, so das Ergebnis ihrer Messungen an vielen Standorten.

Permafrost und Regenwälder

In der Arktis, wo laut Schätzungen 1.670 Gigatonnen Kohlenstoff gespeichert sind, dürfte eine Klima-Zeitbombe ticken, hat das von der ESF http://esf.org getragene Forschungsprojekt schon früher berichtet (pressetext berichtete: http://pressetext.com/news/20101023003 ). "Durch die Erderwärmung tauen die Böden im Sommer tiefer auf und die über dem Frost liegende Feuchtschicht verzieht sich nach unten. Die oberste, belüftete Schicht, in der das organische Material abgebaut und Kohlendioxid (CO2) sowie Methan freigesetzt wird, nimmt zu", erklärt Guggenberger. Der Klimawandel beschleunigt sich durch diesen Prozess.

Doch es gibt noch einen zweiten Hauptschauplatz, dessen Böden das Klima beeinflussen: Die Tropen und Subtropen. Die Überführung von Regenwald in Acker- und Weideland – oft für den Futtersoja-Anbau – degradiert nicht nur die Böden, sondern setzt auch viel CO2 frei. In Mitteleuropa ist dieser Kohlenstoffkreislauf nur in kurzfristiger Betrachtung ausgeglichen, so der Hannoveraner Bodenforscher. "Mitteleuropa war einst bewaldet. Vermutlich wurde auch hier zum Zeitpunkt der Kulturnahme viel CO2 freigesetzt. Der Mensch hat somit schon lange vor der industriellen Revolution ins Klimageschehen eingegriffen."

Bodenschutz ist Klimaschutz

Die neuen Erkenntnisse zum Kohlenstoffspeicher Boden sollen Modelle zur Vorhersage der Reaktion von Böden auf Veränderungen des Klimas, der Vegetation und der Landnutzung verbessern. "Am günstigsten wäre es für das Klima, den Boden so wenig wie möglich zu stören – dann bleibt auch der gespeicherte Kohlenstoff am ehesten erhalten", betont Guggenberger.

Discount verändert Wirtschaft und Gesellschaft

Der Billig-Trend für Konsumgüter: Auswirkungen und Perspektiven


Bollschweil (pts/16.03.2005/14:00) – „Billig“ ist die wichtigste Entwicklung hin zur nächsten Etappe der Modernisierung von Wirtschaft und Gesellschaft. Billig meint nicht einfach „billig“ – es geht um eine grundsätzliche Einstellung von Menschen in einer Zeit, in der alles was man haben kann, sofort verfügbar ist. Dass wir uns heute vorwiegend um Discount- und Schnäppchenjäger-Themen kümmern, ist eine logische und wichtige Folge der Entwicklung in satten Märkten. Wir können davon ausgehen, dass der Preis in den kommenden Jahren noch eine dominantere Rolle spielen wird – beim Einkaufen, in der Politik, in der Moral, in der Familie, in der Ausbildung, in der Freizeit. Erfolg hat mit Popularität und Prominenz zu tun, alles andere – wie Privilegien oder Tradition – kommt nachher. Das populärste und prominenteste in einer reifen, voll entwickelten demokratischen Marktwirtschaft ist der Preis.


Warum der Billig-Trend unser Leben verändert:
Zwischen Wohlstand, Demokratie und Preisorientierung besteht ein Zusammenhang.


Discount wird also zum wichtigsten und maßgebenden Lebensstil. Daraus wachsen neue, legitime Verhaltensweisen hervor:


– die „neue Bescheidenheit“ nobiliert Knausrigkeit
– Armut verlangt nach billigen Produkten
– Geiz ist geil
– Wer zuviel bezahlt ist blöd.
– Was einst als Untugend galt, prägt heute ungeniert unseren Lebensstil. Wir entwickeln uns zu einer billigen Gesellschaft.


Für die Anbieter-Seite lauten daher die Fragen:
1. Wer ist besser?
2. Wer ist unter den Besten der Billigste?
3. Wer gewinnt den Zeitkampf?
Also: Wer ist der Schnellste? Auf diese Modernisierung müssen wir uns in freieren Märkten einstellen. Für den Kunden ergeben sich dadurch billigere Preise.


In dieser Stufe der Marktdemokratie stellt sich auch die Frage nicht mehr, was zuerst da war, das Angebot oder die Nachfrage. Sicher scheint auf jeden Fall: Das Discount-Phenomen ist da, und es wird sich durch Konjunkturresistenz auszeichnen. Wir haben an einer Spirale zu drehen begonnen, die sich nicht so leicht stoppen läßt. Tiefere Preise bringen tiefere Löhne. Tiefere Löhne bringen tiefere Preise. Das Vabanque-Spiel zwischen Lust am Discount und Frust am Discount ist losgetreten und wird die Effekte von Dominosteinen erzielen. Es wird unsere Wirtschaft und Gesellschaft nachhaltig verändern und damit auf bislang ungeahnte Weise modernisieren.


Wir haben in den letzten Jahren viel gehört über Globalisierung und zuletzt in den depressiven Post-New-Economy-Jahren 2001-2003 noch mehr über Deglobalisierung. Anfang des Jahres 2003 hat uns der Ahold-Skandal mit seinen gar zu kreativen Accounting-Techniken erschüttert und vermeintlich bestätigt, was wir nach dem Börsenhype und den Übertreibungen der Telekom-Industrie vermutet haben. Doch Deglobalisierung wäre die Rücknahme des Begonnenen, die Rückkehr zu sogenannten „guten alten Zeiten“ national orientierter Ökonomien. Lassen wir uns aber nicht beirren. Jeder Megatrend hat einen Gegentrend. Globalisierung wird weiterschreiten, es gibt keine Anzeichen, dass dem nicht so wäre. Denn Globalisierung bringt vor allem eine Verheißung: Consumer Democracy. Das ist ein Versprechen, dass die Menschen Zugang haben zu einer unglaublichen Vielfalt von Angeboten, dass sie daraus frei wählen können, das zu kaufen, was sie wirklich wollen. Consumer Democracy macht die Menschen erst wirklich gleich, unabhängig von Klasse und Rasse. Und das erst noch zu einem günstigen Preis. Was könnte man dem schon vernünftigerweise entgegensetzen?