Wissenschaftliche Initiative für Artenvielfalt in Deutschland

Biologische Vielfalt erhalten: Akademien stellen Papier zum Artensterben in Agrarlandschaften vor

die Vielfalt an Tier- und
Pflanzenarten in Deutschland sinkt. Dies hat erhebliche Auswirkungen auf
das Ökosystem landwirtschaftlich genutzter Flächen und weitere
Lebensräume. Zum Thema "Biodiversität in der Agrarlandschaft" haben die
Nationale Akademie der Wissenschaften Leopoldina und die Union der
deutschen Akademien der Wissenschaften gemeinsam mit acatech – Deutsche
Akademie der Technikwissenschaften eine Arbeitsgruppe eingerichtet. Die
Gruppe arbeitet derzeit an einer Analyse des Zustands der
Agrarökosysteme und wird 2019 Empfehlungen abgeben, wie
Agrarlandschaften nachhaltig genutzt werden können und damit Lebensraum
für eine große Artenvielfalt bieten. Die Kurz-Stellungnahme
"Artenrückgang in der Agrarlandschaft: Was wissen wir und was können wir
tun?", die erste Sofortmaßnahmen für den Artenschutz empfiehlt, stellen
die Akademien am Mittwoch, 24. Oktober 2018, in Berlin vor. Zu dieser Veranstaltung laden wir Sie herzlich ein und freuen uns über eine redaktionelle Ankündigung in Ihrem Medium.

Diskussionsveranstaltung "Artenrückgang in unserer Kulturlandschaft: Was wissen wir wirklich und was können wir tun?"
Mittwoch, 24. Oktober 2018, 17.30 Uhr bis 19.30 Uhr
Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften
Einsteinsaal
Jägerstraße 22/23, 10117 Berlin

Artenvielfalt ist die Grundlage
unseres Lebens. In der Landwirtschaft wird die Bestäubung vieler
Pflanzen durch eine hohe Artenvielfalt gesichert, ebenso wie die
Regeneration der Böden. Nicht zuletzt fördert die Vielfalt von Pflanzen-
und Tierarten den Erholungswert einer Landschaft für den Menschen. Die
Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler werden erste Ergebnisse der
Arbeitsgruppe präsentieren. Gemeinsam mit den Gästen werden sie die
Bedeutung biologischer Vielfalt in der Agrarlandschaft erörtern und
Lösungsansätze diskutieren, die praxisnah und umsetzbar sind.

Geleitet wird die Diskussion von
den Sprecherinnen und dem Sprecher der Arbeitsgruppe Prof. Dr. Katrin
Böhning-Gaese, Mitglied der Leopoldina und der Akademie der
Wissenschaften und der Literatur, Mainz sowie Mitglied des Direktoriums der Senckenberg Gesellschaft für
Naturforschung, Prof. Dr. Alexandra-Maria Klein, Professorin für
Naturschutz und Landschaftsökologie an der Universität Freiburg sowie Prof. Dr. Wolfgang Wägele, Direktor des Zoologischen Forschungsmuseums Alexander Koenig in Bonn und Mitglied der Akademie der Wissenschaften und der Literatur, Mainz.
Beteiligt sind zudem Prof. Dr. Bärbel Gerowitt, Professorin für
Phytomedizin am Institut für Landnutzung an der Universität Rostock und Mitglied der Arbeitsgruppe, sowie Dr. Sebastian Lakner vom
Department für Agrarökonomie und Rurale Entwicklung der Universität
Göttingen. Moderiert wird die Veranstaltung von Petra Pinzler, DIE ZEIT.

Weitere Informationen zur
Arbeitsgruppe "Biodiversität in der Agrarlandschaft" finden Sie auf den
Webseiten der beteiligten Akademien:
www.leopoldina.org/de/biodiversitaet
www.akademienunion.de
www.acatech.de/projekte