Meinung aktuell



16.02.2014

Demokratie und Wissensvermittlung

Die Demokratie ist die einzige Staatsform, die auf lange Sicht Stabilität verspricht. Der Begriff Demokratie ist allerdings auch hinterfragungswürdig und muss meines Erachtens immer definiert werden. Es ist bezeichnend, dass gerade Machteliten ihn gerne für ihre eigenen Zwecke definieren.

Auf der anderen Seite ist natürlich auch die Frage erlaubt, ob Basis-Demokratie immer angebracht ist. Wenn Bürger auf lange Sicht ihrem Staat vertrauen sollen, dann muss Demokratie auch in der Lage sein, Probleme zu lösen, deshalb ist ein Mindestmaß an Sachverstand bei den Menschen erforderlich. Kurzum: Wissen darf niemals nur Herrschaftswissen sein.

Natürlich muss die Schule der Nation auf verständlicher Bildung aufbauen, es muss viel Wert darauf gelegt werden, dass Menschen auch motiviert werden, sich über politische, gesellschaftliche und wissenschaftliche Tatbestände zu informieren. Es reicht nicht, dass nur eine intellektuelle Elite entscheidungsfähig ist.

Eine wichtige Aufgabe, die Bürger zu informieren,  muss die Presse übernehmen,
nicht nur für diejenigen, die regelmäßig eine angesehene Zeitung lesen. Insbesondere Hörfunk und Fernsehen haben die Aufgabe, diejenigen Menschen zu informieren, die Schwierigkeiten haben, aus einem geschriebenen Text sachbezogene Inhalte zu ziehen. Das gilt ganz besonders für Sendungen, die wissenschaftliche Inhalte und Fakten transportieren sollen.  Eine besondere Verantwortung der Journalisten liegt auch darin, pseudo—wissenschaftliche und indoktrinierende Inhalte aufzudecken.