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12.06.2017

Komasaufen ist nicht mehr angesagt

**Komasaufen ist nicht mehr angesagt **
Alkoholkonsum bei Teenagern nimmt ab

(BZfE) – Junge Menschen trinken immer weniger Alkohol. Das hat eine
aktuelle Untersuchung der Bundeszentrale für gesundheitliche
Aufklärung (BZgA) bestätigt. Bundesweit nahmen über 7.000
Jugendliche und junge Erwachsene im Alter von 12 bis 25 Jahren an der
Befragung teil, die regelmäßig im Rahmen der BZgA-Initiative
„Alkohol? Kenn dein Limit.“ durchgeführt wird. Ziel dieser
Präventionskampagne ist ein verantwortungsbewusster Umgang mit
Alkohol. Im Jugendalter birgt der Konsum besondere Risiken, da sich
das Gehirn noch in der Entwicklung befindet.

Die Auswertung der Daten hat gezeigt, dass sowohl der Alkoholkonsum
als auch das Rauschtrinken rückläufig sind. Rund 10 Prozent der 12-
bis 17-Jährigen geben an, dass sie regelmäßig, mindestens einmal in
der Woche Alkohol trinken. Im Jahr 2004 waren es noch 21 Prozent.
Knapp 14 Prozent der Jugendlichen haben sich mindestens einmal im
vergangenen Monat in einen Rausch getrunken (2004: 23 %), wobei der
Anteil der Jungen (17 %) nach wie vor höher ist als der bei Mädchen
(10 %). Per Definition bedeutet Rauschtrinken, bei einer Gelegenheit
mindestens fünf Gläser Alkohol zu trinken. Mehr als drei Prozent
konsumierten dabei Mengen, die selbst für Erwachsene als riskant
gelten. Im Gegensatz dazu haben knapp 37 Prozent der 12- bis
17-Jährigen noch nie Bier, Wein oder Schnaps getrunken. Im
Durchschnitt wird der erste Schluck Alkohol heute mit 14,9 Jahren
probiert. Das ist rund ein dreiviertel Jahr später als noch im Jahr
2004. Auch ihren ersten Rausch erleben Jugendliche heute immer
später. Aktuell haben Berechnungen ein durchschnittliches Alter von
16,4 Jahren ergeben.

Auch in der Altersgruppe der 18- bis 25-Jährigen ist der Konsum
maßvoller geworden, befindet sich aber nach wie vor auf einem hohen
Niveau. Der regelmäßige Alkoholkonsum liegt bei knapp 31 Prozent
(2004: 44 %). Rund 43 Prozent der männlichen (2004: 57 %) und 23
Prozent der weiblichen jungen Erwachsenen (2004: 30 %) haben sich im
vergangenen Monat mindestens einmal über alle Maßen betrunken.